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	<title>Sixpockets.de &#187; Interviews</title>
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		<title>Interview mit Rene Peeters</title>
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		<pubDate>Thu, 10 May 2012 08:28:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Scholl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Europoolleague]]></category>
		<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Interview mit Rene Peeters]]></category>
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		<category><![CDATA[Tamara Rademakers]]></category>

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		<description><![CDATA[Erneut ein &#8220;kleines&#8221; Interview, diesmal mit Rene Peeters aus den Niederlanden. Der Name ist sicher vielen bislang noch nicht so geläufig, obwohl er in der Szene einen ziemlich guten Ruf genießt. Rene belegte 2011 bei der Senioreneuropameisterschaft den 5. Platz im Straight Pool und wurde dieses Jahr Niederländischer Meister im 10 Ball bei den Senioren<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="http://www.sixpockets.de/2012/05/interview-mit-rene-peeters/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp_cover.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-4054  alignleft" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp_cover.jpg" alt="" width="243" height="342" /></a></p>
<p>Erneut ein &#8220;kleines&#8221; Interview, diesmal mit <strong>Rene Peeters</strong> aus den Niederlanden. Der Name ist sicher vielen bislang noch nicht so geläufig, obwohl er in der Szene einen ziemlich guten Ruf genießt. Rene belegte 2011 bei der Senioreneuropameisterschaft den 5. Platz im Straight Pool und wurde dieses Jahr Niederländischer Meister im 10 Ball bei den Senioren (40+). Darüberhinaus ist er der Gründer der Europoolleague, Ehemann einer Weltklassebillardspielerin und ein ehemaliger Mannschaftskamerad von mir <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Rene war so nett das Interview komplett in Deutsch zu machen, auch wenn es Ihm schwerer fällt als Englisch. Ich mag diesen &#8220;Dialekt&#8221;, für mich klingt das super sympathisch!</p>
<p>Am Ende des Interviews findet Ihr einige Links wie z.B. zur Europoolleague und alle Kontaktmöglichkeiten, viel Spaß beim lesen&#8230;.</p>
<p><span id="more-4042"></span></p>
<p><strong>Du hast 2011 den 5. Platz bei der Senioren EM belegt und bist vor kurzem Holländischer Meister im 10 Ball geworden, tolle Erfolge. Kannst Du uns erzählen wie Du zum Pool Billard gekommen bist und wie Dein weiterer sportlicher Werdegang aussieht?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Bei uns steht in jeder Cafe ein 6-foot Billard. Zufällig war das ein Café mit viele Topspieler in unsere Region, der bekannteste ist Jesse Thehu, der auch im 9-foot Scene seine Streifen verdient hat. Als 16 Jähriger habe ich es da gelernt. In die Zukunft gehe ich mich mehr konzentrieren auf die Jugend und die Entwicklung von die Europoolleague. Weiter spiele ich hier und da noch etwas Hausturniere und ich gehe zusammen mit Tamara jedes Jahr nach Amerika für 2 oder 3 Wochen um da etwas für Geld zu spielen, Urlaub zu machen und ein großes Turnier zu spielen.</p>
<p><strong>Was sind Deine persönlichen sportlichen Ziele in nächster Zeit?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> In August sind in Brandenburg die EM für die Senioren, da bin ich richtig heiß darauf um Gold zu holen um mein großen Traum zu erreichen und dass ist ein Ticket für Teilnahme an die WM.</p>
<p><strong>Kannst Du uns erklären wie Ihr in den Niederlanden organisiert seit und das eventuell mit den deutschen Strukturen vergleichen?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Für die Topspieler ist bei uns alles sehr professionell arrangiert mit gute Trainers und eine gesunde finanzielle Struktur. So gut wie es für die Topspieler und die ankommende talentierte Jugendspieler ist, so schlecht ist es für die „Just for fun‘‘ Spieler angeordnet, dass ist auch einer der vielen Gründe warum wir die Europoolleague aufgebaut haben, aber da komme ich später noch drauf zurück. Auch in Deutschland höre ich viele Leute die sich beschweren über die Probleme mit der deutschen Struktur. Ich denke, beide Länder können eine Menge Verbesserungen machen.</p>
<p><strong>Siehst Du irgendwelche Vor &#8211; oder Nachteile?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Ein großer Vorteil von Deutschland, finde ich nach 5 Jahre spielen in die Oberliga bei PBC Rot-Gelb Aachen, dass da viel mehr Respekt unter den Spielern ist.  Aber das ist nur Mentalität, das hat nichts mit die Struktur zu tun. In den Niederlanden ist eine bessere (finanzielle) Unterstützung für Spitzensport Pool.</p>
<p><strong>Welche Förderungen gibt es im holländischen Billardverband für den Spitzensport und die Jugend?<a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp2.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignright  wp-image-4057" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp2.jpg" alt="" width="346" height="230" /></a></strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Bei uns ist es so dass man eine Stipendium von € 2000,- monatlich bekommst wenn man auf die EM unter die erste 4 kommt oder unter die ersten 8 auf der WM, das für 1 Jahr lang. Für die 6 Jugendliche Nationalspieler haben sie dieses Jahr 2 Plätze reserviert für Teilnahme mit die große Jungs an die EM. Dabei sind sie letztes Jahr mit 4 Jugendspieler nach die Philippinen gewesen um da mal zu erfahren wie den Poolsport da erlebt wird. Und um da Erfahrung auf zu tun. Die haben da 3 Wochen für Geld gespielt und fast 10 Stunden pro Tag an den Tisch gestanden. Da haben unsere Jungs richtig eine auf die Hose gekriegt…Selber durfte ich die Erfahrung in Manilla vor 2 jahren auch erleben. Da kann jeder Billard spielen!!</p>
<p><strong>In Deutschland gibt es seit sehr vielen Wochen Probleme innerhalb der Deutschen Billard Union, wie beurteilst Du diese Dinge?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Ich finde es sehr bedauerlich, das ein Land wie Deutschland, mit einer Menge guter Poolspieler so große Probleme hat. Ich hoffe, dass nicht all zu viele Spieler die liebe für das Spiel verlieren werden.</p>
<p><strong>Nimmt man das in den Niederlanden war und diskutiert Ihr darüber?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Ja, bei den EM gab es viel zu reden darüber. Viele Deutsche Spieler beschwerten sich.</p>
<p><strong>Ich fühle mich in den Niederlanden privat wie auch in Sachen Pool Billard immer sehr wohl. Andere hingegen glauben immer an eine gewisse Ablehnung gegenüber den deutschen Pool Spielern. Was glaubst Du woher das kommt?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Haha schön dass du das fragst. Dass ist nicht persönliches, aber wenn es um Sport geht dann ist da immer die Rivalität. Die Deutschen sind bei uns bekannt dass die nie aufgeben, das ist eine Mentalität wo wir Holländer eifersüchtig drauf sind. Wir sind schon Weltmeister bevor das Finale gespielt ist.</p>
<p><strong><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp3.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft  wp-image-4060" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp3.jpg" alt="" width="360" height="240" /></a>Die Niederlande hat in den letzten Jahren ziemlich große sportliche Erfolge feiern können! Nick van den Berg, Niels Feijen oder Huidji See sind aus der Weltspitze nicht mehr wegzudenken. Was wird da noch kommen Deiner Meinung nach?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Es ist schwierig zu sagen. Talent ist sicher vorhanden, aber Topsport Pool ist ein Lebensstil und heutzutage ist das schwierig zu kombinieren mit das normale Leben.</p>
<p><strong>Ihr habt in den Niederlanden scheinbar Eure Hausaufgaben gemacht, welchen Talenten traust Du den Sprung in die Weltspitze zu?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Ganz ehrlich? Niemanden…vielleicht einem, nämlich den Marco Teutscher. Meine Meinung nach fehlt unsere Jugend eine Einstellung wie den Dominic Jentsch oder die Philippiner das haben.</p>
<p><strong>Und immer wieder das Thema erfolgreiche Vermarktung des Pool Billard Sports. Utopie oder siehst Du Chancen?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Wenn da jemanden kommt mit viel Cash und gute Media Kontakte so wie vor ein paar Jahren die IPT Tour war dann sehe ich sicher Chancen, sonst nicht.</p>
<p><strong>Wie beurteilst Du die Gesamtentwicklung im Pool Billard in den letzten 10 Jahren?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Gute Frage, ich finde dass Pool Billard die letzten 10 Jahre in Entwicklung still steht und Stillstand ist Rückgang. Da sind zu viele Leute die nur an ihre eigene Tasche denken und nicht in belang von unseren Sport denken und handeln. Die Jugend hat die Zukunft da muss man investieren. Aber sicher in eine Zeit von Games &#8211; Computer und Internet ist das verdammt schwer.</p>
<p><strong>Wir haben uns zuletzt bei der EM in Luxemburg getroffen, Du warst dort mit Deiner Ehefrau Tamara Peeters (Rademakers). Tamara ist aktuell die Nr. 38 der WPA Weltrangliste und zählt zur absoluten Weltklasse bei den Damen. Wie schafft Ihr es privates und Billard miteinander zu vereinbaren?</strong></p>
<div id="attachment_4063" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/tr1s.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-4063   " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/tr1s.jpg" alt="" width="288" height="216" /></a><p class="wp-caption-text">Tamara &amp; Rene</p></div>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Weil Pool unserer gemeinsamen Hobby/Leben ist, sind wir sehr glücklich einander. Nur dann, wenn Tamara Turniere im Ausland hat, ist es manchmal schwierig. Aber das ist halt auch alles spannend. Natürlich haben wir manchmal Diskussionen über Pool, aber für uns ist es Ideal, um das gleiche Hobby zu haben. Aber alles wird im Oktober ändern, weil wir unser erstes Baby erwarten <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  . Wir werden beide spielen, aber es wird natürlich weniger.</p>
<p><strong>Was können wir von Tamara in Zukunft noch erwarten, welche Ziele strebt Sie an?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Weil es auch bei uns viele Probleme gibt bei dem KNBB (Niederländischer Pool Billard Verband), ist es für Tamara auch schwieriger um große Turniere spielen. Zum Beispiel kriegen die Damen die WM nicht mehr bezahlt. Tamara versucht soviel wie möglich große Turniere zu spielen, insbesondere die Turniere in Amerika, so lange wie es finanziell machbar ist. Sie will noch immer so ein Turnier gewinnen in die Zukunft. Auch werden da dieses Jahr 2 Eurotours für die Damen organisiert wobei sie antreten möchte.</p>
<div id="attachment_4066" class="wp-caption alignright" style="width: 198px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/tpr3.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-4066  " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/tpr3.jpg" alt="" width="188" height="282" /></a><p class="wp-caption-text">Tamara Peeters</p></div>
<p><strong>Lass uns über &#8220;Deine&#8221; Europoolleague&#8221; reden, was ist die Europoolleague in der Du selber ja auch aktiv teilnimmst und wie sehen die Zugangsvoraussetzungen bzw. das Konzept aus?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Erstmals will ich deutlich sagen dass die Europoolleague nicht nur eine Liga ist aber mehr eine Organisation die wir vor 2 Jahren gegründet haben um unseren Sport in die Spotlights zu setzten. Warum wird man fragen? Ganz einfach um unseren Sport zu Promoten um damit mehr Leute ans Poolbillard zu kriegen. Vereine waren da bei uns in die Region nicht mehr zu finden und jugendliche Nachwuchs war auch nicht mehr da. Um das zu erreichen habe ich zusammen mit meine Frau ein Konzept entwickelt wo bei Poolhallbesitzer, Spieler- Sponsors – Media  und Organisation gut zusammen arbeiten müssen so das da ein Win-Win Situation entsteht.  Ich werde versuchen, das Konzept kurz zu erklären. Ich habe damals 100 Queue gesponsert und die gratis verschenkt während unsere Liga an jugendliche Freizeitsportler die regelmäßig in die größere Billardlokalen anwesend waren. Jeder mit ein eigenes Queue wird öfter ein Billardlokal besuchen was gut ist für die Lokalbesitzer, dabei  wurde da auch gratis Unterricht gegeben an die Personen die mehr über unseren Sport wissen möchten. Jeder der etwas ernster spielen wollte, hatte auch etwas besseres Material nötig so wie eine Tasche oder ein Breakqueue oder ein neues Spielqueue. Und da kamen unsere Sponsoren wieder ins Bild so wie Sonny’s Billard Supplies und Double Dave. Für die Spieler haben wir ein neues Konzept für eine Liga gegründet wobei es möglich ist das Spieler von Bezirksliga bis Bundesliga einander treffen können. Die Idee ist wie folgt: Jedes Team bezahlt 300 Euro Startgeld was auch Preisgeld ist. Wir haben derzeit 9 Teams, so dass ist 2700 Euro. Unsere Sponsoren sorgen momentan für 2300 Euro. So haben wir ein schönes Preisgeld von 5000 Euro.. Jeder gewonnen Punkt ist Geld wert, deshalb es wichtig ist um maximale Ergebnisse zu holen. Die Bundesliga Niveau Spieler spielen um die Play Offs zu erhalten(Platz 1 bis 4 ) weil da das meiste Preisgeld und natürlich die Ehre zu gewinnen ist. Der Bezirksspieler finden es toll um mal gegen die besseren unter uns spielen zu können  (Klaudio Kerec, Serge Das, Roy Gerards (MVP 2011), Jesse Thehu, Tamara Peeters Rademakers und viele andere). Dabei ist das Idee von eine internationale Liga zwischen Holland, Deutschland und Belgien sportlich sehr motivierend. So haben wir auch noch den Livestream in HD Qualität, alle Spiele die gestreamt werden, werden auch aufgenommen so dass die Spieler ihr eigenes Spiel zurück sehen können und da von lernen können, auch das wirkt sehr motivierend.  Auf einen Spieltag schauen zwischen die 300 und 400 verschiedene IP-Adressen ins Internet was auch eine Motivation ist um es “gut“ zu machen. Unsere Rekord ist bislang 485!! Auch haben wir gute Kontakte mit den lokalen Fernsehen die letztes Jahr eine Aufnahme gemacht haben von den MVP Challenge die letztes Jahr in Maastricht war und gewonnen wurde von Christian Cüster der damals spielte für Kiss Shot Heinsberg. Da spielten die beste 16 Spieler von die EPL für ein Preisgeld von 1000 Euro, wovon 700 Euro Sponsorgeld war.</p>
<p><strong><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/logo-europoolleague.png" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft  wp-image-4069" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/logo-europoolleague.png" alt="" width="218" height="170" /></a>Welche Schwierigkeiten gab es anfänglich und gab es einen Moment an dem Du lieber die Idee verworfen hättest?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Wo soll ich anfangen? Dass Schwierigste war um jeder zu überzeugen dass dieses Konzept funktioniert. Auch das viele Reisen zwischen die Lokale um den Livestream zu installieren und dass Budget von 0,0 Euro um alles zu beköstigen war verdammte schwer. Was  auch Probleme gab ist den Spielplan zu organisieren weil wir immer auf dem Samstagabend spielen und ich muss da Rechnung  halten mit 3 Länder!! Darum gehen wir die nächste Saison (2012/2013) auf den Freitagabend. Bei deine Frage ob da Momente waren wo ich das Idee lieber verworfen hatte muss ich Glasklar sagen NEIN. Ich wusste als ich anfing das ich mich nicht bei den ersten Ruckschlag aus dem Feld hauen lasse. Ich habe mit mich selber eine Abspräche gemacht dass ich für die ersten 5 Jahre mein Bestes geben werde um von die Europoolleague eine “professionelle“ und amüsante Liga zu machen für die weniger talentierte Spieler.</p>
<p><strong>Viele Kritiker höre ich sagen das die Europoolleague nur ein belanglose Randerscheinung ist und vieles unprofessionell wirkt. Wie reagierst Du darauf?</strong></p>
<div id="attachment_4072" class="wp-caption alignright" style="width: 378px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp5.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-4072" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/rp5.jpg" alt="" width="368" height="287" /></a><p class="wp-caption-text">Rene Peeters bei der EM 2011</p></div>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Kritisch sein ist gut. Aber die Leute müssen nicht vergessen das ich alles alleine mache zusammen mit meine Frau ohne dass wir 1 Euro haben um zu investieren. Alles Geld was rein kommt ist Preisgeld. Was für mich wichtig ist, ist dass alle Beteiligte der Europoolleague zufrieden sind und Spaß haben. Die EPL ist eine Organisation von uns alle. Es sind die Spieler, Lokalbesitzer und Sponsoren die entscheiden was das nächste Jahr verbessert werden muss und kann. Auf deine frage dass wir nur eine belanglose Randerscheinung sind kann ich nur dass folgende sagen: Die nächste Saison sind 4 oder 5 neue Mannschaften bei die EPL, und da ist auch wieder jugendliches Talent anwesend, mit 3 von dem bin ich dieses Jahr nach die Hollandische Meisterschaften gewesen und da hat einer von die Jungs 3x Bronze geholt und ein Platz in die Nationalmannschaft (Vergess den Namen nicht Cyriel Ledoux!!) also glaube ich dass wir doch auf dem guten Weg sind.</p>
<p><strong>Ich möchte mal eine Lanze für die Idee der Europoolleague brechen. Auch wenn die Liga noch in den Kinderschuhen steckt so ist sie etwas absolut positives. Ich spiele ja auch in einem Team zusammen mit Klaudio Kerec und wir kämpfen derzeit um die Playoffs. Uns macht es Spaß, viele neue Gesichter und auch einige sehr starke Gegner, dazu jede Partie im Livestream&#8230;.was wünschst Du Dir für die Zukunft der Liga?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Danke Florian, für das positive Antwort was du gibst da machen wir es für. Was ich mich wünsche für die Zukunft ist mehr „Professionalität“ und dafür brauchen wir mehr Sponsoren die unsere Ideen unterstützen. Viele Leute sagen das Geld nicht wichtig ist aber will man heutzutage etwas innovatives Organisieren von gute Qualität dann kostet das Knete. Wir hoffen, dass da Unternehmen/Personen sind, wie uns, unseren Sport nach ein höheres Niveau bringen zu wollen. Bei diesem will ich dann auch diese Möglichkeit nutzen. Fühlst du dich angesprochen zögere nicht um uns zu kontaktieren, um zu sehen ob wir uns gegenseitig helfen können….. <a href="mailto:info@europoolleague.com" class="limailto">info@europoolleague.com</a></p>
<p><strong>In geb Dir ein paar Worte/Namen/Begrifflichkeiten/Aussagen vor und Du sagst mir was Dir spontan dazu einfällt.</strong></p>
<ul>
<li><strong>Dominic Jentsch!</strong> <span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> zukünftiger Weltmeister!</li>
<li><strong>10 Ball Königsdisziplin!</strong> <span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Königsdisziplin nein, das ehrlichste ja!</li>
<li><strong>Nick van den Berg holt 2012 seinen ersten WM Titel? </strong><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Derjenige mit den besten Break wird Weltmeister, hoffentlich ist das Nick!</li>
<li><strong>Holland wird Fussball Europameister 2012!</strong> <span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Natürlich. Auf die gleiche Art und Weise wie in 1988 (gegen Deutschland ins Finale) <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
<li><strong>Die USA gewinnen deutlich den Mosconi Cup 2012!</strong> <span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> unmöglich!</li>
<li><strong>Der beste Pool Billard Spieler aller Zeiten?</strong> <span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Ralf Souquet!</li>
</ul>
<p><strong>Und zu guter Letzt bitte ein Statement zu Sixpockets.de!</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Rene:</span> Eine komplette und up to date Info Site für den Poolbillard Spieler. Gemacht durch eine Person der auch ein großes Herz hat für den Poolsport.</p>
<p><strong>Danke für das Interview und viel Erfolg in Brandenburg, hol Dir das WM Ticket. Grüße an Tamara und alles Gute für Euch und Euren Nachwuchs im Oktober</strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><a href="http://www.europoolleague.com/" target="_blank" class="liexternal">Homepage der Europoolleague</a></p>
<p><a href="http://www.facebook.com/rene.peeters.3" target="_blank" class="liexternal">Rene Peeters bei Facebook</a></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Info: Alle Fotos wurden mir von Rene zur Verfügung gestellt!</span></p>
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		<title>Interview mit Jerry Forsyth</title>
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		<pubDate>Wed, 02 May 2012 07:55:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Scholl</dc:creator>
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		<category><![CDATA[AzBilliards]]></category>
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		<description><![CDATA[In Luxemburg bei der Europameisterschaft Ende März wurde nicht nur sehr gutes Pool Billard gespielt, es wurden auch sehr interessante Kontakte geknüpft. Ich hatte das Glück das mir der US Amerikaner Jerry Forsyth über den Weg gelaufen ist und man uns kurz miteinander bekannt gemacht hat, danke dafür an Thomas Overbeck (EPBF Press Officer &#38;<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="http://www.sixpockets.de/2012/05/interview-mit-jerry-forsyth/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_3920" class="wp-caption alignleft" style="width: 226px"><img class=" wp-image-3920 " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/jerry_forsyth_portrait.jpg" alt="" width="216" height="238" /><p class="wp-caption-text">Jerry Forsyth</p></div>
<p>In Luxemburg bei der Europameisterschaft Ende März wurde nicht nur sehr gutes Pool Billard gespielt, es wurden auch sehr interessante Kontakte geknüpft. Ich hatte das Glück das mir der US Amerikaner <strong>Jerry Forsyth</strong> über den Weg gelaufen ist und man uns kurz miteinander bekannt gemacht hat, danke dafür an Thomas Overbeck (EPBF Press Officer &amp; Tournament Leader). Vielen wird der Name Jerry Forsyth nicht so geläufig sein, nun&#8230; er ist die amerikanische Stimme des Pool Billards. Er kommentiert zumeist den Mosconi Cup und die Weltmeisterschaften auf der ganzen Welt, sowie viele viele andere Events in den USA. Er begann Anfang der 80er Jahre als Pool Billard Journalist und einige Jahre später kam der Einstieg beim britischen Sender Sky um seine Karriere als Kommentator zu starten. Als großer Fan seiner Art zu kommentieren ist es natürlich ein Glück Ihn mit einigen Fragen auf den Zahn zu fühlen. Er hat eine unglaublich große Erfahrung und ist seit Jahrzehnten in der Pool Billard Szene unterwegs. Darüberhinaus ist er auch noch ein Teil des US Billardportals <a href="http://www.azbilliards.com/index.php" target="_blank" class="liexternal">AzBilliards</a> und betreibt in Georgia sehr erfolgreich seine eigene &#8220;Charity Farm&#8221;.</p>
<p>Viel Spaß beim lesen&#8230;&#8230;</p>
<p><span id="more-3919"></span></p>
<p>End of March during the European Pool Championships it was possible to watch excellent pool on one hand and to socialize with very interesting people on the other. The luck was on my side when I was introduced to the US American <strong>Jerry Forsyth</strong> by Thomas Overbeck (EPBF Press Officer &amp; Tournament Leader). Many thanks Thomas! Most Europeans won’t be familiar with the name Jerry Forsyth. In short words&#8230;Jerry Forsyth is „US Voice Of Pool“. Most of the time he comments the Mosconi Cup, the World Championships around the world and several other events in the USA. Jerry started his career end of the 80’s as a Pool Billiard journalist and found the way to British television with SKY where he continued as a commentator. Being a big Fan of jerry’s style to comment things it was pure luck to me to sound him out a bit. Jerry is incredible experienced and a member of the international pool scene since decades. Furthermore he is part of the US Billiardportal <a href="http://www.azbilliards.com/index.php" target="_blank" class="liexternal">AzBilliards</a> and successfully leads his own charity farm in Georgia.<br />
Have fun reading this…&#8230;</p>
<p><strong>Since several years i am a big fan of your style commenting Pool Billiard. So i wonder how your career started and especially how you earned that people watch you as „The Voice of Pool“?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Actually a rather odd story here.  I had been a newscaster at a local TV station when I got out of college, so cameras and microphones are familiar to me. But I had given up broadcasting long ago and never thought about it. I was covering a Mosconi Cup event in London for Pool &amp; Billiard magazine some 15 years ago and got to York Hall two hours early in order to set up my cameras and get the light readings that you needed back then. I was sitting in the stands, just fidgeting with gear, when a friendly fellow walked up and started talking to me. After about 20 minutes he introduced himself as Rory Hopkins and I knew that name as the Executive Producer for Sky Sports. He said he had a commentator fall ill on him and wanted to put me in the commentary box for one match. Sky liked what I did and I have been doing pool commentary ever since. I certainly do not consider myself the voice of pool. I think that accolade belongs to either Mitch Laurance or Jim Wych or both.</p>
<div id="attachment_3930" class="wp-caption alignright" style="width: 298px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/jf1.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-3930   " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/jf1.jpg" alt="" width="288" height="342" /></a><p class="wp-caption-text">Treffen mit Jerry in Luxemburg</p></div>
<p><strong>It was big Luck  to met you in Luxembourg. I know you should have participated at a WPA – meeting and several events across Europe are planned. Could you could give us a small Sneak Preview about that?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Well, I was there as a BCA representative, not a WPA representative. We were there to learn from the EPBF how to run professional events on a national scale without breaking the bank account. Gre, David and Thomas were very helpful, shared a lot of information with us and I am now working on an information brief to give to the BCA. Both Europe and North America are concerned as we see the focus of the game becoming very Asia-centric and while we are delighted that the game is so popular in Asia we do not want that to mean that it loses popularity elsewhere.</p>
<p><strong>How did you like the EM in Luxembourg from the point of atmosphere and sportive niveau?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> The EPBF does a great job of producing their events. They have teamed up with Kozoom to stream them around the world and they have the experience under their belts to be able to fine-tune their events for very effective presentation.  I was, of course, very impressed with the way it was all done.</p>
<p><strong>Like always i had the feeling that Europeans as player or audience have some difficulties to show their emotions. US players are much more emotional and so is the audience. Do you share that impression?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I wish I did. When I was a younger man the American pool players were a lot of fun to watch. We had Fats talking up everything and very colorful players like Jimmy Mataya and Keith McCready who were just a lot of fun to watch. American players would wear their emotions on their sleeves and you could feel their pain when they missed and their joy when they made a good shot.  The fans really enjoyed the games.  Then the robotic playing styles of Asia and Europe took over the game and now the game is a lot less entertaining to watch.  The quality of play went up considerably, but it is not fan-friendly to watch emotionless players who never crack a smile or a frown. The game is desperately lacking excitement and I do not have a solution to this problem.</p>
<p><strong>I really like the American way to play pool and many Guys over here would appreciate the more casual style on tournaments etc. Somehow you are closer to the roots, much more open and not so reglemented like we are over here e.g. in Germany. So i would like to know if you share the impression?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Again, that was an accurate description of American players 15 years ago, but not now. Everyone has copied one of your players, Ralf Souquet, because the emotionless style works at the table.</p>
<p><strong>Please describe the most important differences between Players from America and European players.</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I will comment on the top players. I know that Niels Feijen and many other European pros actually practice drills on the table. The ‘L’ drill, position drills, etc. They work very hard to improve and hone their skills. American players do not do a lot of drill work. They toss the balls out on the table and run them off. They practice their break and they run a lot of racks when they practice. What I am surmising (and could be very wrong on) is that the European ego is built upon the confidence that the practice work brings them while the American ego is built on the running of the balls in practice. I have always believed that a large ego is required to excel in individual sports. You have no business stepping out on the tournament floor if you do not honestly believe that you are the best player out there that day. If you think you could lose you up your chances of losing. So both groups reach the end goal of a healthy ego even though they take different routes to get there.</p>
<div id="attachment_3935" class="wp-caption alignright" style="width: 356px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/franjerry.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-3935   " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/franjerry.jpg" alt="" width="346" height="232" /></a><p class="wp-caption-text">Jerry mit seiner Frau Fran und seinen beiden Hunden Strider &amp; Winston</p></div>
<p><strong>Many of us over here share the dream to start a professional career which goes together in many cases with starting new live in America. Do you think this became possible in our days or is it still a risky thing?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> It is MUCH worse now than 40 years ago. Adjusted for inflation our prize pools are shrinking very fast. The old 70’s tournaments like the Tahoe events paid out first prize amounts of $30,000. That is much more than is paid out today with very few exceptions. In fact, according to the inflation calculator at Westegg.com a tournament today would have to pay out a little over $154,000 to first place just to match that $30,000 in purchasing power. So there is nowhere near the money in the game today that there once was. When Greenleaf won $300 in an event in the twenties or thirties he was actually walking away with more purchasing power than the winners today get. As a personal testament to the power of inflation, I am getting ready to pay more for a riding lawnmower ($2,000) than I did for my first brand-new car in 1970. Back then I bought a new MGB off the showroom floor for $1800. And my 3-bedroom house back then cost me $17,500.</p>
<p><strong>I make a case right now. The Americans have a pretty big problem finding new blood in pool. What’s your opinion about that?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I agree. With the reduction in prize purchasing powers that we have witnessed most people now see pool as a recreation and would never pursue it as a career.  Take a look at the yearly winnings for the best players in the world. Now subtract from that their travel expenses. Not much left, is there? A player once told me that he played pool because: „What else am I going to do, flip burgers?“ Well, someone who flips burgers at McDonalds has a certain income and the potential to become a multi-millionaire by owning their own franchises. Pool players can never look forward to even a comfortable retirement. A condition that is made much worse by the fact that they do not pay Social Security on their incomes and will have no government pensions when they get old. Playing pool for a living is something that I think now belongs in the past unless you are ready to move to Asia. But we still do get some great new blood. Shane Van Boening and Mike Dechaine are both great young players. I hope that the game sees a turnaround that will enable them to make good livings but I am not optimistic about that.</p>
<p><strong>During the Mosconi Cup 2011 i received the impression that except of Shane Van Boening the US Team was not competitive. On the first Point of view it looked like a lag of engagement but also technical deficits became apparent. Please give us your opinion.</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Well, I just thought the US guys had a bad week. They missed shots or position at critical points. They did not seem to have the confidence that winning requires. As for technicals, that is a very argumentative point. Every billiard instructor I know says you should never drop your elbow on a shot. But the pros drop their elbows all the time. So I do not know how to evaluate that. No one would say that Jim Furyk has a technically correct golf swing but it works very well for him. Bustamante has a nightmarish circular arm during his stroke but the balls fall away. So I do not put a lot of faith in technicals. European players do, however, and it is working for them. I cannot argue that.</p>
<p><strong>For sure you have a close look to what’s going on in Asia. Many peoples opinion is that the Asians will become unbeatable in the future. Do you agree to this?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Yes. They start very young and they work harder than anyone else in the world. But the question is will they be able to produce an entertaining playing style that keeps sponsors involved in the game? That is yet to be seen. Their playing styles are certainly emotionless and I find that to be a big problem for the game everywhere.</p>
<p><strong>If you would meet the good fairy of pool which offers you three wishes for free to change US Pool&#8230;what would they be?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> 1. Turn the economy around so that people have enough disposable income to go out and enjoy pool again and so they will buy pool tables, cloth, balls, sticks, etc. This would help us get more sponsorship into the game. 2. Bring back the old playing styles of woofing at the table, exultation at making a great shot and messing around with the audience.  3. Change the demographic of pool fans from old folks with no money to youngsters with a lifetime of spending ahead of them. Again, to attract long-term sponsors to the game.</p>
<p><strong>What do you think is needed to give pool a big media focus worldwide? Or will this ever stay a dream?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I have to be honest and say I think this is a dream. Pool has too much to compete with now. It has to compete against Baseball, Football, Basketball, NASCAR, and not only at the pro level but more and more you see college sports taking up TV time. Folks thought that if poker could compete so could pool. But poker is waning now and may soon die off the TV as pool has done. Again, folks want to be entertained and excited. Very hard for pool to accomplish that the way it is played today.</p>
<p><strong>Time to reminisce about some special moments</strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  <strong>May be you commented or experienced some of them live so they became unforgettable to you. What was the most fascinating, thrilling or even emotional moment of your career? Please detail all Jerry</strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Well, one very exciting moment for me was during a Mosconi Cup at York Hall. Corey Deuel pulled off the most exciting shot I have ever seen in pro play. His cue ball was on the head rail at about the first diamond off of the right side. He was straight in on the shot and needed to go straight left off of the shot to get position on the next ball. Corey jacked up on the cue ball, fired down hard on it and the cue ball made the shot and then drew back to the head rail where the spin to the left that he put on it grabbed and sent the ball over to the left side of the table at around the side pockets. He was dead on with his shape. I would not bet that he could ever do that shot in competition again, but it was unbelievable to watch. As I remember it both Jim Wych and I fell silent in the booth. Then I think Jim just said „Wow.“ And that summed it up pretty well. The most emotional moment for me was at the World Championship in Cardiff the year (2003?) that Earl won his last WC. His opponent in the final was Francisco Bustamante. Francisco received a terrible phone call only hours before he was to play the finals where his wife told him that their infant daughter had died during the night. The whole room was devastated. Everyone, myself included, was crying. We expected Francisco to withdraw. But his wife said  that this was not what their child would have wanted and she asked him to play on in her memory. He did. He lost the match, but it was the bravest thing I have ever seen in pool. To this day I tear up when I think about it.</p>
<p><strong>Was there a moment in the past you would describe as &#8220;scandalous&#8221;?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Sure. Several. Jim Wych and I went into the comm box one year at Cardiff knowing the final scores of three matches that were on the TV table before they started. This was the year that the players and some backers decided to take down the bookmakers. It was a round-robin format so players who had already won enough matches to make it through to the finals could throw matches with no penalty. And they did. They would bet exact score lines on the underdogs and they won a lot of money. And you no longer see round-robin formats as a result. Same deal happened at an event at the Stardust in Vegas.  Buddy Hall was playing Mike Lebron in the finals and Buddy was about a 40-1 favorite to win. They were taking bets at the sports book. So all of the players lined up to bet on Mike. Long story short, Mike won and the sports books in Vegas have never made a line on pool since. Of course, the whole IPT thing became a huge sham and there are still a lot of „qualifiers“ out there who paid $2,000 to qualify for events that never happened.</p>
<p><strong>You met all of the pool legends like Nick Varner, Jim Rempe, Steve Mizerak, Rudolph &#8220;Minnesota Fats&#8221; Wanderone,  Lou Butera, Mike Massey, Allen Hopkins, Mike Siegel or Efren Reyes when they were young. Who was your Favorite and why?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I have many favorites. I have always liked and respected Nick Varner because he always kept things in proper perspective. In Nicks life his family comes first. He put who kids through college and will do so again. He has maintained his side business (NickVarner.com) that ensures him a steady income and he does not hold any fantasies about the future. He prepares for it instead.  I cared a great deal for Steve Mizerak. Again, he knew pool was not a lifeline and he had his billiard supply business that made him his money. Fats was fantastic because he gave the game the color it needed so badly at the time.  But I like most of the guys on the tour. They are a fun bunch of folks and all of them have their own war stories to enjoy.</p>
<div id="attachment_3941" class="wp-caption alignleft" style="width: 298px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/Jerry-Forsyth-und-Marco-Takis-zusammen-mit-Thomas-Overbeck1.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class=" wp-image-3941   " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2012/05/Jerry-Forsyth-und-Marco-Takis-zusammen-mit-Thomas-Overbeck1.jpg" alt="" width="288" height="417" /></a><p class="wp-caption-text">Thomas Overbeck, Jerry Forsyth und Marco Takis</p></div>
<p><strong>Ralf Souquet, Oliver Ortmann, Thomas Engert und Thorsten Hohmann!!! What comes in your mind first regarding these names?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> They are machines. They have enjoyed great success due to their personal discipline. And I would enjoy them all a lot more if they displayed some emotion at the table. Engert does a bit, so he is more fun to watch.</p>
<p><strong>Name the best pool player ever from your point of view.</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I can’t. There are too many who deserve a spot at the very top. But among these are Ralph Greenleaf, Willie Mosconi, Jean Balukas, Earl Strickland, Johnny Archer, Mike Sigel, Ralf Souquet, Allison Fisher, Efren Reyes and Nick Varner. Really I would need to list about fifteen players as being the best. The only way to know for sure would be to pit them against one another in their prime and we cannot do that.</p>
<p><strong>What are the upcoming „projects“ and where will you pick up the microphone next? Will we have the luck to see you back soon in Europe?</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> Actually, I plan to continue with AZBilliards and the commentary. I will be back for the Mosconi Cup in London again this year.  But my wife and I have become “charity farmers” where we grow crops to give away to food banks. And that is where a lot of my attention goes these days. Like Europe, America must stop spending so much money as a government or the country will go broke. So private citizens such as ourselves must take up the business of feeding the hungry and housing and clothing the needy. We want to be a part of that effort as it is only proper that people take care of one another and not expect that to be done by government.</p>
<p><strong>To come to an end i would like to ask you for a statement about Sixpockets.de!</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Jerry:</span> I find the site to be attractive and easy to navigate. I wish all pool sites a great deal of luck as mere survival in the world of pool news is a tough nut to crack. I know that you share the dedication that my partner, Mike Howerton, and I do about keeping the game in the spotlight. It is certainly not a road to riches and requires a passion for the game that is rare.</p>
<p><strong>Jerry, it was a big honor for me to met you in person. I give all my best wishes to you and especially hope you keep your health.  </strong></p>
<p><strong>&#8230;</strong><strong>thanks a lot Mr. Forsyth  <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  </strong></p>
<p>Ich möchte mich nicht nur bei Jerry Forsyth bedanken, sondern auch nochmal bei Thomas Overbeck, Mike Howerton sowie Volker und Sebastian <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
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		<title>Interview mit Markus Vogt (cuechanger)</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Nov 2011 09:56:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Scholl</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2611" class="wp-caption alignleft" style="width: 394px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv1.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-full wp-image-2611 " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv1.jpg" alt="" width="384" height="217" /></a><p class="wp-caption-text">Markus Vogt im Billard Cafe &quot;Crazy Ball&quot; in Köln</p></div>
<p>Ein Thema das viele, wenn nicht sogar die meisten, sehr beschäftigt ist das Material wie z.B. das Queue mit allen Details und die Veränderungen der letzten Jahre auf dem Gebiet. Natürlich hat sich auch einiges getan im Bereich der Pommeranzen (Leder, Tips). Nun, ich konnte mir zu all den schwierigen Themen keinen besseren Interviewpartner aussuchen als <strong>Markus Vogt aus Köln</strong>. Er hat sich in den letzten Jahren einen erstklassigen Ruf erarbeitet und mit seinem Partner <strong>Dave Heijboer</strong> zählt er mittlerweile zu den angesehensten Händlern in ganz Deutschland. Beide sind absolute Fachmänner auf Ihrem Gebiet, jeder der mit einem der beiden jemals ein Gespräch über dies oder das im Materialbereich reden konnte wurde schnell von Ihrer Kompetenz überzeugt. Spezialisiert haben sich <strong>Dave (DoubleDave)</strong> und <strong>Markus (cuechanger)</strong> auf den Verkauf von Custom Cues und deren besondere Eigenschaften. <strong>Markus Vogt</strong> bietet mittlerweile seine eigene Queueserie an, seine „<strong>Naturals</strong>“! Bevor es losgeht möchte ich noch kurz meine persönlichen Eindrücke des <strong>Naturals II</strong> zum Besten geben. Vor einigen Wochen war es mir möglich die <strong>Naturals II</strong> in Augenschein zu nehmen und sie natürlich auch mal Probe zu spielen. Ich gestehe, der erste Kontakt war ein Mix aus Neugier und Skepsis. Die Optik war mir anfangs zu schlicht, aber nach einigen Minuten fing ich Feuer und war angetan von den verbauten Hölzern und der Verarbeitungsqualität. Selten zuvor hab ich schönere Hölzer gesehen und zusammen mit dem „eigenwilligen“ Ringwork wirkten die <strong>Naturals II</strong> super Sexy auf mich!</p>
<p><span id="more-2609"></span>Was mir auch auffiel war die gute Verarbeitungsqualität des Ledergriffbandes…fühlt sich prima an und wo ist die Naht? Man(n) muss schon sehr genau hinsehen  <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Nun, die Optik alleine reicht in den meisten Fällen nicht. Ein paar Kugeln auf den Tisch und los geht’s….die ersten Gehversuche fühlten sich prima an, jeder Stoß erzeugte ein ordentliches Feedback und ich hatte stets das Gefühl das der „Steggen“ aufs Wort gehorcht. Nach einigen Stößen fiel mir besonders die Ausgewogenheit und die gute Balance auf, man merkt sofort das Markus viel Wert darauf gelegt hat. Besonders deutlich wurde die vorhandene Stoßruhe, nie hatte ich das Gefühl das das Queue übers Ziel hinaus schießt. Natürlich testete ich auch den Versatz des <strong>Naturals II</strong>. Deutlich weniger als ich es persönlich gewohnt bin, aber in einem aus meiner Sicht beherrschbaren Bereich. Nicht so extrem wie beim 314/2er und dennoch voller Dynamik, soll heißen das es trotz geringerem Versatz ne Menge leben hat. Noch zu erwähnen ist der Satte klang des Queue’s, in meinen Ohren kommt das wunderbar an. Nun…ich besitze ja bereits den <strong>Cuechanger Concept Jumper</strong> der mir am WE das ein oder andere mal ziemlich aus der Klemme geholfen hat, aber eines ist klar….ich möchte in naher Zukunft ein <strong>Naturals II</strong>… Einige renommierte Cuemaker hab ich an diesem Nachmittag komplett ignoriert! Tolles Cue das für mich wie ein Handschuh zu passen scheint und zudem Preislich auf einem sehr angenehmen Niveau ist!</p>
<p>Und jetzt viel Spaß beim Lesen des Interviews….</p>
<p><strong>Erzähl uns doch zuerst einmal wie Du zum Pool Billard gekommen bist und wie dann später die Liebe zum „Material“ entstanden ist?</strong></p>
<p>Ich habe Billard schon immer gerne gespielt. Spätestens als ich als pubertierender Jugendlicher die Kneipen heimgesucht habe, bin ich auch an den Billardtischen hängengeblieben. Mit 17 bin ich dann einem Verein beigetreten und habe 2-3 Jahre dort trainiert und gespielt. War zwar ziemlich hart, aber auch spaßig. Das waren halt die Zeiten in denen es noch genug Verrückte gab, mit denen man 60 Stunden am Stück in irgendeinem Vereinsheim spielen konnte. Damals hatte ich von Material nur so viel Ahnung wie ein 18-jähriger Junge eben haben kann. Mein erstes Cue war ein Stamboulini, welches ich für kleines Geld verkauft habe, um mir für großes Geld ein Meucci JR-5 zu kaufen. Auf solche Ideen kommt man wohl nur, wenn man a) sehr jung und b) in den End-80zigern/Anfang-90zigern in Deutschland gewesen ist. Dann folgten 14 Jahre Pause in denen ich außer 250 bis 300 Stunden Arbeiten im Monat nicht wirklich viel anderes gemacht habe, bis ich irgendwann Anzug und Krawatte gegen eine eigene Kneipe tauschte und Karriere und 6-stelliges Gehalt  gegen normale Menschen. Vor knapp 6 Jahren dann packte mich der alte Virus wieder. Ich holte also mein altes Meucci aus dem Keller und stellte ziemlich schnell fest, dass das irgendwie nicht klappt. Also machte ich mich auf die Suche nach einem neuen Cue und stellte fest, dass es ja mittlerweile so unendlich viel mehr gab als damals. Das machte neugierig. Sehr neugierig. Eine Eigenschaft, die ich wohl sehr ausgeprägt schon immer hatte, wenn ich von etwas fasziniert gewesen bin. Ich probierte diverse Cues aus, fand die Unterschiede äußerst interessant und landete auch schnell bei meiner ersten Custom-Bestellung. Was dann folgte hatte wohl schon so ein wenig von Besessenheit. Ich fing an zu sammeln und in kleinem privaten Rahmen auch ein wenig zu handeln. Innerhalb von 3 Jahren war meine Sammlung an die 100 Cues stark, wobei noch sehr viel mehr durch meine Hände gingen. Ich suchte gezielt Cues von Herstellern, die mir entweder noch unbekannt waren, von denen ich mir aber qualitativ viel versprach oder von solchen, von denen ich schon einmal etwas besessen und für gut befunden hatte. Ich spielte jedes Cue zur Probe, bearbeitete wenn nötig noch Kleinigkeiten und machte mir meine Gedanken, warum dieses Cue so funktioniert wie es funktioniert. In dieser Zeit wuchsen auch meine Beziehungen zu diversen Cuemakern und ich bekam bei Einigen auch die Gelegenheit zum fachlichen Austausch, was ich sehr wertvoll fand. Am Ende meiner Sammlerkarriere wollte ich wissen, ob die Dinge, die ich glaubte gelernt zu haben, auch tatsächlich so funktionieren. Also fing ich an, meine ersten Cues zu konstruieren und zu untersuchen, ob das Ergebnis auch meinen Vorstellungen entspricht. Da ich selbst kein Handwerker bin und auch nicht über eine entsprechende Werkstatt verfüge, lasse ich die Cues nach meinen Vorgaben produzieren. Eine der wichtigsten Lektionen, die ich dankenswerter Weise früh genug gelernt habe, ist dabei, dass ein gutes Cue abhängig ist von gutem Material. Daher habe ich frühzeitig angefangen ein eigenes, umfangreiches Holzlager anzulegen, für Butt- und Shaft-Holz. Liebe zum Material hieß für mich halt irgendwann nicht nur mehr die Arbeit anderer zu bewundern, sondern auch selbst mit dem erlernten Know-How zu versuchen, Top-Cues zu konstruieren.</p>
<p><strong>Du spielst natürlich selber auch. Was waren Deine größten Erfolge oder schönsten Erlebnisse beim Pool?</strong></p>
<p>Oh je…, das wird wohl eher ein beschämender Abschnitt. Als ich vor 22 oder 23 Jahren anfing Pool zu spielen, war ich sicher nicht unbegabt und durfte auch direkt recht hochklassig spielen, aber ich war auch ein kleiner, ungeduldiger und unerfahrener Junge. Als ich später wieder anfing, war ich das nicht mehr, aber dafür mittlerweile ziemlich kurzsichtig und mit dem Kopf bei der Existenzsicherung und meinen kleinen Kindern. Um heute noch mal starke Leistungen zeigen zu können, sehe ich zu wenig und habe zu viel um die Ohren. Versuche mit einer Billardbrille scheiterten fürchterlich und Kontaktlinsen bekam ich erst gar nicht ins Auge. Ich würde mich als einen technisch starken Spieler mit eklatanten Seh- und Konzentrationsschwächen beschreiben. Das reicht, um Cues auf Herz und Nieren zu testen, aber nicht um Turniere zu gewinnen… <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Ich freue mich einfach immer, wenns gereicht hat, einem starken Spieler mal einen Satz zu klauen.</p>
<p><strong>Dave und Du&#8230;.ein „Traumpaar“&#8230;.wie habt Ihr Euch gefunden?</strong>  <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Oh, ganz einfach. Ich hab irgendwann ein Cue bei ihm gekauft. Und weil ich neugierig war und er gerade mal 90km von mir wohnt, bin ich mal eben vorbeigefahren. Daraus entwickelte sich eine ziemlich intensive und lang andauernde Geschäftsbeziehung. Ich kaufte viele Cues von Dave und irgendwann kaufte er auch Cues von mir. Es war schnell klar, dass wir einige Leidenschaften teilen… und wir haben uns schnell sehr gut verstanden. Sowohl Dave und ich haben bei unseren Deals immer unseren Vorteil gesucht, aber auch immer den des anderen respektiert und gelten lassen. Das war sympathisch. Ich möchte auch erwähnen, dass Dave mir in 2010 mit dem Ankauf großer Teile meiner Sammlung sehr geholfen hatte, als ich nach einem sehr schwierigen Jahr mit meiner Kneipe fast die Existenzgrundlage meiner Familie verloren hätte. So etwas trägt sicher auch dazu bei, sich weiter zu vertrauen.</p>
<p><strong>Was motiviert Dich wenn es um Custom Cues geht? Ist es die persönliche Leidenschaft oder pures Geschäftsinteresse?</strong></p>
<p>Das ist sicher vorwiegend die Leidenschaft. Die Handelsspannen sind im Serien-Cue Bereich meistens deutlich besser als bei Customs. Sicher machen wir auch Gewinne beim Verkauf von Custom-Cues, aber wenn wir einseitig profitorientiert arbeiten würden, dann müssten wir Cues verkaufen, die im Low-Budget Bereich für die 3 Millionen Hobbyspieler und nicht für die maximal 3000 Customliebhaber in unseren Breitengraden interessant sind. Am Ende kommen unsere Einnahmen aus einem Mix, bei dem die Customs sicher einen guten, aber nicht den größten Teil ausmachen. Vergleicht man das mit dem Kapital, dass wir für unsere Bestände hier binden müssen, so könnte man dies evtl. als kaufmännisch wenig sinnvoll bezeichnen. Allerdings haben Dave und ich den großen Luxus, dass wir nicht allein vom Billardgeschäft leben müssen. Sowohl er als auch ich betreiben das als unser –zugegeben ziemlich intensives- Hobby, dem wir als Teilzeitbeschäftigung nachgehen.</p>
<p><strong>Dave war mit seinem Internetpräsenz <a href="http://www.doubledavecues.com/catalog/index.php" target="_blank" class="liexternal">www.doubledavecues.com</a> bereits vor der Eröffnung des Shops in Köln sehr erfolgreich, was hat Euch bewogen gemeinsam diesen Schritt zu gehen?</strong></p>
<p>Ich würde sagen, wir haben aus der Not eine Tugend gemacht, bzw. wir hatten das Glück, dass unsere Bedürfnisse an einem bestimmten Zeitpunkt genau zueinander gepasst haben. Wie ich schon mal erwähnt habe, ist der Cuehandel für uns eine Nebenbeschäftigung. Allerdings ist das mittlerweile so zeitaufwändig, dass einer alleine das nicht mehr leisten kann, wenn er noch andere Verpflichtungen hat. Dave suchte einen Weg, seinen Arbeitseinsatz reduzieren zu können, um seinen anderen Geschäften gebührende Aufmerksamkeit widmen zu können, war aber nicht bereit, den Billardhandel aufzugeben, weil es halt eine echte Leidenschaft für ihn ist. Ich war auf der Suche nach einer Teilzeit-Nebenbeschäftigung, um ein wenig mehr abgesichert zu sein, als ich es nur mit der Kneipe war. Das passte irgendwie zusammen, zumal wir uns bereits kannten und vertrauten. Glücklicherweise konnte ich uns zur Untermiete im Billard-Cafe Crazy Ball einen sehr kostengünstigen, eigenen Standort besorgen, der mit hervorragenden Tischen und einem sehr gepflegtem Ambiente ideale Rahmenbedingungen für uns bietet. Hier können Cues halt nicht nur begutachtet, sondern auch anständig getestet werden.</p>
<p><strong>Ihr habt mit dem Verkauf von Custom Cues einen kleinen Boom ausgelöst in Deutschland. Viele wollen nur noch ein Einzelstück spielen. Habt Ihr damit gerechnet?</strong></p>
<p>Nun ja, doubledavecues.com war einfach die erste Seite hierzulande, die in nennenswerter Anzahl und Auswahl Customs angeboten hat. Vielen war das gar nicht so bewusst, was es da noch alles gibt und ich bin eigentlich ziemlich sicher, dass auch einige andere Menschen eine gewisse neugierige Grundeinstellung mit mir gemeinsam haben. Von daher ist es sicher folgerichtig, dass man viele der ambitionierten Spieler dafür begeistern kann. Man darf aber auch nicht vergessen, dass dies ein sehr kleiner Markt ist. Solange wir in Deutschland dieses enorme Missverhältnis von weitläufig Billard-Affinen und organisiert-ambitioniert Spielenden haben, wird dieser Markt auch sehr klein bleiben. Da tummeln sich wenige tausend Spieler für die so etwas in Frage kommt und die können nicht nur bei uns einkaufen, sondern auch bei einem knappen Dutzend Cuemakern in Deutschland und in global-vernetzten Zeiten auch bei einem Dutzend guter Shops in Übersee oder bei den 500 Cuemakern im Rest der Welt. Dem deutschen Käufer stehen alle diese Möglichkeiten offen, während Du als deutscher Anbieter in Zeiten eines schwachen Dollars sicher kaum amerikanische oder asiatische  Käufer dazu bekommst. Das ist sicher ein wenig unglücklich. Wir freuen uns aber immer über jeden einzelnen, den wir für gute Cues begeistern können, nicht nur wegen des Umsatzes, sondern weil wir einfach eine Szene vergrößern, die uns Spaß macht.</p>
<p><strong>Bevor wir uns mit der Materialthematik im Einzelnen befassen erzähl uns doch ein wenig über Deine Queueserie. Wodurch wurdest Du sozusagen inspiriert, mit wem verwirklichst Du das Ganze, welche Hölzer verbaust Du und was für Spieleigenschaften sollen Deine Queue&#8217;s haben?</strong></p>
<p>Wie ich eingangs schon mal ausgeführt hatte, war es in erster Linie die Absicht, dass was ich als Sammler über Cues gelernt hatte, in eigene Konstruktionen einfließen zu lassen. Ziel war es, einen enorm spielstarken Player zu entwickeln, der einfach gehalten, aber trotzdem gediegen wirken und für jeden normalen Spieler erschwinglich sein sollte. Aus diesem Konzept entwickelten sich die Naturals. Einfache Plain-Janes, mit Leder-Wrap und einfachem Ringwork, aber mit guten und schönen Butt-Hölzern und mit ganz ausgezeichneten Shaft-Hölzern, bei maximaler Playability. Um so etwas umsetzen zu können braucht man neben dem geeigneten Materiallager vor allem einen Cuemaker, der bereit ist, dieses Wagnis auch mitzumachen. Hierfür bedarf es eines großen Maßes an Vertrauen auf beiden Seiten, denn sowohl der Name des Cuemakers wird Schaden nehmen, wenn meine Konstruktion nicht funktioniert, als auch mein Projekt und mein Name wird geschädigt, wenn der Cuemaker es schlecht umsetzt. Die meisten Cuemaker wären zu so etwas vermutlich nicht bereit. Glücklicherweise habe ich mit Oliver Stops einen Cuemaker gefunden, mit dem ich lange genug zusammenarbeite und genug kleinere Projekte umgesetzt habe, dass diese Vertrauensbasis vorhanden ist. Ein zusätzliches Plus ist auch, dass er keine 70km von mir entfernt wohnt und ich regelmäßig die Arbeitsschritte begutachten kann. So werden die aktuellen Cuechanger-Projekte Naturals II, Concept-Breaker und Concept-Jumper von Oliver Stops gebaut. Ich habe auch schon mit anderen Cuemakern einzelne Cues oder sogar kleinere Serien geplant, aber hierbei hielt sich mein Einfluss auf die technische Umsetzung in sehr viel engeren Grenzen.</p>
<p>Prinzipiell versuche ich Cues zu entwickeln, die ein präzises und deutliches Feedback mit einem ruhigen und sicheren Stoßgefühl, einer guten Wirkungsübertragung und einer möglichst geringen Deflection verbinden. Diese Eigenschaften, Berechenbarkeit, Reproduzierbarkeit, Stoßruhe, Wirkungsfreude und Low-Deflection, sind es, die ein gutes Cue für mich ausmachen und die nicht immer leicht miteinander zu verbinden sind. Ich verwende in aller Regel Forearmhölzer die eine hohe Dichte und eine stabile Struktur aufweisen und dabei noch möglichst einige optische Reize bieten. Ich bin Purist und Holz-Fan. Ich lasse Hölzer am liebsten für sich selbst sprechen, sowohl optisch als auch technisch. Ich core meine Forearme prinzipiell nicht und verwende nur Hölzer die ich auch für geeignet halte. Ich mag es, die unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Hölzer später auch noch im Cue wiederzufinden. Es eignet sich längst nicht jedes Holz hierfür, aber doch mehr als man denkt. Schätzungsweise 30 Sorten haben wir schon ausprobiert und noch ein paar mehr, außerhalb des Forearm-Bereichs. Neben den allseits bekannten Favoriten waren auch einige recht wenig verbreitete Hölzer dabei, wie z.B. Thinwin, Katalox, Marblewood, Black&amp;White Ebony, Tamboti, Lingnum-Vitae, Goldregen, Andrampotsy, Burmese Blackwood, Teak-Burl, Redwood-Burl oder Curly Satinwood. Und alle machen Spaß, wenn man sie an den richtigen Stellen verbaut und richtig behandelt.</p>
<p><strong><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv_start.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-2610" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv_start.jpg" alt="" width="190" height="360" /></a>Lass uns doch mal gemeinsam ein gesamtes Queue betrachten. Fangen wir beim Leder (Pommeranze) an. Mein erstes Leder war ein Elkmaster (auf nem Meucci, wenn ich daran denke frag ich mich wie ich das Spiel lernen konnte <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' />  ), später gab es dann LePro und Triangle. Gute Leder mit brauchbaren Spieleigenschaften und relativ Formstabil. Aber im Vergleich zu heute mit Kamui und Co. Mehrschichtledern nicht zu vergleichen. Erkläre uns doch bitte die Unterschiede im Detail und geh doch bitte auch auf die verschiedenen Durchmesser der Leder ein!</strong></p>
<p>Nun, die 3 klassischen Einschichtleder waren Elkmaster (weich), Triangle (mittel) und LePro (mittelhart). Das Problem bei Einschichtledern ist zumeist, dass aufgrund der einen, recht hohen Lederschicht große Schwankungen in Konsistenz und damit Eigenschaft auftreten. Auch ist die Formstabilität nicht allzu hoch, da sich das Leder in dieser Höhe nur bis zu einem gewissen Grad pressen lässt. Man erreicht eine sehr viel gleichbleibendere Qualität, wenn man dünnere Leder vorab selektiert und miteinander verbindet. Auch lassen sich einzelne dünnere Schichten später effizienter verpressen als eine dicke Schicht. Neben Press- und Klebetechnik unterscheiden sich heutige Mehrschichtleder vor allem in der qualitativ guten oder weniger guten Auswahl der verwendeten einzelnen dünnen Lederschichten und dem richtigen Know-How beim Gerben. Als Ergebnis hat man bei den guten Mehrschichtledern ein Leder mit sehr konstanten Spieleigenschaften. Man kann auch darüber spekulieren, dass Spieleigenschaften bei Mehrschichtledern anders sind als bei Einschichtledern des gleichen Härtegrades. Sicher ist, dass es sich anders anfühlt, was vermutlich auch daran liegt, dass Einschichtleder meistens vom Rind und Mehrschichtleder vom Schwein stammen, also auch Material-intern eine andere Struktur aufweisen. Es empfiehlt sich immer, selbst zu testen und Erfahrungen so gut es geht zu beschreiben und zu interpretieren. Es ist auch nicht jedes Leder gleichgut für jedes Cue oder jeden Spieler geeignet. Unterschiedliche Cues sorgen dafür, das Leder durchaus anders funktionieren und auch die individuelle Technik eines jeden Spielers sorgt dafür, dass Leder und Ihre Eigenschaften immer wieder ganz verschieden Einschätzungen unterliegen. Es gilt immer für den richtigen Spielertyp das richtige Cue zu finden und das fängt beim Leder schon an. Das ist so ein bisschen wie bei Harry Potter und Mr. Olivander… <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Idealerweise kauft man sein Leder geringfügig größer als der Ferulendurchmesser. So kann man das Leder vernünftig zentrieren und am Ende einen nicht zu großen Rand wegschneiden und planen. Viele Leder werden nicht nur im Pool, sondern auch im Karambolage verwendet. Dort gibt es noch einmal ganz andere Ferulendurchmesser. Dementsprechend kann man viele Leder auch in sehr unterschiedlichen Diametern kaufen.</p>
<p><strong>Die Ferrule, früher ein helles Stück Kunststoff das ziemlich häufig gerissen ist. Heute wird mit ganz anderen Materialien und „Maßen“ gearbeitet die auch die Stoßeigenschaften deutlich verbessern sollen. Erkläre es uns doch bitte!</strong></p>
<p>Die Suche nach der idealen Ferrule ist für meine Begriffe noch nicht beendet, wobei man sagen muss, dass sich hier ein wenig die Geister scheiden. Zu tun hat dies in erster Linie etwas mit den Bestrebungen des modernen Cuemakings, Low-Deflection Shafts zu bauen. Es gibt verschiedene Ansätze und Prinzipien die hierbei Verwendung finden und je nachdem welchen Ansatz man verfolgt, braucht man die eine oder andere Ferruleneigenschaft. Eigenschaften die unstrittig heute von allen Ansätzen verfolgt werden sind ein möglichst leichtes Gewicht in Verbindung mit großer Rissfestigkeit, guter Klebstoffannahme und guter Polierfähigkeit (Kreideabweisend, bzw. leicht zu reinigen). Wo es unterschiedliche Theorien gibt, was wie gesagt vom Gesamtkonzept des Oberteils abhängt, ist, ob die Ferrule eher weich oder hart sein sollte. Viele Top-Shaft Produzenten arbeiten mit auffällig weichen Ferrulen, was meiner Meinung nach bei einigen am Konzept liegt, bei anderen an Alternativmangel. Es ist schlicht schwierig ein Material zu finden, welches leicht, polierfähig und hart ist und so belässt man es halt schon mal bei polierfähig und leicht. Ich arbeite heute gerne mit Juma oder Micarta, wobei Micarta in vielen Variationen vorkommt und nur in wenigen wirklich brauchbar ist. Der Cuemaker MasonH hat ein sehr taugliches Micarta entwickelt, dass wir gerne verwenden, wenn wir es kriegen. Auch haben wir noch einige Restbestände vom wahrscheinlich bisher besten produzierten Micarta, dem „old Wrestinghouse“ oder auch „yellow“ Micarta, welches aber leider schon seit einigen Jahrzehnten nicht mehr produziert wird. Die wenigen Restbestände werden zu entsprechenden Preisen gehandelt. Was wir eher selten verwenden ist Elfenbein. Neben der Schwierigkeit dies aus kontrollierten Beständen zu bekommen, bin ich aufgrund seines hohen Gewichtes auch kein großer Fan der Spieleigenschaften. Wenn, dann verbaue ich dieses Material immer nur als sehr kurze Ferrule mit eher geringem Diameter. Insgesamt gibt es heute eine sehr viel bessere Auswahl qualitativ guter Ferrulen als noch vor 20 Jahren. Das liegt eigentlich nur daran, dass die Billardindustrie schon immer zu klein und unbedeutend war, um die chemische Industrie dazu zu motivieren, eigene Materialien speziell für das Cuemaking zu entwickeln. Die Cuemaker haben meist Material gesucht, dass schon irgendwo auf dem Markt war und nach 20 Jahren suchen hat man mittlerweile mehr gefunden, abgesehen davon, dass es inzwischen auch definitiv mehr unterschiedliche Kunststoffe gibt. Interessant sind natürlich auch die neueren Ansätze, Oberteile ganz ohne Ferrule zu konstruieren.</p>
<p><strong>Das Oberteil! Es gibt wohl kaum einen Bereich bei einer „Stoßstange“ der kontroverser diskutiert wird. Laminierte Oberteile haben es dem Vollholzoberteil ziemlich schwer gemacht in den letzten Jahren. Hier heißt das Zauberwort „Versatz (Deflection)“. Oder man spricht von „Low Deflection“ und verschiedenste Schliffe der OT&#8217;s gibt es auch noch. Du hast hier und jetzt die Möglichkeit das ganze exakt zu erklären und Licht ins dunkle zu bringen. Und bitte ganz ausführlich damit einige „Unwahrheiten“ endlich mal beseitigt werden!</strong></p>
<p>Nun ja, das ist wohl eine der Kardinalfragen im Cuemaking und ich würde mal sagen, dass es nicht viele Menschen gibt, die hier abschließend Auskunft geben könnten und die würden es so öffentlich vermutlich nicht tun. Das was ich weiß, gebe ich aber gerne weiter.</p>
<p>Zunächst einmal muss man sagen, dass ein Oberteil nun mal nur das halbe Cue ist. Es ist nicht zu unterschätzen, da es für viele Eigenschaften des Cues mitentscheidend ist, aber man neigt in jüngster Zeit eher dazu, es im Gegenteil zu überschätzen. Ein Oberteil muss vor allem mit dem Unterteil harmonieren und unterliegt in diesem Zusammenspiel weitaus mehr Gesetzmäßigkeiten als die mittlerweile klassischen Fragen um Taper, Holzauswahl, Hohlbohrung oder Carbonkern so erklären würden. Hier liegt tatsächlich eine Kunst im Cuemaking, die vor allem von der Erfahrung und dem Händchen des Cuemakers lebt und Low-Deflection fängt lange vor dem Oberteil in der Konstruktion des Unterteils an.</p>
<p>Aber zurück zum „blanken“ Oberteil. Low-Deflection ist tatsächlich der Dreh- und Angelpunkt der letzten 10 Jahre gewesen. Das Spiel entwickelt aus sich heraus genug Schwierigkeiten, dass es sich wohl mittlerweile als Spielvereinfachend herausgestellt hat, bei Anpassung des Treffpunktes auf Speed und Spin nicht im Bereich des Vermutens liegen zu müssen, sondern vielmehr zu wissen, dass der Treffpunkt der Treffpunkt ist und auch bleibt. Die erste „Unwahrheit“ hierbei, die gerne hartnäckig in den Köpfen weniger Material-Versierter spukt, ist, dass laminiertes Holz etwas mit Low-Deflection zu tun haben könnte. Das ist nicht der Fall. Man versucht durch das Laminat Eigenschaften sehr dicht und gleichmäßig gewachsenen Holzes nachzuahmen, bzw. diese zu verbessern, was allerdings nur mäßig Erfolg hatte. Radial-Consistence war das Zauberwort des Markteinführers seinerzeit, soll heißen, man konnte das OT 360 Grad drehen wie man wollte und es sollte immer die gleichen Eigenschaften haben. In der Realität scheitert dies an der unzureichenden Selektion nach Qualitäten der laminierten Holzteile. Laminat hat meiner Meinung nach durchaus sinnvolle Eigenschaften, die man im seriellen Cuebau nutzen könnte, aber weniger im Bereich der Oberteilherstellung, zumindest nicht für Player. Der Hauptnachteil liegt meines Erachtens in der Einbuße eines großen Teils des Stoß-Feedbacks, was die richtige Dosierung der Stoßenergie mitunter sehr schwierig macht. Wer jahrelang Vollholz-Oberteile gespielt hat und versucht, einen veritablen Druckball mit Laminat kontrolliert auf Stellung zu spielen, wird verstehen, was ich damit meine. Der Hauptgrund für die serielle Herstellung laminierter Oberteile liegt denke ich eher im finanziellen Bereich. Man hat ein Marketing aufgebaut, das diese Oberteile als besonders hochwertig suggeriert und kann entsprechende Preise bei minimalen Materialkosten nehmen, da man an die Rohware bei weitem nicht mehr die selektiven Ansprüche anlegen muss, wie man das tun müsste, würde man klassisch mit Vollholz bauen. Hierin wiederum liegt aber gerade der Schwachpunkt des heute seriell hergestellten Laminats. Würde man bei Materialauswahl und Fertigungsqualität deutlich höhere Ansprüche ansetzen, hätte das Laminat auch tatsächlich bessere Eigenschaften, aber es würde dabei auch seinen Kostenvorteil verlieren. Daher gehen diesen Weg auch nur einige wenige Custommaker, allerdings mit erstaunlich positiven Ergebnissen.</p>
<p>Mit Low-Deflection haben andere Konstruktionsansätze der jüngeren Zeit deutlich mehr zu tun. Ich für meinen Teil habe 3 Ansätze herausgefiltert, die jeder für sich Deflection verringern können und in der Praxis zumeist in Kombination miteinander angewendet werden.</p>
<p>Prinzip Nummer eins ist die reine Formgebung des Oberteils. Der alte Unterschied zwischen European- und Pro-Taper ist überspitzt ausgedrückt der Unterschied zwischen einer Pyramide und eines hohen, parallelen Turmes. Die Pyramide weist die höhere Stabilität auf, während der hohe Turm das deutlich wackeligere Gebilde ist. Der Protaper braucht für seine Stabilität einen gewissen Diameter, weshalb diese klassischerweise um 13mm gebaut werden. Der European-Taper holt sich seine Stabilität aus der reinen Form und ist daher gerne mit schlankeren Diametern um und auch unter 12mm konzipiert. Stabilität im vorderen Taperbereich ist es, was erstrebenswert ist und worauf letztlich alle 3 Ansätze abzielen. Aus diesem Prinzip lässt sich auch leicht ableiten, dass längst nicht jedes Oberteil präziser wird, wenn man seinen Diameter verjüngt. Bei einem klassischen Vollholz-Protaper erreicht man mitunter das Gegenteil, wobei es in vielen anderen Fällen Sinn machen kann.</p>
<p>Prinzip Nummer 2 arbeitet mit Gewichtsreduktion im vorderen Taper. Nahezu jedes LD-Oberteil heutzutage arbeitet mit einer Hohlraumbohrung auf den ersten 7 inch und/oder mit weiteren kleinen Kniffen, um das Gewicht im vorderen Bereich zu senken. Kurze und leichte Ferulen oder gar der Verzicht auf diese sind ein Beispiel. Um den Sinn dieser Übung zu verstehen kehren wir kurz zurück zu unserer Vorstellung mit dem hohen Turm. Man stelle sich vor, man würde Gewicht in seiner oberen Etage einsparen und damit den Schwerpunkt deutlich nach unten verlagern. Dies würde den Turm sehr viel unanfälliger für unerwünschte seitliche Bewegungen machen, sprich ihm zusätzliche Stabilität verleihen.</p>
<p>Das dritte Prinzip schließlich versucht die Stabilität aus der Materialsteifigkeit an sich zu ziehen. Dies ist ein sehr komplizierter Ansatz, da er keinen einfach verständlichen Regeln folgt. Die Faustformel härter = besser gilt leider nicht in Gänze, genauso wenig wie man direkte verbindliche Schlüsse aus der Dichte des Materials ziehen kann. Bis zu einem gewissen Grad kann eine hohe Materialsteifigkeit, kombiniert mit anderen Eigenschaften sehr förderlich sein um hervorragende Low-Deflection Ergebnisse zu erzielen, allerdings kann zu hohe Steifigkeit oder zu hohes Gewicht auch den gegenteiligen Effekt haben, was letztlich erklärt, warum Oberteile immer noch hauptsächlich aus Hardmaple gefertigt werden und nicht etwa durch künstliche Stoffe. Carbon hat sich als taugliches Material erwiesen, als Core die Steifigkeit von Oberteilen positiv zu erhöhen und gleichzeitig das Gesamtgewicht nicht über die kritische Masse zu bewegen. Aber auch ein sehr hartes und dicht gewachsenes Maple-Oberteil kann genau diesen Zweck erfüllen, wobei dies natürlich wieder enorme Anforderungen an die Materialselektion stellt. Das Gewicht von Vollholz-Oberteilen kann in diesem Zusammenhang durchaus ein Indikator für dessen Härte sein, muss es aber nicht. Letztlich ist es immer noch die Erfahrung und das Know-How des Cuemakers, einen Rohling zu erkennen, der positive Eigenschaften in das spätere Oberteil mit einbringen wird.</p>
<p>Was beim Thema Deflection allerdings immer gerne ausgespart wird, ist die Variable des Spielers. Deflection zu messen setzt ja immer auch einen konstanten Stoß voraus und zwar nicht nur von einem Spieler sondern auch in Vergleichbarkeit zwischen den Spielern. Da wird es in der Realität schon schwierig, da jeder Spieler ein wenig anders stößt und dies direkte Auswirkung auf das Deflectionsergebnis hat. Marginale Unterschiede im Anstellwinkel des Cues haben da schon gewaltige Auswirkungen. Hier gilt ganz klar „Cue flach halten“! Low-Deflection fängt in der Tat bei der eigenen Technik an.</p>
<p>Ich bin mir sicher, dass wir hier noch lange nicht am Ende der Erkenntnisse und Entwicklungen sind. Ich für meinen Teil werde das sehr interessiert beobachten und soweit ich kann, auch selbst weiter testen und experimentieren.</p>
<p><strong><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv3.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-2612" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv3.jpg" alt="" width="360" height="203" /></a>Jetzt käme das Ringwork (Zierring), können wir das auslassen oder gibt es hier auch entscheidende Veränderungen in den letzten Jahren die mehr als nur optischer Natur sind?</strong></p>
<p>Das kommt darauf an, was man als Zierring bezeichnet. Die Tatsache, dass man einen Ring um den OT-Ansatz als auch um den Joint legt, hat in erster Linie stabilisierende Gründe. Es gibt nun Bauweisen, in denen der „Zierring“ vielmehr der komplette Joint wird, was sicher dann eine Auswirkung auf die Spieleigenschaften hat. Ein Steeljoint hat sicher andere Eigenschaften als ein Phenolic- Elfenbein- oder Hartholzjoint. Allerdings kann man das schlecht pauschalisieren, da es immer darauf ankommt, in welchem Zusammenhang mit welchen anderen Komponenten sie wirken können. Hier alle Kombinationen zu beschreiben wäre unmöglich, zum einen weil ich noch nicht alle ausprobiert habe und zum anderen weil ich dann vermutlich 100 Seiten nur zu diesem Thema schreiben müsste.</p>
<p><strong>Mein Lieblingsthema ist die Verschraubung (Pin). Ich bevorzuge seit mehr als 20 Jahren eine in Holz Verschraubung mit 3/8&#215;10 Pin wie ich sie zum ersten mal bei einem McDermott Queue erlebt habe. Mittlerweile bin ich persönlich beim Radial Pin angekommen. Aber es gibt auch immer noch die klassischen Verschraubungen ala 5/16&#215;14 die meist in einer Metallhülse verschraubt werden. Was ist denn nun besser oder ist dies persönlicher Geschmack?</strong></p>
<p>Das ist sicher eine Frage der persönlichen Vorliebe. Es gibt gute und renommierte Cuemaker der einen oder der anderen Fraktion, die jeweils für sich entschieden haben, dass zu ihrer Art Cues zu bauen halt eher ein Big-Pin oder ein Feingewinde passt. Ich persönlich würde vielleicht sagen, dass es eine leichte Tendenz dazu gibt, dass der Big-Pin ein direkteres Feedback liefert und das Feingewinde etwas mehr Dynamik produziert, aber auch das ist keine absolute Regel und hängt von vielen anderen Faktoren der gesamten Konstruktion ab. Wichtig ist in erster Linie, dass die Verbindung sehr passgenau arbeitet und die beiden Teile des Cues möglichst homogen zusammenwirken lässt. Gut gemacht können das sicher beide Typen.</p>
<p><strong>Der Joint wäre der nächste Punkt. Was für mich gar nicht geht ist der Stahljoint. Ich mag ihn nicht, optisch wie auch von der Stoßrückmeldung ziemlich mittelmäßig. Wie ist Deine Meinung zu dem Thema?</strong></p>
<p>Auch hier muss ich wieder zu dem Punkt zurückkehren, dass es immer eine Frage des Gesamtpakets und der persönlichen Vorliebe ist. Gut umgesetzt kann ein Steel-Joint durchaus eine hochpräzise und sehr dynamische Verbindung sein, die sehr direkt Stoßenergie und somit auch Feedback transportiert. Schlecht gemacht eben nicht. Aber das gilt auch für alle anderen Arten des Joints. Und ob man das mag oder nicht, ist denke ich eine Frage der eigenen Erfahrungswerte die man mit der einen oder anderen Art von Cues gesammelt hat.</p>
<p><strong>Kommen wir zum Unterteil des Queue&#8217;s, und zwar zum sogenannten Forearm. Auch hier gibt es verschiedenste Hölzer die verbaut werden und das hat nicht nur optische Gründe. Richtig oder Falsch?</strong></p>
<p>Völlig richtig. Vieles vom sog. „Hit“ kommt aus dem Forearm. Unterschiedliche Hölzer haben unterschiedliche Eigenschaften, je nach Dichte, Härte und Elastizität. Das gilt für verschiedene Sorten, als auch für unterschiedliche Wüchse innerhalb derselben Sorte.</p>
<p>Man sagt grob gesehen, dass der Hit aus dem äußeren Holzmantel und die Skills aus dem Holzkern kommen. Daher neigen einige Cuemaker dazu, Ihre Forearme zu coren, um allen ähnliche Eigenschaften mit auf den Weg zu geben. Es gibt natürlich auch noch andere Gründe dafür einen Forearm zu coren, wie Gewichtskontrolle oder Schutz vor Verzug. Ich persönlich neige dazu, die Forearme massiv zu bauen, da ich Spaß an den unterschiedlichen Eigenschaften der verschiedenen Hölzer habe. Hölzer deren Eigenschaften ich für einen Forearm nicht für positiv halte, verbaue ich eben nicht. Aber bei mir soll sich ein Zircote-Cue halt spielen wie ein Zircote-Cue und ein Leopardwood, wie ein Leopardwood.</p>
<p><strong>Das Griffstück (Handle). Es gibt Leinengriffbänder, welche aus den verschiedensten Ledern und den nackten über lackierten Griffbandbereich. Ich denke dass dies wohl wirklich nur der persönliche Geschmack entscheidet. Aber welche Ledergriffbänder kannst Du denn besonders empfehlen (Haltbarkeit, Look and Feel)?</strong></p>
<p>Das Feeling ist natürlich wirklich rein subjektiv. Für die Anhänger der Lederwraps gilt das natürlich genauso. Ob ich nun ein möglichst softes Glattleder oder ein hartes Elepahnt oder womöglich ein möglichst strukturiertes Lizard gut finde ist reine Geschmackssache. Je nach Nutzung kann man aber davon ausgehen, dass man alle paar Jahre ein neues Leder braucht und das unabhängig von der Preisklasse. Leder ist ein Naturprodukt und es nutzt sich mit der Zeit ab. Verzichten würde ich vielleicht auf Leder die eine zu auffällige „Glossy“-Schicht aufgetragen haben, da diese am schnellsten verschleißt und es dann unregelmäßig aussieht. Prinzipiell sollte man beim Lederkauf darauf achten, dass man auf dem ganzen Stück eine gleichmäßige Höhe hat. Ist dies nicht der Fall, wird die Montage und vor allem das Kaschieren der Naht sehr schwierig. Professionelle Hersteller liefern da gute und gleichmäßige Qualität ab, die man bei irgendwelchen Schnäppchen vom Gerber um die Ecke eher weniger erwarten kann. Der Cuemaker Eures Vertrauens wird vernünftige Bezugsquellen haben. Wir natürlich auch…</p>
<div id="attachment_2613" class="wp-caption alignleft" style="width: 213px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv4.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-full wp-image-2613  " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv4.jpg" alt="" width="203" height="360" /></a><p class="wp-caption-text">Markus und seine Naturals II</p></div>
<p><strong>Über den Butt (Endstück) geht es über das Butt Cap zum Bumper. Der war vor 30 Jahren schon aus Gummi und ist wahrscheinlich der Teil des Queue&#8217;s der am wenigsten Beachtung bislang bekommen hat, oder</strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>In erster Linie soll der Bumper das Cue natürlich vor Beschädigungen beim Aufsetzen auf harten Untergrund schützen. Dafür hat vermutlich noch niemand etwas sinnvolleres erfunden. Aus optischen Gründen wird auch schon mal Bumperless gebaut und Gerüchten zufolge kann dies sogar ein wenig Auswirkungen auf den Sound haben, aber ich kann dazu nicht wirklich viel sagen. Interessanter ist der Bumper heutzutage als technische Vorrichtung um eine Extension anbringen zu können. Da gibt es mittlerweile durchaus gute und sinnvolle Lösungen, sowohl von Serien als auch von Customherstellern. Für die neue Charge der Naturals II gibt es das natürlich auch. <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Dann gibt es noch folgende Begriffe die immer wieder einmal im Raum stehen. Fullsplice, Plain Jane oder Sneaky Pete. Kannst Du diese Begriffe bitte nochmal kurz erläutern?</strong></p>
<p>Also ein Fullsplice sind zwei verschiedene Holzsorten die über eine gewisse Länge ineinander verkernt werden, klassischerweise mit 4 Points. Das ist eine sehr aufwändige Bauweise und dies so zu herzustellen, dass am Ende alle Points auch sauber, scharf, spitz und gleichmäßig werden ist eine hohe Kunst, die nur wenige Cuemaker wirklich perfekt beherrschen. Leider ist die Herstellung von Fullsplices für die Cuemaker auch wenig attraktiv geworden, da der Herstellungsaufwand selten im Verhältnis zum Verkaufserlös steht. Dies gilt vor allem für sog. Sneakie-Petes, also Fullsplice Cues die im Design an klassische Hauscues angelehnt sind. Das traditionelle Sneakie-Pete ist ein Zocker-Cue, das äußerlich wie ein Hauscue daherkommt, tatsächlich aber ein spielstarker 2-Teiler ist. Da aber selten jemand bereit ist, nennenswertes Geld für ein Hauscue-Design auszugeben, die Herstellung tatsächlich aber aufwändig und somit teuer ist, verliert es zunehmend an Attraktivität bei den Cuemakern. Die meisten kaufen die Fullsplices heute als fertige Blanks bei spezialisierten Herstellern ein und versuchen mit diversen Stilmitteln das Cue künstlich aufzuwerten. Das Ergebnis ist dann ein „Fancy“ Sneakie-Pete und ist erkennbar kein Hauscue mehr.</p>
<p>Eine Plaine-Jane ist ein Cue mit einem Forearm und einem Buttsleeve ohne Inlays oder Points und einem Griffband in der Handle-Section. Das gleiche als Wrapless mit Holzhandle nennt man Merry-Widow.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist das Gewicht eines Billardqueue&#8217;s aus Deiner Sicht?</strong></p>
<p>Durchaus wichtig. Viel wichtiger finde ich jedoch die richtige Verteilung des Gewichts und das geht weit über die reine Balance hinaus. Der Schwerpunkt ist eine Sache, die möglichst natürliche Verteilung des Gewichts über alle Ansatzstellen eine andere. Ich habe oft die Erfahrung gemacht, dass es für Spieler viel wichtiger war, dass sich das Cue natürlich in der Hand angefühlt hat, als die Frage ob es jetzt 18,5 oder 19,5oz hat.</p>
<p><strong>Auch die Jump Queue&#8217;s haben in den letzten Jahren eine beachtliche Entwicklung gemacht. Ich bin zwar ein ziemlich großer Gegner des Jump Shots aber ich musste was das angeht leider umdenken. Schuld daran ist Klaudio Kerec, wegen Ihm werde ich da wohl gehörig aufrüsten  <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_biggrin.gif' alt=':-D' class='wp-smiley' />  Erzähl uns was zum Jump Queue, was sind hier die Grundlegendsten Veränderungen der letzten Jahre?</strong></p>
<p>Jaja, der Klaudio… das kann er allerdings tödlich präzise. Wenn man sich überlegt, dass man vor gerade einmal gut 20 Jahren mit dem Jumpen angefangen hat, ist das noch eine sehr neue Disziplin im Cuemaking. Daher hat man in sehr kurzer Zeit sehr viel probiert und hatte auch einiges mehr an Möglichkeiten was die Materialauswahl anging als beispielweise bei Player-Oberteilen, da hier Haptik und Feedback nur eine untergeordnete Rolle spielen. Hinzu kommt, dass sich mit der Dart-Stroke Technik eine weitere Jumptechnik dazu addiert hat, die wiederum andere Ansprüche ans Material stellt. Zusammenfassen kann man denke ich sagen, dass sich für kurze Jumps sehr leichte Handles durchgesetzt haben, die für lange Jumps sinnvoller Weise mit einem schwereren Short-Butt ergänzt werden können. Die Oberteile sollten in erster Linie sehr hart sein. Eine große Rolle spielt das entsprechende Tip. Die alle Probleme beseitigende Allroundlösung scheint noch nicht gefunden zu sein. Je härter das Tip, desto besser die Kraftübertragung auf die Platte und desto leichter der Jump. Dummerweise geht dies in aller Regel einher mit einem entsprechenden Kontrollverlust. Tips die nicht ganz so glashart sind, bieten mehr Kontrolle, erfordern aber auch mehr Tempo und bringen bei extremeren Anforderungen wiederum dadurch Schwierigkeiten. Ich für meinen Teil behelfe mir mit einem Stick mit G10-Tip für sehr kurze Jumps und meinem Break-Jumper mit H4000 für mittlere und lange Jumps.</p>
<p><strong><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv5.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-full wp-image-2614" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/mv5.jpg" alt="" width="360" height="203" /></a>Das Breakqueue! Ein Materialbereich der in den letzten Jahren das gesamte Spiel aus meiner Sicht auf ein neues Level gebracht hat. Topspieler sind abhängig von Ihrem Break. Was empfiehlst Du, die Break Jump Variante oder das einteilige Break Queue?</strong></p>
<p>Das Break ist in der Tat bei den Top-Level Spielern der wichtigste Stoß geworden. Man kann hervorragende Break-Jump Kombinationen bauen, die sowohl das Break als auch mittlere und lange Jumps sehr gut beherrschen. Würde man versuchen, die kurzen Jumps auch noch mit einzubauen, müsste man Abstriche bei den Breakeigenschaften machen, da sich Materialanforderungen in diesen Bereichen zu sehr widersprechen. Prinzipiell gilt, je spezieller das Einsatzgebiet des Cues, desto besser und kompromissloser kann man es darauf abstimmen. Der beste Breaker wird also ein reiner Breaker sein, wobei man dies wie gesagt, durchaus mit langen und mittleren Jumps kombinieren kann. Was für einen persönlich die beste Wahl ist, hängt sehr vom eigenen Anspruch ab. Bin ich Top-Level Spieler oder schrecke ich einfach nicht davor zurück, viel Geld für viele spezialisierte Cues auszugeben und einen großen Köcher mit mir zu schleifen, dann sind sicher die Einzellösungen sinnvoll. Wenn nicht, dann gibt es sehr gute Break-Jumps die wirklich ganz ausgezeichnete Kompromisslösungen darstellen und mit denen man zumindest unter Normalbegabten keinen wirklichen Nachteil hat.</p>
<p><strong>Break/Jumpqueue‘s gibt es mittlerweile sehr sehr viele in allen Preisklassen, aber aus meiner Sicht ist es nur ein ziemlich schlechter Kompromiss. Ich hab bislang noch nix gescheites in die Finger bekommen. Wieso ist es so schwer ein Break/Jumpqueue zu bauen, das beide Anforderungen perfekt erfüllt?</strong></p>
<p>Ich spare mir mal die Ausführung von einigen technischen Details, die eher Nebenkriegsschauplätze sind und konzentriere mich mal auf ein paar wenige wesentliche Stellen. Zum einen ist da das Oberteil. Für die Überwindung sehr kurzer Jumpdistanzen sollte dies sehr, sehr hart sein. Eine Verkürzung und ein konischer Taper, vielleicht sogar ein alternatives OT-Material wären da sinnvoll. Dummerweise ist das für die Wirkungsentfaltung beim Break sehr hinderlich. Ein zu hartes und zu steifes OT entfaltet beim Break keinerlei Dynamik mehr, es ist tot. Ein weiteres Problem ist das Tip. Während ein gutes Breakcue eine gute Wirkungsentfaltung mit einem Maximum an Kontrolle verbinden sollte, muss ein Jumpcue, das auch sehr kurze Distanzen überwinden können sollte, ein Tip haben, dass extrem hart ist, was allerdings wiederum der Maximalen Kontrolle des Breaks im Weg steht. Daher habe zumindest ich persönlich es bislang nur geschafft, ein Break-Jump zu entwickeln, das hervorragend breakt und sehr gute Jump-Ergebniss für mittlere und lange Distanzen liefert. Natürlich gibt es Cues, die alles irgendwie können, aber sie machen immer Kompromisse in die eine oder andere Richtung.</p>
<p><strong>Eine etwas kompliziertere Frage. Viele Spieler leihen sich ein Predatorqueue mit 314/2er Oberteil um es Probe zu spielen. Sind anschließend total begeistert und bestellen sich für Ihr Spielqueue (kein Predator) ein 314/2er Oberteil. Dann schrauben Sie es auf Ihr Spielqueue und sind total enttäuscht, dass es sich anders spielt als das reine Predatorqueue. Wo liegt das Problem?</strong></p>
<p>Das eingangs erwähnte Problem, dass ein OT auch auf ein Unterteil abgestimmt sein muss, kann sicher hierfür ein Grund sein. Ein anderer Grund kann aber sicher auch darin liegen, dass Predator-Oberteile eine breite Streuung in ihrer Ausführungsqualität aufweisen. So sind verarbeitete Holzqualitäten innerhalb des Laminats oft sehr unterschiedlich und selbst die ab Werk angegebenen Diameter weichen oft weiter ab, als sie sollten. Ich habe bei baugleichen fabrikneuen Oberteilen Gewichtsunterschiede von über 1oz gewogen und es ist selbstverständlich, dass dies zu ganz unterschiedlichen Spielergebnissen führt.</p>
<p><strong>Zu welchen Eigenschaften eines Queue&#8217;s würdest Du einem blutigen Anfänger raten?</strong></p>
<p>Ein mittelhartes bis hartes Cue, nicht wirkungsüberzüchtet, gut kontrollierbar mit gutem Feedback und möglichst wenig Deflection, so dass ihm von vornherein beigebracht wird, dass man für die gewünschte Wirkung auch sauber stoßen muss und er sich direkt an die natürlichen Treffpunkte gewöhnt, ohne sich mit der Frage zu beschäftigen, wie viel Effetkorrektur er nun einplanen muss.</p>
<p><strong>Viele glauben, dass Sie durch ein sehr kostspieliges Custom Cue schnell besser werden. Sicher wird es heute z.B. durch ein 314er Oberteil ein wenig einfacher das Spiel zu lernen, aber es kann nie Fleiß und Ehrgeiz ersetzen. Deine Meinung dazu!</strong></p>
<p>Beim Billard spielt sich viel im Kopf ab. Selbstvertrauen ist sehr wichtig im Spiel und man sollte das entsprechende Zutrauen in sein Material haben. Der eine hat dies in ein 50 Euro Cue, ein anderer braucht dazu ein weitaus kostspieligeres Custom. Neben der Frage, ob es sich tatsächlich um ein taugliches Cue mit guten Eigenschaften handelt, kommt es maßgeblich darauf an, ob der Spieler ihm vertraut und es zu nutzen weiß. Was das 314ner angeht, so denke ich nicht, dass es einem das Erlernen der richtigen Technik erleichtert, eher im Gegenteil. Es wird einem Anfänger erleichtern, Wirkungsbälle spielen zu können, da es diese Wirkung auch noch bei weniger sauber ausgeführten Stößen produziert, aber das führt letztlich nicht dazu, dass der Spieler sich technisch wirklich entwickelt. Ein härteres Cue, das ihn zum sauberen Arbeiten zwingt, ist sicherlich für seine technische Entwicklung förderlicher, neben dem richtigen Trainingsehrgeiz natürlich. Das 314ner hat ganz unbestreitbar seine Qualitäten, aber ich würde es dann doch eher Spielern empfehlen, die technisch sehr fortgeschritten und vor allem sehr stabil sind.</p>
<p><strong>Glaubst Du das viele Anfänger zu viel Zeit mit dem Material als mit dem Spiel an sich verbringen?</strong></p>
<p>Ja und nein. Ich denke, man sollte sich von vornherein eine Ausrüstung zulegen, die einem später auch nicht im Stich lässt und es lohnt sicher, dafür ein wenig Recherche zu betreiben. Dies kann auch mit kleinem Geld funktionieren. Ich behaupte mal, man kann sich mit 300 bis 350 Euro vollständig konkurrenzfähig ausrüsten. Wenn man das jedoch einmal getan hat, sollte man sich auf sein Spiel und sein Training konzentrieren. Es gibt viele traurige Beispiele von ewig Suchenden, die schon fast eine Zwangsneurose in Bezug auf das nicht optimale Cue entwickelt haben und die ihr eigenes Unvermögen prinzipiell mit unzureichendem Material erklären. Das ist natürlich alles andere als sinnvoll.</p>
<div id="attachment_2615" class="wp-caption alignleft" style="width: 424px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/naturalsII.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-full wp-image-2615    " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/naturalsII.jpg" alt="" width="414" height="277" /></a><p class="wp-caption-text">Naturals II v.l.n.r. East Indian Rosewood, Olivewood, Figured Purpleheart, Goncalo Alves, Katalox, Zircote, Birdseye-Maple AAA, Cocobolo AAA</p></div>
<p><strong>Die Firma Kamui bietet seit einiger Zeit ihre eigene Kreide an. Ein Stück Kreide das es uns erlaubt mit nur einmal Kreiden bis zu 40 Stöße zu machen. Allerdings bin ich skeptisch das es das ist was die Spieler wollen. Das Kreiden ist viel zu sehr in unseren Stoßrhythmus integriert und für mich vor einem Stoß nicht mehr wegzudenken. Deine Meinung dazu!</strong></p>
<p>Ich denke, das ist alles Gewohnheitssache. Man kann sich auch an einen neuen Rhythmus gewöhnen, wenn das Sinn macht. Ich denke aber auch, man kann mit einer herkömmlichen Kreide problemlos ein Dutzend Stöße machen, ohne dabei abzurutschen und trotzdem kreiden wir nach jedem oder jedem zweiten Stoß, zumindest die meisten von uns. Die Tatsache, dass ich mit einer Kreide dann möglicherweise theoretisch 3 mal weniger Kreiden müsste, rechtfertigt in meinen Augen in keiner Weise eine Verzehnfachung des Preises gemessen am bisher teuersten Stück und gar eine annähernde Verhundertfachung, wenn ich den guten alten Master Großpack zugrunde lege. Es müssen also noch andere erhebliche Faktoren dazukommen, um das auch nur annähernd zu rechtfertigen. Die geschickt lancierten angeblichen Eigenschaften, wie bessere Effetübertragung und selteneres Abrutschen könnten ja in diese Richtung gehen. Allerdings fällt mir dazu ein, dass Abrutschen nahezu ausschließlich auf technische Fehler zurückzuführen ist. Was die Effetübertragung angeht, so kann man daran glauben oder nicht. Angenommen das wäre tatsächlich so, würde ich mich erstens fragen, ob ich dies überhaupt haben will, da ich eigentlich hier bislang keinen Mangel feststellen konnte und als Mensch der ein wenig von Cuemaking und LD-Faktoren versteht, würde ich mich weiterhin fragen, ob eine verlängerte Kontaktzeit auf dem Spielball, auch wenn dies nur im Millisekundenbereich stattfindet, nicht unweigerlich zu erhöhter Deflection führen muss. Eine Deflectionsvermindernde Eigenschaft kann ich nach meinem Wissensstand zumindest ausschließen. Was man zweifelsohne einräumen muss, ist, dass die Kamui-Kreide weniger Blueing am Shaft hinterlässt. Am Ende bleibt es natürlich jedem selbst überlassen, aber ich persönlich halte das für eine geschickte und vermutlich sogar erfolgreiche Produktveredelungsstrategie, mit sehr fraglichem Nutzen für den Spieler.</p>
<p><strong>Wieso haben die meisten Spieler ein anderes Empfinden dafür was ein gutes Queue ist, ich meine es gibt tatsächlich Topspieler die absolut nix mit den Top Cuemakern anfangen können. Gibt es da eine Erklärung für?</strong></p>
<p>Wie der Latainer sagt, „quod capitas, quod mensis“ oder wie wir in Köln sagen würden „jeder Jeck is anders“. Manche Spieler sind in der Lage sich innerhalb einer halben Stunde auf ein neues Cue einzustellen und andere bekommen die Krise und treffen keinen Ball mehr, wenn Du die Balance ihres Cues um 1/10 inch veränderst oder ihnen eine Pommeranze montierst, die geringfügig vom Gewohnten abweicht. Es gibt völlig unterschiedliche Techniken, unterschiedliche Lerntypen, unterschiedliche Charaktere und unterschiedliche Gewohnheiten. Je nach dem auf welchem Cue ein Spieler gelernt hat, hat er sein Spiel auf dieses Cue hin abgestimmt. Es gibt Leute, die können schnell umlernen, andere brauche viel Zeit dafür und wieder andere können das gar nicht. Und das gilt für Spieler aller Spielstärken.</p>
<p><strong>Welche Serienqueue’s kannst Du aufgrund Ihrer Spieleigenschaften empfehlen?</strong></p>
<p>Man muss da sehr vorsichtig sein, denn zum einen entwickeln sich Marken von Zeit zu Zeit immer mal wieder überraschend weiter, bei denen man schon gar nicht mehr damit gerechnet hat und zum anderen hängt es natürlich immer von den persönlichen Bedürfnissen des Spielers ab, der den Cue nachher spielen soll. Ich kann z.B. Mezz uneingeschränkt empfehlen, was Verarbeitung, Spielqualität und Variabilität angeht. Pechauer hat sehr klassische und sehr gute Spieleigenschaften, gepaart mit einer hervorragenden Verarbeitung und Joss bietet gute Playability und klassisches Design für überschaubares Geld. Sehr viel Design für recht wenig Geld bekommst Du bei Lucasi und neuerdings auch LD-Shafts, wohingegen Poison eher für ungewöhnliches Design steht. Predator ist sicher der Marktführer für Leute die wirkungsfreudige LD-Cues suchen, McDermott bietet viel Cue für die Liebhaber des eher softeren Hits und wer einen soliden satten Hit sucht ist bei Viking richtig. Wirklich schlechte Marken gibt es eigentlich nicht mehr, die verschwinden vom Markt. Es gibt nur Marken mit unterschiedlichen Ausprägungen und Schwerpunkten.</p>
<p><strong>Was sind für Dich die wichtigsten Materialerrungenschaften der letzten Jahre?</strong></p>
<p>Ohje, das is ne harte Frage… Ich glaube die größte Errungenschaft ist gar nicht an einzelnen Gimmicks fest zu machen, sondern liegt eher darin, dass die gesamte Cuemaking-Szene einen großen Schritt nach vorne in Richtung Qualität gemacht hat. Jeder ernstzunehmende Cuemaker, der sich heute noch am Markt behauptet, liefert gute Arbeit. Das war nicht immer so und ich denke, das liegt in der Transparenz der Szene begründet, die wir heute im global vernetzten Zeitalter, international besetzter Foren und ambitioniert betriebener Blogs erleben. Die Szene hat sich stark internationalisiert und jeder lernt von jedem.</p>
<div id="attachment_2616" class="wp-caption alignleft" style="width: 356px"><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/naturalsII0.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="size-full wp-image-2616   " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/11/naturalsII0.jpg" alt="" width="346" height="518" /></a><p class="wp-caption-text">Naturals II v.l.n.r. East Indian Rosewood, Olivewood, Figured Purpleheart, Goncalo Alves, Katalox, Zircote, Birdseye-Maple AAA, Cocobolo AAA</p></div>
<p><strong>Wie sieht Dein perfektes Queue vom Aufbau her aus? Vom Leder bis zum Griffband.</strong></p>
<p>Die Suche nach dem perfekten Cue begleitet jeden Cuemaker -oder bei mir Konstrukteur- wohl sein Leben lang. Letztlich hängt auch dies immer vom Einzelfall ab. Jedes Detail spielt in das nächste herein. Ich bin Holz-Fan. Mein perfektes Cue wäre also wahrscheinlich eine Plain-Jane. Ich denke es hätte im Ober- und Unterteil je ein halbes inch Überlänge. Das OT wäre ein extrem dichtes, sehr hartes und leicht mineralisches Vollholz-OT mit einer Hohlbohrung, einer kurzen Ferrule aus einem hochpolierfähigem, harten und dennoch leichtem Material, einem Mischtaper mit größeren Protaperanteilen, so knapp unter 13mm. Mittelhartes, formstabiles Leder mit einem trockenen Hit. Das Holz fürs UT ist Utopie. Irgendwas völlig abgefahren extrem stark gemasertes, das trotzdem hart und stabil genug ist um es uncored zu bauen und das einen harten, direkten und schwingungsarmen Hit abliefert. So ein Holz gibt es leider nicht. Ich bevorzuge 3/8&#215;10-Pins und kurze Mantel-Joints aus Phenolic. Dezentes aber schönes Ringwork an ABCD, kein Buttcap, flacher Bumper mit Extension. Lizard-Print. Fertig. Wenn wirs gebaut haben, sag ich Bescheid… <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Viele Serien Queuehersteller wie z.B. Mezz erreichen mittlerweile annähernd das Niveau der besten Custom Cue Maker. Siehst Du das ähnlich oder wird das Custom Cue immer einen gewissen Vorteil haben?</strong></p>
<p>Custom bedeutet ja eigentlich „für den Kunden gemacht“, auch wenn wir heute dazu neigen alles als Custom zu bezeichnen, was nicht wirklich 1 zu 1 reproduzierbar seriell gefertigt wird. Ein Custom trägt also somit den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden in besonderem Maße Rechnung und hat darüber hinaus immer den Nimbus des Einzigartigen. Das kann ein Seriencue natürlich nicht leisten, ganz gleich wie gut es ist. Was Seriencues leisten können, ist ein enorm starkes Niveau an Playability und Verarbeitungsqualität zu erreichen und die besten hierunter brauchen den Vergleich zu guten Custom-Makern sicher nicht zu scheuen.</p>
<p><strong>Was sind Deine/Eure weiteren Projekte? Geht es weiter für Dich mit Queuebau oder in eine ganz andere Richtung?</strong></p>
<p>Ich muss gestehen, dass meine Zeit mich kreativen Projekten und Erprobungen zu widmen durch den Handel etwas eingeschränkt wird. Man darf nicht vergessen, dass ich außerdem noch Gastwirt und Familienvater bin. Ganz sicher ist aber, dass ich die Finger nicht vom Cuemaking lassen werde, solange ich noch das Gefühl habe, etwas Sinnvolles und Gutes konzipieren zu können. Derzeit habe ich mit den Naturals II, dem Concept B/J und dem Concept-Jumper die Cues auf dem Markt, die das wiedergeben, was ich zu planen im Stande bin. Wenn ich irgendwann wieder genug gelernt habe um neue Ideen zu entwickeln, wird es vermutlich die Naturals III geben. Auch denke ich noch über einen reinen Breaker nach. Insofern ich Dave dazu bewegen kann, werden wir auch noch mal die eine oder andere Miniserie mit Cuemakern machen, die uns interessieren.</p>
<p><strong>Nenne uns doch mal Deine bevorzugten Tools für die Queue Reinigung und dem bearbeiten der Pomeranzen!</strong></p>
<p>Was die Pommeranze angeht, so bin ich einer der Leute, die fast nie trimmen. Eine gute Pommeranze bleibt in Form. Ich habe ein Bowtie 3 in 1 Tip-Tool im Köcher für alle Fälle, finde aber auch den Sandman praktisch. Was die Reinigung von Oberteilen angeht, so kann ich nur sagen, dass jedes Reinigungsmittel, das es wirklich schafft, starke Verschmutzungen vom Holz zu nehmen, auch Substanz wegnimmt. Ich rate daher, nach jedem Spiel oder Satz mit einem Microfasertuch das Oberteil zu säubern und es mit einem Poliertuch ab und an so heiß zu polieren wie irgend möglich. Das verschließt die Poren und wirkt Schmutzabweisend. Man sollte sich einfach bemühen, so wenig wie möglich Schmutz durch das Holz aufnehmen zu lassen. Wenn er erst mal da ist und sich festgesetzt hat, kriegt man ihn ohne Substanzverlust nicht mehr runter.</p>
<p><strong>Ein Blick in die Zukunft. Du hast doch sicherlich einen sehr guten Überblick was die großen Queue Hersteller so planen. Was wird uns neues erwarten?</strong></p>
<p>Ich denke im Moment ist das große Rennen um die besten LD-Shafts voll im Gange. Techniken und Qualitäten werden sich im Laufe der Zeit annähern. Geld verdienen können die Großen sicherlich im Segment der Spezialcues, wie Breaker und Jumper und vielleicht sogar wieder mal Masse-Cues. Hier wird auch nach wie vor die große Spielwiese für neue Materialien sein.</p>
<p><strong>Wer sind für Dich die wichtigsten Cuemaker Weltweit. Welche waren und sind Richtungsweisend?</strong></p>
<p>Das ist eine Frage, die ich unmöglich beantworten kann. Es gibt so viele Cuemaker die wirklich Top-Cues machen und gemacht haben, dass es ungerechtfertigt wäre, einzelne zu nennen, während ich andere hinten runter fallen lasse. Außerdem bin ich kein Fachmann für die großen alten Klassiker. Es gibt bei den Amerikanern sicher alte Seilschaften und Schulen, aber letztlich haben die Leute, die heute moderne, gute Cues machen sich auch woanders umgesehen, um das zu tun, was sie heute tun. Wie schon einmal gesagt, ich denke, dass die Szene heutzutage von der Szene lernt, ganz global und erstaunlich transparent. Es gibt natürlich Cuemaker deren Arbeit ich heute sehr schätze. In Deutschland sind dies neben Oliver Stops natürlich, der meine Naturals produziert, auch Andreas Hartmann, Cem, Andreas Sure und Christian Bocklage, die ich mit Interesse als quasi junge Wilde Garde sehr gerne beobachte. In den Staaten bin ich ein großer Freund von Keith Josey, Bryan Mordt, Ariel Carmeli, Brent Hartmann, Cory Barnhart, Leon Sly, Steve Klein, Bryan Fisher und Darrin Hill. Aber da gibt es hüben wie drüben noch eine große Reihe mehr guter Leute…</p>
<p><strong>Und zu guter Letzt bitte ein Statement zu Sixpockets.de!</strong></p>
<p>Ich muss Dich zu einem gut gemachten, liebevoll betriebenen und sehr informativen Blog beglückwünschen! Er bietet einiges an Information, das man sonst vergebens sucht. Generell denke ich, kann auch im Billard in solchen Blogs eine Menge Potential abseits der offiziellen Strukturen stecken. Ich freu mich auf jeden Fall das es ihn gibt und wünsche noch jede Menge Traffic!</p>
<p><strong>Danke für das ausführliche Interview und weiterhin viel Erfolg!</strong></p>
<p>Sollte jemand auf den Geschmack gekommen sein die Naturals II zu testen oder vielleicht mit dem Gedanken spielen seine Ausrüstung zu erweitern, dem empfehle ich den Online Shop von Dave Heijboer und Markus Vogt <a href="http://www.doubledavecues.com/catalog/index.php" target="_blank" class="liexternal">DoubleDaveCues</a> &#8230;</p>
<p>Im <a href="http://www.billard-aktuell.de/index.php" target="_blank" class="liexternal">Billard Aktuell Forum</a> ist Markus ebenfalls sehr aktiv und steht allen Usern mit Rat und Tat zur Seite&#8230;</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<item>
		<title>Interview mit Alexander Stritt (Sportphysiotherapeut der Pool Billard Nationalmannschaft)</title>
		<link>http://www.sixpockets.de/2011/08/interview-mit-alexander-stritt-sportphysiotherapeut-der-pool-billard-nationalmannschaft/</link>
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		<pubDate>Mon, 01 Aug 2011 07:01:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Scholl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Stritt]]></category>
		<category><![CDATA[DBU]]></category>
		<category><![CDATA[Sportphysiotherapeut]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich hatte die Möglichkeit mit Alexander Stritt, dem Sportphysiotherapeut der deutschen Pool Billard Nationalmannschaft und des Bayerischen Billardverbandes, ein Gespräch zu führen und Ihn mit einigen Fragen auf den Zahn zu fühlen. Vielen wird der Name sicherlich noch aus der letzten Ausgabe des Touch Magazins bekannt sein. Passt Pool Billard und die Sportphysiotherapie zusammen? Lest<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="http://www.sixpockets.de/2011/08/interview-mit-alexander-stritt-sportphysiotherapeut-der-pool-billard-nationalmannschaft/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_2073" class="wp-caption alignleft" style="width: 209px"><img class="size-full wp-image-2073" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Stritt-Alexander_s.jpg" alt="" width="199" height="300" /><p class="wp-caption-text">Alexander Stritt</p></div>
<p>Ich hatte die Möglichkeit mit <strong>Alexander Stritt</strong>, dem Sportphysiotherapeut der deutschen Pool Billard Nationalmannschaft und des Bayerischen Billardverbandes, ein Gespräch zu führen und Ihn mit einigen Fragen auf den Zahn zu fühlen. Vielen wird der Name sicherlich noch aus der letzten Ausgabe des Touch Magazins bekannt sein. Passt Pool Billard und die Sportphysiotherapie zusammen? Lest selbst….viel Spaß!</p>
<p>Am Ende des Interviews findet Ihr weitere Fakten über Alexander Stritt sowie sämtliche Informationen über sein Tätigkeitsfeld und alle Kontaktmöglichkeiten!</p>
<p><strong>Erzähl uns doch bitte etwas über Deinen Pool Billard Werdegang!</strong></p>
<p>Alexander: Damals, als ich 15/16 war, gab es in meiner Lieblingskneipe einen Billardtisch. Auf diesem Tisch habe ich meine ersten Kneipenbillarderfahrungen machen dürfen, bis ich dann über ein Pokerturnier damals in dem zweiten Verein bei uns in der Stadt zum Sport Billard gekommen bin. Ich habe gefragt ob ich mitspielen darf, nachdem ich aus dem Pokerturnier ausgeschieden bin, und ab dann gab es für mich kein zurück. <span id="more-2072"></span>Anschließend habe ich aus personellen Gründen den Verein gewechselt und spiele jetzt beim BC 93 Neumarkt (<a href="http://www.bc93neumarkt.de/" target="_blank" class="liexternal">BC 93 Neumarkt</a>). Da ich ein sehr zielstrebiger Mensch bin, habe ich dann auch sehr früh bei der Billardtrainerin Ursula Reith vom Billardverein in Herzogenaurach Trainingsstunden genossen, was mein Spiel sehr geprägt hat und ohne diese Person würde ich jetzt wahrscheinlich wesentlich schlechter spielen. Naja, auf einmal war dann ein TRASS Lehrgang in Herzogenaurach und da war es für mich klar dass ich auch Anfängern das Billardspielen beibringen möchte. Auf diesem TRASS Lehrgang hat auch mein Koordinationsprogramm seine Wurzeln, darüber habe ich mich mit dem Bundestrainer Andreas Huber, ich glaube es war weit nach 1h morgens, unterhalten.</p>
<p><strong>Was verbindet Dich als Physiotherapeut mit Pool Billard und was waren die Gründe Dich mehr zu engagieren?</strong></p>
<p>Alexander: Das ist sehr leicht zu beantworten: Ich möchte durch mein Physiotherapeutisches Wirken dem Sport Billard etwas zurückgeben. Das ist mein größter Antrieb. Billard gibt mir so viel. Es ist unglaublich&#8230;ich habe so viele Lebenserfahrungen machen dürfen die in Zusammenhang mit Billard stehen, das es mittlerweile ein Teil von mir ist. Es hat meine Persönlichkeit sehr geprägt. Außerdem konnte ich es gar nicht fassen, das mir jeder mit dem ich darüber gesprochen hatte, gesagt hat: Physiotherapie? Billard? Gibt es nicht!! Ab dann wollte ich etwas ändern, da ich es sehr spannend finde etwas Neues zu wagen und mich in unbekanntes Terrain zu wagen. Natürlich auch das Ziel, das Letzte aus Sportlern mit meiner Arbeit herauskitzeln zu können.</p>
<p><strong>Konntest Du selber als Spieler bei Dir feststellen dass es körperlich nach gewisser Zeit einige Blockaden geben kann?</strong></p>
<p>Alexander: Das ist sehr schwierig, da ich auf einem Niveau spiele wo so ziemlich alles egal ist und wo von Konstanz keine Rede ist, kann ich daraus keine Lehren ziehen. Das einzige was ich sagen kann ist das mir nach vielem Training der Oberarm schon etwas lahm war. Was ich aber immer gemerkt habe wenn  ICH trainiert habe, dass ich im KOPF sehr ausgepowert war. Natürlich bin ich als Spezialist für Bewegungen und Koordination sehr aufmerksam mit meinem Körper und kann weiter denken bei Bewegungen als andere Billardspieler. Aufgrund der Haltung kann ich daraus Schlüsse ziehen, was gut ist und was eher schadet.</p>
<p><strong>Ab welchem Niveau wird Deiner Meinung nach Pool Billard zum Sport?</strong></p>
<p>Alexander: Ab welchem Niveau ist Fußball Sport? Merkst Du was? Billard IST SPORT und wird nicht zum Sport, nur weil man zehnmal hintereinander ein Rack ausschießen kann. Es kommt halt immer drauf an was man macht. Sobald ein Spieler den Autoschlüssel umdreht um ins Vereinsheim zu fahren, ist er beim Sport! Egal ob blutiger Anfänger dem man die Bockhand erklären muss oder der Vollprofi.</p>
<p><strong>Du wurdest bei der letzten EM in Brandenburg als Physio den Teilnehmern zur Seite gestellt. Wie war die Reaktion der Aktiven auf das was Du tust?</strong></p>
<p>Alexander: Ich war sehr überrascht wie gut meine Person (was auch immer ein Aspekt ist wenn man in eine Mannschaft integriert wird) und meine Arbeit als PT aufgenommen wurde. Ich würde aus der reinen Sicht der Akzeptanz ein positives Fazit aus der EM 2011 ziehen. Es gab einige Sportler die ich während des Turnieres ständig behandeln durfte/musste und es gab Sportler die ich gar nicht behandelt habe, entweder weil sie keine Probleme hatten die ein PT lösen kann, oder weil sie es einfach nicht wollten. Auch diesen Punkt kann ich nur zu gut verstehen, da eine EM kein Spielplatz für Experimente ist und es durchaus sein kann das eine physiotherapeutische Behandlung den Körper komplett aus dem Rhythmus bringen kann. Das zeigt aber auch wie weit die Sportler denken. Davor habe ich größten Respekt.</p>
<div id="attachment_2074" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2074 " src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Ralph-Eckert.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Alexander mit Ralph Eckert</p></div>
<p><strong>Wo zwickt es z.B. einen Ralf Souquet nach einem langen Turniertag? Oder unterliegst Du da der Schweigepflicht <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  </strong></p>
<p>Alexander: In dem Punkt unterliege ich der Schweigepflicht. Generell kann man aber sagen dass die Probleme genauso unterschiedlich sind wie der Spielstil eines Sportlers.</p>
<p><strong>Ich bin davon überzeugt dass ein Physiotherapeut im Spitzensportbereich absolut unverzichtbar ist, allerdings werden viele Leute jetzt das Gefühl haben das Du nur aus einem Grund installiert wurdest, um das Ansehen nach Außen professioneller wirken zu lassen. Wie denkst Du darüber?</strong></p>
<p>Alexander: Natürlich hat die Installation (was für ein Wort) eines PT nach außen hin einen sehr professionellen Eindruck. DEN WIR ABER AUCH BRAUCHEN!! Wir sind Sport, kein körperlicher (im Sinne von Schwitzen aufgrund von körperlicher Arbeit) aber ein mentaler und deswegen ist ein PT so wichtig.</p>
<p>Wenn ich mir ansehe wie viele Anfragen ich bezüglich Physiotherapie bei der diesjährigen EM hatte dann beantwortet sich diese Frage von allein ob ein PT notwendig ist oder nicht. Ich bin mir über eines sicher: Hätte jedes Team auf der EM einen Physiotherapeuten gehabt, müssten wir die Ranglisten jetzt umschreiben.</p>
<p>Durch meine Arbeit  sollen die Spieler vollkommen mental beim Spiel sein und sich keine Gedanken machen über ihren körperlichen Zustand. Ein abschweifen von Gedanken hin zu körperlichen Problemen alla: „Mist jetzt tut mir gleich wieder mein Rücken weh.“ kosten während oder vor dem Stoß Lochqualität, da bin ich mir extrem sicher. Wenn man bedenkt das auf diesem Niveau JEDER VERSCHOSSENNE BALL über Sieg oder Niederlage entscheiden kann, versteht man auch warum Physiotherapeutische Betreuung so wichtig ist in unserem Sport. Alle Gedanken beim Spiel, kein Gedanke an körperliche Probleme oder zumindest die Gewissheit dass nach dem Spiel diese Probleme gefixt werden können.</p>
<p><strong>Wie reagiert Dein privates Umfeld auf Deine Tätigkeit innerhalb der DBU?</strong></p>
<p>Alexander: Die Reaktionen sind alle sehr positiv. Was anderes hätte ich von meiner Familie auch nicht erwartet <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><strong>Pool Billard IST Amateur Sport. Die meisten die Dein Angebot  wahrnehmen kommen sicher zu Dir weil sie sich irgendwelche Beschwerden auf der Arbeit geholt haben und weniger am Trainingstisch. Aber das ist Dir sicher bewusst!?</strong></p>
<p>Alexander: Absolut mischen sich diese beiden Formen. Aber wenn ich ein Problem beheben kann was von PC Arbeit kommt und dieser Spieler dann sicherer spielt ist das genauso viel wert, als wenn man einen Profi behandelt, wo die Probleme WIRKLICH vom Billard kommen.</p>
<p><strong>Ich beobachte ständig dass viele Spieler nicht wirklich stabil am Tisch stehen und deutliche Probleme mit dem Gleichgewicht haben. Wo könnte das Problem liegen?</strong></p>
<p>Alexander: Das kann alle möglichen Ursachen haben, hier sollte ein erfahrener Trainer sich das Problem mal genauer anschauen und wenn es körperliche Probleme sind (Schmerzen, Bewegungseinschränkungen, Beinlängendifferenzen etc.)  dann ggf. einen PT hinzuziehen. Denn auch dies hilft das Training noch effektiver zu gestalten wenn keine körperlichen Probleme das Training behindern.</p>
<p>Oder anders gesagt mit den Worten unseres Bundespudels: „Du stehst erst mal gut wenn du dich selber nicht dabei verletzt, du keinen anderen dabei verletzt und du nicht von selber umfällst. Kannst du dann noch den Queue halten ist der Stand schon mal gar nicht verkehrt“. <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>So blöd dieser Satz klingt, er hat so viel Wahres in sich….</p>
<p><strong>Dieses Problem tritt vermehrt in den ersten Minuten eines Wettkampfes auf, spielt hier die Psyche eine Rolle oder wo könnte das Problem liegen?</strong></p>
<p>Alexander: Mir ist es aktuell nicht bewusst dass in den ersten Minuten eines Wettkampfes Probleme mit dem Gleichgewicht auftreten. Aber natürlich sinkt die Koordinationsfähigkeit aufgrund von Stresshormonen (Glukokortikoide). Dies legt sich aber wie wir alle wissen meistens wenn wir im Spiel „drin“ sind. Eine gesunde Ausschüttung von Stresshormonen ist sogar förderlich für die Konzentration und man bleibt fokussiert während des Spieles.</p>
<div id="attachment_2075" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2075" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Ralf-Souquet-.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Alexander mit Ralf &quot;The Kaiser&quot; Souquet</p></div>
<p><strong>Erzähl uns doch bitte etwas über das Stabilisationstraining und wurde dies erschaffen speziell für Pool Billard Spieler?</strong></p>
<p>Alexander: Das Stabilisationstraining wird auf einer labilen Unterlage (Gelkissen oder Pezziball oder mehreren Pezzibällen gleichzeitig) durchgeführt. Es dient dazu die feinen Microbewegungen die der Körper erzeugt um das Gleichgewicht halten zu können noch weiter zu minimieren und dann durch das Training auf ein Mindestmaß zu reduzieren. Mit Hilfe dieses Koordinationsprogrammes verbessern wir die sogenannte Feinst Koordination, welches die letzte, langwierigste  und am schwersten ausbaufähige Koordinationsstufe darstellt, (teilweise arbeiten Sportler Ihre ganze Karriere nur daran die Feinst Koordination zu verbessern). Da die Sportler mit denen wir arbeiten natürlich alle koordinationsmäßig schon sehr gut sind, birgt das ausbauen dieser Feinst Koordination ein hohes Potenzial im Billardsport. Dieses Koordinationstraining bringt einen gefestigteren Stand ohne „störende“ Microbewegungen. Dadurch ist es möglich im Spitzenbillard einen noch genaueren Punkt an der Kugel zu treffen-&gt; mehr Wirkung bei gleichbleibendem Krafteinsatz. Auch dient das Koordinationstraining dazu Seinen Körper zu „erleben“, den Körper zu „spüren“ und ihn „gezielt“ zu Steuern. Und wie wir alle wissen ist das in jeder Sportart von immenser Wichtigkeit. Besonders in unserem Sport wo ja Genauigkeit die halbe Miete ist.</p>
<p>Man kann das Koordinationstraining, natürlich auf alle Sportarten übertragen, aber ich habe dieses so modifiziert das es genau den Bedürfnissen und Anforderungen der Billardspieler entspricht, hierbei steht besonders die Ganzkörperkoordination und die Körpererfahrbarkeit  im Fokus des Trainings.</p>
<p>Allgemein könnte man auch sagen es geht um die gezielte Erhöhung des Tonus im Körper (Tonus= Spannung).</p>
<p><strong>Wie wichtig ist es für Pool Spieler Koordination und Gleichgewicht bewusst zu Schulen bzw. zu trainieren? Was kannst Du empfehlen!</strong></p>
<p>Alexander: Meiner Meinung nach macht es, egal in welcher Sportart auch immer, Sinn Koordinationstraining zu betreiben da dies sogar in einem gewissen Maße prophylaktisch gegen Verletzungen wirkt. In den unteren Ligen macht es keinen Sinn, die Koordinationsfähigkeit mit Hilfe dieses Programmes zu schulen, da dort ganz andere Probleme Einzug halten, die in dieser Klasse wesentlich mehr zum erfolgreichen Spiel beitragen als ein gezieltes Koordinationstraining mittels Pezziball. Im Bereich  Billard kann man jedoch feststellen das nach einem einmonatigen durchgeführten Koordinationsprogramm schon merkliche Unterschiede in der Körperspannung bemerkbar sind, was natürlich auch Auswirkungen auf das Spiel hat. Und hiermit meine ich besonders die  Stoßqualität. Außerdem ist das Billardunabhängig: Wer koordinativ sehr gut in dem Sport ist den er ausübt wird auch immer erfolgreicher sein, als jemand der seinen Körper kaum spürt.</p>
<p><strong>Wie wichtig ist es für einen Spieler sich ein wenig aufzuwärmen, oder können wir das komplett vernachlässigen?</strong></p>
<p>Alexander: Das körperliche aufwärmen (im Sinne von Schwitzen) kann aus der jetzigen Sportmedizinischen und Sportphysiotherapeutischer Sicht vernachlässigt werden, da wir beim Billardspiel genau das körperlich abrufen was tausende Stunden zuvor schon trainiert worden ist.</p>
<p>Allerdings kann man davon ausgehen das natürlich auch in diesem Punkt Verbesserungspotenzial besteht. Aktuell sind wir am ausarbeiten eines Aufwärmprogrammes für Billardspieler, dies ist aber noch nicht reif, das man darüber Empfehlungen geben kann.</p>
<p>Anders ist die mentale Vorbereitung, diese ist von IMMENSER WICHTIGKEIT, um optimal Fokussiert in ein Match/Turnier starten zu können. Da hat aber jeder Sportler seine eigenen Methoden. Wer zu diesem Punkt mehr wissen möchte den verweise ich zu unserem Kader und Sportpsychologen, der in diesem Punkt bestimmt mehr weiß als ich. -&gt; Kontaktperson: Andreas Huber (Bundestrainer Pool)</p>
<p><strong>Viele Turniersieger der letzten Monate scheinen Körperlich nicht auf der Höhe zu sein, was ja bedeuten müsste dass man auch ohne gute Physis erfolgreich sein kann! Deine Meinung dazu!</strong></p>
<p>Alexander: Das kann ich leider nicht beurteilen ob die körperlich auf der Höhe waren oder auch nicht. Uns bleibt nur zu spekulieren, und das ist ganz dünnes Eis! Alles geht auch ohne, die Frage ist nur: Wie wäre es mit? Und eines ist klar: Wer ein hochkarätiges Turnier gewinnt der ist schon auf einem sehr sehr hohen Fitnesslevel, dies ist mal keine Frage. Frag doch mal Spieler…diese sind meistens schon nach einem einzigen Spieltag innerlich total leer. Und jetzt stellst du dir vor wie es mit dem doppelten bis 3 fachen innerlichen Druck ist und verdoppelst die Spiele. Dann hast du die ungefähre Belastung eines Profis. Die sind alle viel fitter wie wir meinen. Natürlich auch mental! Deswegen ist es auch so wichtig neben dem Billard einen Ausdauersport zu betreiben. GLA 1 (Grundlagenausdauertraining) Denn wenn der Keller stabil ist steht das Haus im Sturm,  auch wenn der Schornstein aus Pappe ist! Dieses Training der Grundlagenausdauer findet übrigens auch im bayrischen Kadertraining statt und bildet die Grundlage für die körperlichen Belastungen im Billardsport!</p>
<div id="attachment_2076" class="wp-caption alignright" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2076" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/1.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">...bei der Arbeit!</p></div>
<p><strong>Jeder weiß das am nach einem langen Pool Billard Tag alles nicht mehr so rund läuft, aber die wichtigsten Matches kommen noch. Was muss ich tun um halbwegs wieder in Schwung zu kommen?</strong></p>
<p>Alexander: Wenn es körperliche Probleme sein sollten: Wenn zwischen den Matches etwas Zeit ist dann ist eine Vorwettkampfmassage wie ich meine zumindest für die  körperlichen Ermüdungserscheinungen sinnvoll, um die Muskelspannung hoch zu halten und ggf. Überlastungserscheinungen abzufangen. Wenn es im mentalen Bereich Schwierigkeiten geben sollte dann ist wieder unser Sportpsychologe der erste Ansprechpartner!</p>
<p>Und das allerwichtigste: Natürlich ist eine vollkommene „Austrainiertheit“ des Sportlers GRUNDVORRAUSSETZUNG für ein gutes Turnier oder Wettkampf. Ist der Sportler nicht austrainiert hilft natürlich auch keine PT und kein Psychodoktor…man muss einfach mehr trainieren. Wir alle suchen immer nach ausreden für unser schlechtes Spiel, Nervosität, Unkonzentriertheit etc., kaufen Trainer ein für teures Geld. Nur die Disziplin uns am Tisch den ganzen Tag mit nur einer Übung zu beschäftigen und RICHTIG an seinen Schwächen zu arbeiten (das ist nämlich extrem frustrierend) bringen die wenigsten auf.</p>
<p><strong>Was sind die gängigsten Überlastungssyndrome eines Pool Spielers?</strong></p>
<p>Alexander: Auch diese Frage muss ich leider offen lassen, da es keine allgemein gültigen speziellen Überlastungssyndrome gibt. Diese sind so unterschiedlich wie der Mensch selber. Grundsätzlich gilt jedoch in einem langen Turnier oder in einem sehr langen anstrengenden Match, das die Probleme mit denen man sonst auch zu kämpfen hat, das diese Probleme in den Vordergrund rücken, da der Körper unter Hochspannung steht. Und wenn da nicht alles passt, kommen die altbekannten Probleme die man vor dem Turnier/Match nicht gespürt hat wieder ans Tageslicht. So war es zum Beispiel auch auf der diesjährigen EM. Ich hatte vor allem an lange bekannten Problemen zu arbeiten.</p>
<p><strong>Als Aktiver mit mehr als 25 Jahren Erfahrung wird mir immer mehr bewusst wie wichtig es ist körperlich auf sich acht zu geben. Welcher Verschleiß stellt sich zuerst ein und wie kann ich gezielt dagegen Steuern?</strong></p>
<p>Alexander: Auch das ist sehr unterschiedlich, und kann nicht allgemein beantwortet werden. Aber grundsätzliche extreme Anforderungen werden an folgende Körperregionen gestellt:</p>
<p>Halswirbelsäule: Durch die extreme Streckung entsteht hoher Gelenkdruck in den Wirbelgelenken.</p>
<p>Brustwirbelsäule: Wer hier nicht in die Aufrichtung mobil ist, bürgt der Halswirbelsäule noch mehr Gelenkdruck auf, da die Halswirbelsäule die fehlende Beweglichkeit in der Brustwirbelsäule übernehmen muss!</p>
<p>Lendenwirbelsäule: Willst du diesen Bereich ruinieren? Spiele Billard! Nein so schlimm ist es nicht, aber durch den auftretenden Hebel natürlich auch sehr belastend, wenn man bedenkt dass bereits bei 20cm Körpervorneigung im Stand mehrere hundert Kilo auf die Bandscheiben ausgeübt werden!</p>
<p>Auch im Schwungarm kann es zu einer Reizung der langen Bizepssehnen kommen da der Schwungarm permanent gestreckt ist. Dies ist jedoch sehr selten der Fall. Außerdem natürlich auch der untere Bereich, (Knie, Hüfte, Füße) der durch das lange statische stehen und viele viele andere Faktoren (Hüftrotation z.B) belastet wird. Hier kann ich auf die Touch Ausgabe Nr. 8 verweisen. In der Kolumne von Andreas Huber wird auch auf dieses Thema ausführlich eingegangen.</p>
<p><strong>Wieso reagiert der Körper so extrem auf Druck und psychische Belastung im Sport?</strong></p>
<p>Alexander: Weil man jede Faser seines Körpers anspannt, und somit die körperlichen „Zipperlein“ schneller zum Vorschein kommen als wenn man mit seinem Hund spazieren geht. Man nennt solchen Druck und Belastung im Sport wo Stresshormone ausgeschüttet werden auch: „Fight and Flight Situations“. Wie erwähnt, wenn in solchen Situationen nicht alles passt merkt man wo man seine körperlichen Defizite hat. Wenn du mit einem hochgezüchteten Rennwagen auf der Nordschleife Vollgas fahren möchtest kommt es auf jede Schraube an und auf den Mechaniker. In dem Fall ist der Mechaniker der die Schraube festzieht halt der Physiotherapeut einer Mannschaft.</p>
<p><strong>Du bietest Kognitiv Koordinatives Training an. Als ich das las fiel mir in diesem Zusammenhang folgendes Zitat ein:“ Das Gehirn ist der wichtigste Muskel “! Geht es dabei eher um Motorik und Wahrnehmung oder die menschliche Psyche?</strong></p>
<p>Alexander: Es geht um die Schulung der Feinst Koordination, den Körper zu spüren. Ihn zu erfahren und Ihn gezielt zu steuern. Der Körper ist das Sportgerät…..wenn du dein Sportgerät nicht beherrschst wirst du niemals mit diesem Höchstleistungen vollbringen können. Hierbei geht es überhaupt nicht um die Psyche!!  Es ist und deswegen steht der Begriff kognitiv, eine Schulung zwischen dem Gehirn und der Muskulatur. Diese Verbindung optimieren wir mit dem Koordinationsprogramm. Durch die starke Konzentration bei diesem Programm schulen wir auch die gezielte Fokussierung auf etwas. Deswegen ist man nach einer Stunde Koordinationstraining auch immer etwas Kopfmüde. Es ist Training mit Hirn wie ich es immer formuliere! Ein Negativbeispiel mit Training ohne Hirn ist Gerätetraining. Denn hier ist keine besonders hohe Gehirnleistung erforderlich. Dies ist  übrigens auch der Grund warum es schnell langweilig wird <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<div id="attachment_2077" class="wp-caption alignleft" style="width: 330px"><img class="size-full wp-image-2077" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Tankred-Volkmer.jpg" alt="" width="320" height="180" /><p class="wp-caption-text">Alexander mit Tankred Volkmer</p></div>
<p><strong>Wie sieht für Dich die optimale Wettkampfvorbereitung aus, mal abgesehen von einer sehr guten Ernährung und genügend Schlaf?</strong></p>
<p>Alexander: Die optimale Wettkampfvorbereitung ist vor allem dadurch gekennzeichnet, dass der Sportler auf ein bestimmtes Ereignis /Wettkampf/Turnier/Meisterschaften hin absolut austrainiert ist. Körperlich viel gearbeitet hat, (Training im Grundlagenausdauerbereich) und auch natürlich am Tisch in der Vorbereitung gezielt mit einem Trainer an den Schwächen trainiert hat. Ist dies erfolgt, ist das für mich gezielte Wettkampfvorbereitung. Was jetzt genau im Einzelnen individuell geschehen muss das ist auch hier wieder von Sportler zu Sportler unterschiedlich.</p>
<p><strong>Welche Sportarten kannst Du empfehlen und warum?  Extremem Kraftsport wirst Du sicherlich nicht empfehlen!</strong></p>
<p>Alexander: Die einfachste Frage: Touch Nr. 9 aufblättern, Seite 124 aufschlagen und alles von vorne bis hinten lesen und für gut befinden <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' />  Mehr ist dazu nicht zu sagen!</p>
<p><strong>Wenn Du Dir Trainingsgrundlagen im Pool Billard genau anschaust, gibt es da was von dem Du denkst das es nicht gesund sein kann auf Dauer?</strong></p>
<p>Alexander: Nein. Mir ist noch nichts Negatives aufgefallen.</p>
<p><strong>Welcher Körperbereich ist der am meisten beanspruchte eines Pool Spielers?</strong></p>
<p>Alexander: Definitiv die Wirbelsäule, besonders hier die Halswirbelsäule und die Lendenwirbelsäule und das Beckengelenk (ISG).</p>
<p><strong>Das Break beim Pool Billard ist der explosivste Bewegungsablauf in einem Match, siehst Du dort irgendwelche Gefahren?</strong></p>
<p>Alexander: Das ist sehr abhängig wie viel“ Körper“ eingesetzt wird. Ich kenne zumindest einen Spieler bei dem dieses zu Problemen geführt hat. Es ist eine sehr individuelle Sache und kann aus der Ferne nicht beurteilt werden. Wenn jedoch Probleme auftreten die es nur beim Break gibt, dann sollte man natürlich daran arbeiten mit einem PT und Trainer das Problem aus der Welt zu schaffen.</p>
<p><strong>Ein wichtiges Thema für mich als Trainer und Spieler ist das Schuhwerk. Kaum  jemand macht sich darüber Gedanken. Hauptsache Schick ist das Motto von fast allen. Ich denke dass dies ein enorm wichtiger Punkt ist. Wie denkst Du darüber und was empfiehlst Du?</strong></p>
<p>Alexander: Ich sehe das Schuhwerk als einen sehr wichtigen Punkt an, den man spart ja (zumindest ich) auch nicht an den Reifen eines Autos! Ich empfehle hier richtige SPORTSCHUHE die auch an den Fuß des Sportlers passen. Hier ist eine Mischung aus Dämpfung und Stabilität gefordert. Zuviel Dämpfung lässt den Stand schwammig werden und zu viel Stabilität (Härte) geht zu Lasten der Gelenke. Der MIX macht es. Über Schuhe die bis über den Knöchel reichen (wie im Boxsport) sind evtl. zu empfehlen, leider gibt es da noch keine Erfahrungen von Sportlern die solche Schuhe beim Billardspielen getragen haben , da Sportschuhe im Boxstil sehr rar sind und auch lange nicht ins Reglement gepasst haben.</p>
<p><strong>Viele Deutsche Nachwuchsspieler die von Kindesbeinen an trainiert wurden wirken nach außen hin wie Roboter. Ist das nicht sehr unnatürlich und womöglich auch ungesund?</strong></p>
<p>Alexander: Aus therapeutischer Sicht, und nur so sehe ich dieses Thema, ist wie ich finde auch für den Körper ein gesunder Mix aus Roboter und Feeling am Tisch das Beste. Ich persönlich finde die Mitte zwischen dem Technikleitbild der DBU und dem Spielstil der Philippinos (rudern) durchaus als sehr effektiv. Denn manche Bälle muss man einfach so reinschießen wie man sich dabei wohl fühlt….ob man da jetzt ein wenig rudert ist Zweitrangig, solange man in einer GERADEN den Queue nach vorne durchbeschleunigt (und das machen alle Philippinos!!) ist alles okay.</p>
<p>Allerdings ist es so das statisches Billard mehr den Körper fordert (Haltearbeit) als ein reiner Philippino Stil. Beides hat körperliche Vor- und Nachteile.</p>
<p>Eines muss man jedoch festhalten, diese Spieler die so „Robotermäßig“ spielen gehören auch zu den erfolgreichsten Billardsportlern!</p>
<p>Natürlich werde ich mich als Therapeut nie in die Arbeit eins qualifizierten Trainers einmischen, denn wenn ein PT einem Trainer erzählt wie er einen zukünftigen Profi an den Tisch stellt, dann ist das in etwa so als ob der Trainer mir sagt wie ich Schmerzen in der Lendenwirbelsäule behandeln muss!</p>
<p>Denn jeder Hochleistungssport fordert den Körper über das gesunde Maß hinaus. Hochleistungssport ist nicht gesund, der Körper wird dem Sport untergeordnet. Und damit das lange Zeit gut geht kommen natürlich wir PT´s ins Spiel, um auftretende Probleme gleich wieder zu beheben.</p>
<div id="attachment_2078" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2078" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Dominic-Jentsch.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">Alexander mit dem amtierenden 8 Ball Europameister Dominic Jentsch</p></div>
<p><strong>Es gibt wohl kaum komplexere Bewegungsabläufe als im Pool Billard! Teilst Du diese Meinung?</strong></p>
<p>Alexander: Naja, es gibt durchaus Sportarten bei denen es auch auf jeden Millimeter ankommt (Darts, Bogenschießen z.B.) Aber Billard ist in der Kategorie Auge/Handkoordination mit Abstand das anspruchsvollste was man so machen kann!</p>
<p><strong>Und zu guter Letzt bitte ein Statement zu Sixpockets.de!</strong></p>
<p>Alexander: Durch deine Seite bin ich immer über Turniere gerade weltweit immer auf dem Laufenden. Das ist echt genial…..ich habe diese Seite als RSS abonniert, da sie mir seit Beginn an wertvolle Informationen bietet. Auch optisch ist die Seite für meinen Geschmack genial:</p>
<p>Aufgeräumt, übersichtlich, tolle Schrift und sehr Web 2.0 designt. LOVE IT!!</p>
<p><strong>Ein paar freie Worte für dich und ein Abschluss Satz:</strong></p>
<p>Ich möchte mich besonders bei meinem Billardverein BC 93 Neumarkt bedanken, für die vielen tollen Erfahrungen an und neben dem Tisch. Außerdem ein großes Danke an folgende Personen die mir im Billard besonders nahe stehen:</p>
<p>Ursula Reith</p>
<p>Das gesamte TOP Team vom BBV</p>
<p>und meiner ganzen Familie</p>
<p>„The greatest pleasure in Life is doing what people say you cannot do!!</p>
<p><strong>Ich Danke Dir für das Interview und wünsche Dir alles Gute für Deine weiteren Aufgaben!</strong></p>
<p><span style="text-decoration: underline;"><strong>Fakten und Kontaktinformationen Alexander Stritt</strong></span></p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Praxisadresse:</span><br />
Physiotherapie Beratzhausen<br />
Alexander Stritt<br />
Herzog-Albrechtstr. 15<br />
93176 Beratzhausen</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Kontaktdaten:</span><br />
praxis@physio-as.net<br />
Tel. 015122900895 (Handy)<br />
Tel. 09493/9516414 (Praxis)<br />
Physiotherapeut<br />
Masseur/med. Bademeister<br />
Sportphysiotherapeut des VPT´s<br />
Dorn Therapeut<br />
Kinesio Taping Instructor<br />
Kiefergelenkstherapeut<br />
Lymphdrainage Therapeut</p>
<p><strong>Facebookgruppe:</strong> <a href="http://www.facebook.com/group.php?gid=136173656400057" target="_blank" class="liexternal">&#8220;Mehr Physiotherapeutische Betreuung im Billardsport&#8221;</a> &#8211; hier kann man Alexander quasi &#8220;On Air&#8221; ansprechen <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Berufliche Spezialisierung:</span><br />
Kniegelenk<br />
Kiefergelenk<br />
Kognitiv Koordinatives Training mit dem Pezziball<br />
Stabilisationstraining<br />
Prävention<br />
Sportphysiotherapie</p>
<p>Sportphysiotherapeutische Tätigkeit:<br />
Sportphysiotherapeut der deutschen Billard Nationalmannschaft<br />
Sportphysiotherapeut des Bayrischen Billard Verbandes<br />
Zuständig für die Kadereingangsuntersuchungen im Jugendkader des bayrischen Billardverbandes</p>
<p>Leiter der motorischen Grundausbildung im Koordinativ kognitivem Training des Bayrischen Billardverbandes.</p>
<div id="attachment_2079" class="wp-caption alignright" style="width: 510px"><span style="text-decoration: underline;"><img class="size-full wp-image-2079" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Gesamte-nationalmannschaft.jpg" alt="" width="500" height="281" /></span><p class="wp-caption-text">Die gesamte Nationalmannschaft</p></div>
<p><span style="text-decoration: underline;">Trainerscheine:</span><br />
VDNOWAS Nordic Walking Trainer<br />
Trainerassistent im Billardsport</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Dies hier ist mein Angebot für alle in der Billard Area gelisteten Spieler:</span><br />
<strong>1. </strong>Alle Mitglieder, Trainer und Funktionäre Ihres Vereins erhalten 20% auf alle Leistungen in meiner Praxis. (Tape Verbände, Kinesio Tape, Koordinationstraining und natürlich Krankengymnastik, Massagen und Lymphdrainagen.)<br />
<strong>2.</strong> bei akuten Dingen wie Verletzungen etc. biete ich Ihnen einen Sofort Service an, d.h. das man am gleichen Tag bei mir in der Praxis noch einen Termin bekommt. Egal zur welcher Uhrzeit. Auch nach den allgemeinen Öffnungszeiten.<br />
<strong>3. </strong>Falls gewünscht bin ich in kritischen Situationen bei Ihnen im Verein, um die Sportler aktiv zu begleiten.<br />
<strong>4.</strong> Ich berate und betreue alle Ihre aktiven Sportler, in jeglichen Gesundheitsfragen wie zum Beispiel in der Frage ab wann der Sportler wieder einsatzbereit ist ohne das Folgekomplikationen entstehen.<br />
Natürlich ist es bei uns auch möglich ganz normal sich über ein Kassenrezept behandeln zu lassen, auch hier gilt meine sofortige Terminzusage sofern das Mitglied das an der Anmeldung/ im Telefonat erwähnt.</p>
<div id="attachment_2084" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><img class="size-full wp-image-2084" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/07/Nils-Feijen.jpg" alt="" width="300" height="225" /><p class="wp-caption-text">...und hier mit &quot;The Terminator&quot; Nils Feijen</p></div>
]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Ingo Lamberti (Landessportwart des BLMR)</title>
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		<pubDate>Fri, 04 Mar 2011 10:08:31 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Scholl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ingo Lamberti]]></category>
		<category><![CDATA[Landessportwart]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich freue mich das ich Ingo Lamberti mal ein wenig &#8220;kritisch&#8221; befragen durfte. Wir kennen uns schon etliche Jahre und wurden zusammen auch schon Deutscher Mannschaftsmeister Heute ist er Landessportwart des BLMR (Billard Landesverband Mittleres Rheinland) und für mich ist er sowas wie ein &#8220;Hoffnungsschimmer&#8221; für den Verband. Mit Ihm verbinde ich folgende Attribute. Zielstrebig,<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="http://www.sixpockets.de/2011/03/interview-mit-ingo-lamberti-landessportwart-des-blmr/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div id="attachment_1356" class="wp-caption alignleft" style="width: 231px"><img class="size-full wp-image-1356" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_1.jpg" alt="" width="221" height="300" /><p class="wp-caption-text">Ingo Lamberti (Landessportwart BLMR)</p></div>
<p>Ich freue mich das ich <strong>Ingo Lamberti</strong> mal ein wenig &#8220;kritisch&#8221; befragen durfte. Wir kennen uns schon etliche Jahre und wurden zusammen auch schon Deutscher Mannschaftsmeister <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Heute ist er Landessportwart des BLMR (Billard Landesverband Mittleres Rheinland) und für mich ist er sowas wie ein &#8220;Hoffnungsschimmer&#8221; für den Verband. Mit Ihm verbinde ich folgende Attribute. Zielstrebig, Ehrgeizig, Zuverlässig, Fachkundig&#8230;und vorallem hat er viele sehr gute Anregungen und Ideen für den Billardsport in Deutschland! Aber lest selbst, viel Spaß dabei&#8230;..</p>
<p><strong>Erzähl ein wenig was über Deinen sportlichen Werdegang und Deine Funktionärslaufbahn (Dein Alter, wie lange Du dabei bist, deine Vereine, deine Erfolge, deine Funktionärstätigkeiten etc…alles was dir wichtig erscheint um dich vorzustellen).</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Das ist ja mal direkt eine Frage die Seiten füllen könnte <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich versuche das Wichtigste mal aufzuzählen. Geboren wurde ich am 08.05.1963 in Erkelenz. Mein 1. Billardverein war der BC 71 Erkelenz, ein Karambolverein. Von 1981 bis etwa 1985 war ich da aktiv und genoss eine gute Dreibandausbildung incl. Trainer. Dann kam ich durch meinen Freundeskreis zum Pool. Im Jahr 1986 haben wir dann den Verein PSG 1986 Erkelenz e.V. gegründet. Dieser existierte bis 1997 und war bzw. ist bis Heute der erfolgreichste Poolbillard Verein der Stadt Erkelenz. Größter Erfolg war 1995 der Aufstieg in die 2. Bundesliga und der Titel Deutscher Meister Pokalmannschaft. 1996 wurde die 1. Mannschaft dann Deutscher Vize-Bundesmeister in der 2. Bundesliga und hätte fast den Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse geschafft. Nach der Vereinsauflösung wechselte ich für 2 Jahre bis 1999 zu meinem Sportwart-Ausbilder Werner Ertel zum PBC Rot-Gelb Stolberg (heute Aachen).</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;">Auch da schaffte ich mit der 1. Mannschaft<span id="more-1346"></span> den Oberligaaufstieg. Dann folgte ich einem Angebot der BF 94 Eilendorf, bei denen ich bis 2006 aktiv war und auch dort den Aufstieg zum Oberligaverein miterlebte. Ab Sommer 2006 bin ich dann an meinem Ziel angekommen und bin seit dem aktiv beim BC Alsdorf. Einer der wohl bekanntesten und erfolgreichsten Vereine in Deutschland. Seit 1975 hat der BC Alsdorf einen Namen in der Billardszene.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Meine persönlichen wichtigen Erfolge sind schnell erzählt</strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
1994 DM Herren 8-Ball – 9. Platz<br />
1995 DM Pokalmannschaft – 1. Platz – kam allerdings als 5. Mann nicht zum Einsatz<br />
1995 DM Damenländerpokal – 1. Platz – als Damenwart des PBVRW<br />
1997 VM Herren 9-Ball – 1. Platz (Finale gegen Armin Pesch)<br />
1997 Eurotour Deutschland – Startplatz gewonnen durch 1. Platz bei Qualiturnier<br />
2004 VM Senioren 8-Ball – 2. Platz (Finale gegen Rudi Zick)<br />
2007 VM Senioren 8-Ball Pokal – 2. Platz (Finale gegen Rudi Zick)<br />
2009 VM Senioren 9-Ball – 2. Platz (Finale gegen Armin Pesch)<br />
2011 VM Senioren 8-Ball – 2. Platz (Finale gegen Rudi Zick)<br />
Dazu kommen natürlich noch einige kleinere Turniersiege.</p>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Als Funktionär gab es auch einige Stationen</strong><br />
Sportwart PSG 1986 Erkelenz von 1986-1997<br />
1. Vorsitzender PSG 1986 Erkelenz von 1993-1997<br />
Von 1990 bis 1995 war ich im Vorstand des PBVRW tätig.<br />
Unter anderem 4 Jahre als Damenwart, 2. Geschäftsführer und 2. Sportwart (die linke und rechte Hand von Werner Ertel)<br />
Schiedsrichterobmann im PBVRW<br />
Präsident des Landesschiedsgericht des damaligen PBLNW<br />
Sportwart BC Alsdorf seit 13.07.2008<br />
Landessportwart des BLMR seit 23.04.2010</p>
<p style="padding-left: 30px;">Für besondere Verdienste um den Billardsport, wurde mir am 23.08.2008 vom PBVRW die bronzene Ehrennadel verliehen.</p>
<p><strong>Du bist nicht nur Funktionär eines großen Landesverbandes sondern auch Mitglied in einem der renommiertesten Vereine Bundesweit (BC Alsdorf), dort spielst Du derzeit aktiv in der Oberliga und bist bekannt für das Ausrichten sehr gut „ablaufender“ Turniere. Wie schaffst Du es all dies zu vereinen?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Die Arbeit als Sportwart in Alsdorf ist eigentlich halb so schlimm. Es wird zwar viel getan und sieht auch vielleicht nach viel Arbeit aus, aber wenn jemand dieses Sportwarte-Gen im Blut hat, dann erledigt sich das meiste mit Links. Anspruchsvoller ist auf jeden Fall der Job als Landessportwart. Da schauen dir schon sehr viele Leute auf die Finger und du darfst dir keine Fehler leisten. Solch ein Amt von einer Sportwarte-Ikone wie Werner Ertel zu übernehmen, erzeugt schon einen gewissen Druck. Das 1. Jahr habe ich jetzt fast geschafft und bin ganz zufrieden bisher. Natürlich gibt es Zeiten wo alles etwas eng wird. Dann steht ein Turnier in Alsdorf an, die Ausschreibungen zur Landesmeisterschaft müssen fertig werden, und der nächste Oberligaspieltag steht an. Aber es klappt bisher alles einwandfrei, abgesehen von meiner Leistung in der 1. Mannschaft <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  die aber nichts mit meiner Funktionärstätigkeit zu tun hat. Ich trainiere und spiele Turniere wie schon seit vielen Jahren nicht mehr.</li>
</ul>
<p style="padding-left: 30px;"><strong>Da wir uns schon sehr lange kennen weiß ich das Du vor Jahren schon mal einen Anlauf als Funktionär genommen hast, wieso hat es damals nicht geklappt?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Wie oben erwähnt habe ich neben der Vereinsarbeit auch einige Verbandsarbeit verrichtet in den Jahren 90-95. Als noch junger engagierter Spieler Funktionär zu werden ist nicht immer ganz einfach. In meinen Augen sind die Funktionäre, die noch an vorderster Front kämpfen, eigentlich die besseren Funktionäre. Sie sind immer live dabei, ob bei den Mannschafts- oder Einzelwettbewerben. Sie erleben alles hautnah und bekommen alle positiven wie negativen Vorkommnisse mit. Das aber war damals ein großes Problem im PBVRW. Ich bin da sehr oft angeeckt bei den „Alten Hasen“. Da war das Generationenproblem einfach zu groß. Mittlerweile hat sich das etwas gebessert und ich habe Hoffnung das es auch in Zukunft so bleibt bzw. sich noch mehr reguliert.</li>
</ul>
<p><strong>Viele derzeit aktive Funktionäre mussten ja praktisch in das Amt „gedrängt“ werden, war es bei Dir auch so oder wolltest Du es unbedingt antreten?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Bisher musste ich noch nie in ein Amt gedrängt werden. Ich war immer in der glücklichen Lage mir aussuchen zu können was ich machen möchte. Dein angesprochenes Problem ist mir aber bekannt. Leider gibt es zu wenige Sportler die neben ihrem Hobby Poolbillard auch noch als Funktionär ihre Freizeit opfern wollen. Dazu kommt das Problem, wenn es Mitglieder- oder Delegiertenversammlungen gibt, schicken die Vereine oder Verbände nie die passenden Leute. Oft muss unter den Anwesenden einer gefunden werden, oder der Posten bleibt unbesetzt. Da passiert es oft dass jemand einen Posten übernimmt, für den er eigentlich nicht der Richtige ist. Funktionär sein ist ein Hobby wie jedes andere auch, und nur wenn mir mein Hobby Spaß macht, bin ich auch in der Lage als Funktionär gute Arbeit zu leisten.</li>
</ul>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1367" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_2.jpg" alt="" width="300" height="200" />Jetzt bist Du Landesportwart des BLMR, wie wichtig ist dir dieses Amt und was willst Du erreichen? </strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Ich bin froh dieses Amt übernommen zu haben. Mir ist dieser Posten sehr wichtig. Einer meiner Hintergründe war auf jeden Fall die Aussicht etwas verbessern zu können. Nach fast einem Jahr stelle ich fest, dass ich diesen Job noch etwas länger machen muss, wenn ich alle meine Vorstellungen halbwegs realisieren will. Ganz wichtig ist mir ein geregelter und Problemloser Spielbetrieb in unserer Oberliga. Dazu kommen die Landesmeisterschaften. Mein nächstes Ziel soll ein Angebot im Einzelwettbewerb sein, das sich über große Teile der Saison hinzieht. Momentan gibt es ja nur die zwei Wochenenden LM im Einzel. Zufrieden werde ich erst sein wenn es Jahr für Jahr reibungslos läuft und die große Masse mit allem zufrieden ist. Das ich es nie jedem Recht machen kann ist mir vollkommen klar.<br />
Des Weiteren ist es mir noch ein Dorn im Auge das meine beiden Bezirksverbände PBVRW und PBVM so unterschiedliche Strukturen und Einstellungen haben. Aber die beiden Bezirksverbände näher zu bringen ist nicht ganz einfach. Es kann also gut sein das ich noch einige Jahre Amtszeit brauche um einige meiner gesteckten Ziele zu erreichen <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Den großen Vorteil den ich dabei habe ist, dass ich in keinem der beiden Verbände Funktionär bin und dadurch nicht alles mitbekomme und deswegen einiges etwas neutraler sehe.</li>
</ul>
<p><strong>Du bist in die Fußstapfen von Werner Ertel getreten, ist Dir dass Anfangs schwer gefallen? Immerhin hat Werner gut 30 Jahre Erfahrung was die Funktionärsarbeit angeht.</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Florian, alles was einfach ist kann doch jeder <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Ich habe allergrößten Respekt vor Werners Arbeit. Ihm habe ich sehr viel zu verdanken. Schon in vergangenen Jahren habe ich immer versucht mir alle guten Eigenschaften von Werner anzueignen. Die schlechten habe ich ihm gelassen <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Ich werde zwar nie seine Erfahrungen machen können, aber denke schon dass ich in fachlichen Dingen mithalten kann. Außerdem steht Werner mir seit über 25 Jahren immer noch mit Rat und Tat zur Seite wenn es mal irgendwo kneift.</li>
</ul>
<p><strong>Hast Du Ambitionen auf Bundesebene?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Absolut Nein! Es gab Anfang der 90er mal die Idee bei der DBU einen neuen Posten ins Leben zu rufen. Bundesturnierwart. Damals war ich für diesen Posten vorgeschlagen worden und hätte den auch gerne ausgeführt. Leider wurden diese Pläne dann wieder über Bord geworfen. In der heutigen Zeit reizt mich der Posten des Bundessportwartes absolut nicht. Ich bin der Meinung das die DBU diesen Posten zur Zeit gut besetzt hat. Roland Gruß ist ein Funktionär mit viel Erfahrung und ganz wichtigen Kontakten zur Basis. Den sollte ein Funktionär nie verlieren. Ich habe eigentlich relativ oft Kontakt mit Roland und komme sehr gut mit ihm aus. Es ergeben sich immer gute und konstruktive Gespräche.</li>
</ul>
<p><strong>Ich skizziere mal das weit verbreitete Bild eines typischen Pool Billard Funktionärs in Deutschland. Ehrenamtler ohne Motivation, unprofessionell, geringes Fachwissen, weit weg von den aktiven der sich meist als was Besseres sieht! Was muss sich ändern um dieses Bild zu erneuern? Sollte es mehr hauptberufliche Funktionäre geben?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Diese Frage kann ich so nicht gelten lassen. Das ist ganz sicher nicht das typische Bild eines Funktionärs. Ganz klar, es gibt sehr viele unmotivierte die sehr weit von den Aktiven entfernt sind. Mit Sicherheit gibt es auch viele denen es an Fachwissen mangelt. Die große Masse versucht aber für die Tausenden Billardspieler ihre Arbeit vernünftig zu machen. Leider zu 99% Ehrenamtlich. Ich würde sofort dafür appellieren wenn es teilweise Hauptberufliche Funktionäre gäbe. Die könnten sich dann auch den ganzen Tag mit unserem Sport beschäftigen und würden nicht immer täglich von ihrem Job abgelenkt <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p><strong>Wo steht der Landesverband BLMR sportlich derzeit Deiner Meinung nach im Vergleich zu anderen Verbänden?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Wir stehen ganz klar im oberen Drittel Bundesweit. Egal ob Mannschaftswettbewerbe oder im Einzel. Der Medaillenspiegel der DM 2010 zeigte ganz deutlich dass wir zu den Top 3 Landesverbänden gehören. Wenn man berücksichtigt das wir in Deutschland 15 LV haben, und so wie es aussieht nächste Saison zwei von acht Bundesligamannschaften stellen, dann kann man sehr zufrieden sein. Obwohl diese Leistung zum größten Teil bei den gut geführten Vereinen liegt. Fakt ist aber auch, wir könnten noch viel besser abschneiden. Leider spielen viele Starke Spieler keine Einzelwettbewerbe.</li>
</ul>
<p><strong>Fast alle Topspieler des BLMR verzichten mittlerweile auf Teilnahmen an den Einzelmeisterschaften, was bedeutet dass Sie sich nicht für die DM qualifizieren können. Woran liegt das aus Deiner Sicht und es sollte Dir doch wichtig sein das die besten Deines Landesverbandes auch spielen? </strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Gut das ich es in der vorigen Frage am Ende noch erwähnt habe <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Das ist ebenfalls ein Teil meiner Aufgabe als Landessportwart. Zur Zeit erarbeite ich ein Konzept durch das ich genau diese Sportler erreichen will. Als Landesportwart kann es nicht befriedigend sein mit der 2. oder 3. Garnitur zur DM zu fahren. Leider bin ich da auf die beiden Bezirksverbände angewiesen. Meine Präsidiumsmitglieder gehören diesen beiden Verbänden an und entscheiden was passiert und was nicht passiert. Alleine kann ich absolut nichts ausrichten. Diese Problematik haben aber ausnahmslos alle Landesverbände. Darum greift mein Konzept von ganz unten bis zur DM. Es beinhaltet eine deutliche Aufwertung der Landesmeisterschaft und der Deutschen Meisterschaft. Diese muss auch ganz dringend passieren, sonst spielen auf einer DM demnächst nur noch Idealisten die sich so eine DM leisten können, und das ist dann allenfalls noch die 3. Garnitur.<br />
Durch zahlreiche Gespräche mit unseren Spitzensportlern im BLMR habe ich mir deutliche Tendenzen aufzeigen lassen. Die für mich weitest reichende Aussage kam von Klaudio Kerec, Bundesligaspieler (Gelbe 1 Wuppertal)<br />
Er zählte mir auf an wie vielen Sonntagen er spielen müsste um dann in einer Disziplin in Bad Wildungen antreten zu dürfen. Wenn er dann Deutscher Meister wird hat er was erreicht???<br />
Meister im Bezirksverband, Landesverband und DM heißt im Klartext. Drei Medaillen oder Urkunden und keine Garantie zur Europameisterschaft nominiert zu werden. Er fragte mich warum er das alles spielen sollte. Sagte gleichzeitig auch, dass er in der gleichen Zeit Turniere spielen könnte und da etwas zählbares gewinnen kann. Jedes kleine Hausturnier wäre lukrativer als eine Einzelmeisterschaft.<br />
Da musste ich ihm in allen Punkten Recht geben und seit dem arbeite ich an einem Bundesweiten Konzept was diese Probleme lösen soll. Dazu aber erst mehr wenn ich damit fertig bin. Wäre dann erst für die Saison 2012/2013. Bei einer kurzen telefonischen Darstellung bei der DBU kam jedenfalls eine positive Resonanz.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1370" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><strong><strong><img class="size-medium wp-image-1370" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_3-225x300.jpg" alt="" width="225" height="300" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Ingo Lamberti mit Dominic Jentsch und Kai Delling (1. Vorsitzender des PBVRW)</p></div>
<p><strong>Viele Bezirksverbände kochen, was die Einzelmeisterschaften und Ligaspielsysteme angeht, Ihr eigenes Süppchen. Kannst Du erklären wie man das ändern könnte oder was die Gründe dafür sind?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Dieses zu ändern wäre ganz einfach. Die betroffenen Verbände bzw. Funktionäre bräuchten sich bloß mal was sagen lassen von höherer Stelle. Es gibt sehr viele eingefahrene Strukturen die längst einer Reform herhalten müssten. Leider haben viele Funktionäre Angst man könnte ihre Kompetenzen beschneiden oder ihre autonomität untergraben. Bestes Beispiel sind die beiden Bezirksverbände hier im BLMR. Da ich jetzt besten Einblick in beide Verbände habe, stelle ich ständig fest, dass beide fast alles unterschiedlich machen. Es gibt aus meiner Sicht vieles was im PBVRW besser ist und vieles was im PBVM besser ist. Leider sieht es ganz schlecht aus, dass mal irgendwann auf einen Nenner zu bringen. Dazu bedarf es wohl noch einen weiteren Generationswechsel. Zu stark bestehen noch die Einflüsse der letzten starken Funktionärsgeneration.</li>
</ul>
<p><strong>Als aktiver Spieler würde ich mir wünschen das sich zb. das Qualisystem ändert und das System der Deutschen Meisterschaft Teilnehmerfreundlicher wird. Wie ist Deine Meinung dazu? </strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Für mich ist die DM in Bad Wildungen ein ganz tolles Event was auf jeden Fall erhalten werden muss. Das so eine Woche für gute Spieler, die mehrere Disziplinen spielen, eine nicht ganz billige Angelegenheit ist, ist mir vollkommen klar. Aber ich bin auch der Meinung, dass diese Woche es auch Wert ist. Natürlich gibt es da unterschiedliche Ansichten. Viele freuen sich auf diese Woche und sind auch froh pro Tag nur 1-2 Sätze spielen zu müssen. Andere würden am liebsten jede Disziplin an einem Tag fertig spielen. Das Qualifikationssystem finde ich eigentlich in Ordnung. Wir haben 15 Landesverbände aus denen die Teilnehmer kommen. Es muss jedenfalls weiterhin gegeben bleiben, dass aus jedem LV mindestens 1 Vertreter am Start ist. Das z.B. bei den Herren das Grand-Prix-System gescheitert ist, liegt in meinen Augen zum größten Teil an den Sportlern die diesen Veranstaltungen ferngeblieben sind. Kein Turnierausrichter kann über Jahre eine Veranstaltung am Leben erhalten wenn die Teilnehmer ausbleiben.</li>
</ul>
<p><strong>Die letzte DM in Bad Wildungen war z.b. bei den Herren sportlich nicht Topbesetzt, ich glaube dass diese Veranstaltung mit jedem Jahr an Stellenwert verliert obwohl der Veranstaltungsort vom Feinsten ist. Welche Gründe gibt es dafür? </strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Für mich liegen die Gründe ganz klar bei den Kosten für die Spieler und den fehlenden Sportfördermitteln. Dazu kommt auch, dass unsere Topspieler und Profis satt sind was Titel angeht. Eigentlich sollte jeder Sportler das Ziel haben mal in Bad Wildungen spielen zu dürfen, aber es gibt auch welche, die es irgendwann satt sind, weil sie schon über viele Jahre unzählige DM´s gespielt haben. Das Konzept was ich oben schon erwähnt habe, greift in diese Problematik stark mit ein. Auch wenn ich eigentlich ein Gegner davon bin, gute Spieler mit Preisgeld zu locken, aber nur mit Idealisten auf der DM werden wir in Zukunft auf jeder EM untergehen. Da muss dringend was unternommen werden. Ich werde in dem Punkt ganz sicher Gespräche mit den zuständigen Leuten bei der DBU führen.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1373" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-1373" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_4.jpg" alt="" width="300" height="225" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Ralf Souquet und Ingo Lamberti</p></div>
<p><strong>Auch wenn es Dich nicht direkt betrifft. Die Nominierungskriterien der DBU zur Europameisterschaft sind oft nicht zu durchschauen, wieso fehlt es hier an Transparenz?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Das ist wirklich ein Problem und leidiges Thema was jedes Jahr wieder für Zündstoff sorgt. Auf einer Seite kann man es sich ganz einfach machen. Jeder Deutsche Meister wird nominiert. Die zusätzlichen freien Plätze nominiert die DBU aus ihrem Kader. Da gibt es schon den nächsten Zündstoff. Wer kommt in den Kader und wer nicht?<br />
Erst mal zu den Deutschen Meistern. Es ist für die DBU ganz sicher nicht einfach Grundsätzlich festzulegen, dass jeder Deutsche Meister zur EM fährt. Ich stelle mir im Moment einige Sportler vor. Wenn ich dann weiterdenke und mir vorstellen sollte, dass diese Sportler für Deutschland auf einer EM spielen dürften, dann schüttelt es mich direkt <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Vielleicht behält sich die DBU auch deswegen vor, nicht Grundsätzlich jeden zu nominieren der sich sportlich qualifiziert hätte. Dazu kommen ja auch noch die verdienten „alten“ die es ja eigentlich auch verdient hätten nominiert zu werden, aber nicht auf der DM waren. Alles schwere Entscheidungen.</li>
</ul>
<p><strong>Ein Sportler der nicht an der DM teilnimmt dürfte nicht für die EM nominiert werden! Richtig oder falsch? </strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Falsch! Auch letztes Jahr kam es zu dem Absurdum, dass gleichzeitig ein Welklasse Turnier der Damen in Asien war, bzw. der Weltverband auch mal eine WM verlegt. Die DM dann noch zu verschieben ist unmöglich. Dazu kommen noch die erfolgreichen Sportler der letzten EM, die oft auch nicht an der DM teilnehmen.</li>
</ul>
<p><strong>Die Billard Arena wird abgeschafft. Zu wenig Zuschauer, keine Sponsoren, kein Medieninteresse! Das ist doch ein ziemlicher Tiefpunkt und vielleicht auch der Anfang vom Ende. Deine Meinung dazu!</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Schade auf jeden Fall. Ich denke, dass es auch ein Problem der Organisation im Spielbetrieb ist. Wer soll denn bitteschön nach Stuttgart oder vorm PC sitzen wenn der Livestream läuft?<br />
Alle Sportler die dieses Event eventuell interessieren würde, spielen doch alle selber.<br />
Dann müsste an den Wochenenden für alle Mannschaftswettbewerbe in Deutschland Spielfrei sein. Dann könnte es passieren, dass das Interesse dementsprechend steigt.</li>
</ul>
<p><strong>Was ist das Bundesligaspielsystem der Zukunft? Sollten wir zb. 14/1 abschaffen?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: 14.1 darf auf keinen Fall aussterben. Im Spielsystem der Bundesliga würde ich es allerdings streichen. Wie attraktiv ein Mannschaftswettbewerb sein kann, zeigt uns ja der Mosconi-Cup. Da müsste man anknüpfen und ein vernünftiges System entwickeln. Vielleicht auch mal 3er-Mannschaften in Erwägung ziehen. 2 Durchgänge a 3 Einzel Kurzball und in der Mitte einen Satz 8-Ball zu dritt im Stoßwechsel. Es gibt sehr viele Varianten es für Spieler und eventuelle Zuschauer interessant zu machen.</li>
</ul>
<p><strong>In der Szene wird ständig darüber gesprochen das Pool Billard bald mal Olympisch sein sollte, ich finde das ganze ziemlich daneben wenn man sieht wie weit weg wir von diesem Anspruch sind. Ich denke wir haben ganz andere Sorgen. Wie beurteilst Du diese Diskussionen?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Das Ziel Olympia muss das größte Ziel bleiben. Nur da liegt der Durchbruch im Punkto Sponsoren und Medieninteresse. Ohne Olympia wird es noch Jahre so rumdümpeln.<br />
In dem Zusammenhang wären auch wieder Hauptberufliche Funktionäre dringend nötig.<br />
Aber wenn es so kommt, dann niemals nur Pool-Billard. Das ist das nächste große Problem. Wenn, dann gehören alle Billardsparten dazu. Das allerdings ist ein sehr großes organisatorisches Problem.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1376" class="wp-caption alignleft" style="width: 235px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-1376" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_5.jpg" alt="" width="225" height="300" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">...hier mit dem amtierenden 9 Ball Weltmeister Francisco Bustamante</p></div>
<p><strong>Viele meinen wir verrennen uns zu sehr in Paragraphen und Regularien, wie beurteilst Du die Gesamtsituation in Deutschland?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Da fragst du natürlich genau den Richtigen <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Da einer meiner Spitznamen Korinthenkacker ist, kannst du dir denken, dass ich für die Einhaltung vieler Regularien bin. Wir wollen was erreichen in der Billardwelt, dann müssen wir uns auch so zeigen. Angefangen von der Spielkleidung bis zu den Regeln. Auch wenn es wahrscheinlich keine Sportart auf der Welt gibt, die so viele Menschen ausüben die ihre Regeln nur teilweise kennen. Wichtig wäre nur, es einheitlich von Oben bis Unten zu handhaben. Da mangelt es sehr in Deutschland. Da müsste die DBU mehr Druck auf die Landesverbände ausüben und viele grundlegende Dinge einfach festlegen und bestimmen.</li>
</ul>
<p><strong>Ist es in Deinen Augen Sinnvoll wenn man sich andere Sportverbände wie zb. den DFB zum Vorbild nimmt wenn es um Strukturen und Regularien geht?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Auf jeden Fall. Der DFB ist ein gutes Beispiel, aber immer im Hinterkopf halten, dass da Hauptberufliche Funktionäre am Hebel sitzen. Da wird es bestimmt keine Fußballverbände in Deutschland geben die das Spielsystem auf 3&#215;30 Minuten ändern oder anfangen die Nettospielzeit einzuführen. Wenn da die 3 Punkte-Regelung eingeführt wird, dann bis Unten runter. Aber da könnte ich jetzt unzählige Beispiele aufführen, auch aus anderen Sportarten.</li>
</ul>
<p><strong>Es fehlen in der deutschen Poolszene absolute Medienprofis die wissen wie man mediale Akzeptanz erreicht! Siehst Du das ähnlich?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Wenn ich mich nicht täusche, hat die DBU einen neuen Mann im Präsidium, der aus dieser Branche kommt. Presse und Öffentlichkeitsarbeit ist wichtig und sollte niemals unter den Tisch gekehrt werden. Das alles wird natürlich um ein vielfaches einfacher, wenn Billard bei den Olympischen Spielen wäre.</li>
</ul>
<p><strong>Eine Frage die die Billardwelt seit längerer Zeit in Atem hält, was bin ich denn nun als aktiver …Spieler oder Sportler?</strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </p>
<ul>
<li>Ingo: Sportler. Wir nennen uns zwar auch Einzel- oder Mannschaftsspieler, aber wir sind ganz klar Sportler. Wie sehr wir auch körperlich Fit sein müssen, kann jeder bestätigen der viele Turniere spielt. Ein Pokerturnier ist zwar körperlich auch anstrengend, aber der Pokerspieler ist und bleibt ein Spieler, kein Sportler.</li>
</ul>
<p><strong><img class="alignleft size-full wp-image-1382" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_6.jpg" alt="" width="234" height="300" />Wenn Du 3 Dinge im Pool Billard Sport ändern könntest, welche wären das?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Hauptberufliche Funktionäre einführen, Einheitliche Regeln und Spielsysteme, Weltweites einheitliches Online-System mit allen Sportlern.</li>
</ul>
<p><strong>Wie beurteilst Du die Turnierkultur in Deutschland als jemand der bekannt dafür ist sehr gute Turniere zu organisieren?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Danke für die Blumen <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Das größte Problem haben die Sportler selbst. Viele scheuen Turniere in ihrer eigenen Umgebung aus Angst vor starken Spielern bzw. dem Bewusstsein nicht gewinnen zu können bzw. sich eventuell zu blamieren.<br />
Angebote gibt es meiner Meinung reichlich. Was momentan eigentlich reizvoll ist, sind Turniere deren Modus mehr als 2 Sätze zulassen im Vergleich zu normalen Doppel-KO Systemen. Alles natürlich immer unter dem Aspekt, dass die Zeit und die Anzahl der Tische passt. Leider kann ich nicht so wie ich gerne möchte <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Erst vor kurzem war ich in einem ganz tollen Billardcafe wo absolut nichts gemacht wird. Über 20 Tische und keiner organisiert da etwas. Das tut mir in der Seele weh.</li>
</ul>
<p><strong>Stellen wir uns vor Du würdest die Möglichkeit bekommen eine Bundesweite Turnierserie zu veranstalten, wie sehe das aus?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: So wie das Quali-System in den 90er Jahren zur Eurotour. Es gibt unzählige Regionale Quali-Turniere bei denen man sich für Nationale Qualifikationsturniere qualifiziert. Dort bekommen die Ersten Plätze dann freie Teilnahme an der Eurotour. Das funktionierte damals schon, wurde leider durch den Untergang der Firma Billard-News abgeschafft. Sollte die DBU einen Hauptberuflichen Bundesturnierwart suchen der so ein System auf die Beine stellen könnte, würde ich mir das natürlich ernsthaft überlegen auf Bundesebene aktiv zu werden <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p><strong>Was macht Pool Billard in Deinen Augen so faszinierend? Aus der Sicht als Spieler und als Funktionär!</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Ich hatte gehofft, dass die Fragen irgendwann leichter werden. Sieht allerdings nicht danach aus <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Als Spieler sind es ganz sicher die unzähligen und nie aufhörenden neuen Spielsituationen bzw. die unendlichen Möglichkeiten wie die Kugeln liegen und wie man sie spielen kann. Ich bin sicher, dass ich eher 6 Richtige im Lotto habe, als das die Kugeln nach einem 8-Ball Break gleich liegen wie nach einem vorherigen Break.<br />
Dazu kommt die unendliche Möglichkeit besser zu werden. Eine Serie im 14.1 kann man immer verbessern, egal wie hoch sie bisher war.<br />
Als Funktionär sind es halt ganz andere Dinge. Da will ich versuchen für die Sportler die Möglichkeiten so gut wie möglich zu gestalten. Gute Voraussetzungen zu schaffen und bei den Spielsystemen mit der Zeit zu gehen. Pool ist in den letzten Jahren moderner und schneller geworden und da muss ein Funktionär drauf reagieren. Wir Funktionäre geben die Richtung vor und müssen die Arbeit für die Sportler machen und nicht für uns selber. Unser Lohn sind zufriedene Sportler, Mannschaften und Vereine und dann eventuell auch Lob und Auszeichnungen.</li>
</ul>
<p><strong>1995 haben wir quasi gemeinsam die Deutsche Pokal Mannschaftsmeisterschaft nach Erkelenz geholt. Heute stellt sich die Pool Billard Welt deutlich anders da. Was hat sich seitdem geändert?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Leider war ich in unserer starken Truppe mit Abstand der schwächste und durfte natürlich auf der DM 1995 beim Heimspiel in Erkelenz nicht spielen. Durch meine Spiele in den Vorrunden fühle ich mich aber bis Heute als Teil dieser Mannschaft und dem Titel.<br />
Als ich erst vor kurzem deinen Videobericht der DM 1995 sehen konnte, fielen mir auf Anhieb einige Unterschiede auf. Ganz gravierend haben sich natürlich die Frisuren geändert <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' />  Dazu gibt es zum Glück kaum noch Billardspieler die in weißen Socken spielen <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /><br />
Nein, Scherz beiseite. Die Technik ist auffallend perfekter geworden. Heutzutage gibt es ja auch unzählige gute Spieler die schwächere aufbauen und trainieren. Diese Möglichkeiten waren ja damals etwas eingeschränkter. Wenn ich sehe wie manche Heute schon mit 12 und 13 Jahren Pool spielen, wird einem ganz schwindelig. Dieser Trend ist aber gut und gefällt mir.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<div id="attachment_1383" class="wp-caption alignleft" style="width: 310px"><strong><strong><img class="size-full wp-image-1383" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/Ingo_Lamberti_7.jpg" alt="" width="300" height="225" /></strong></strong><p class="wp-caption-text">Siegerehrung mit Ralf Souquet...</p></div>
<p><strong>In den letzten Jahren konnte man folgendes feststellen. Desto niedriger die Spielklasse desto mehr wird über Regeln gestritten und das Fairplay mit Füßen getreten. Im Spitzenspielerbereich ist dies kaum oder recht selten vorhanden, dort gibt es seit eh und je einen respektvollen und fairen Umgang miteinander. Wie ist das aus Deiner Sicht zu erklären?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: In den unteren Klassen ist die Regelschwäche noch schlimmer als in den oberen Ligen. Dafür müsste der Bedarf an Regelexperten erhöht werden. Die Verbände müssten mehr Schiedsrichterobmänner ausbilden, die dann in den Vereinen Regelkunde betreiben müssen. Mir fallen an fast jedem Oberligaspieltag oder großem Turnier Spieler auf, die teilweise länger aktiv sind als ich, aber keine Ahnung von Regelkunde haben. Erschreckend !!!</li>
</ul>
<p><strong>Du planst zusammen mit Deinem Verein (BC Alsdorf) den nächsten Brunswick Gold Crown 5 Cup. Im letzten Jahr war das Turnier sehr gut besetzt. Ich habe gehört dass dieses Jahr neben anderen Topleuten auch ein Vizeweltmeister dabei sein soll. Nur ein Gerücht und was planst Du noch?</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Richtig. Die Planungen für den 3. Brunswick Gold Crown V Cup laufen schon seit einigen Wochen. Er wir vom 02.-04. Sep 2011 stattfinden. Wie auch in den letzten Jahren versuchen wir wieder ein Topbesetztes Turnier auf die Beine zu stellen. Wir alle wissen, dass ein Turnier immer nur so gut ist, wie die Leute die mitspielen. Darum war ich mehr als begeistert, dass wir letztes Jahr von dem 64er Feld über 30 Oberliga- bis Bundesligaspieler am Start hatten. Mit Dominic Jentsch hatten wir auch einen würdigen Vorzeigesportler als Gewinner.<br />
Leider gab es 2010 eine Überschneidung mit dem Abflug nach Asien, sonst hätten wir wahrscheinlich mit Ralf Souquet und Nils Feijen noch zwei Weltklasse Spieler dabei gehabt. So wie der Terminplan dieses Jahr aussieht, geht der Flieger nach Asien erst Montag oder Dienstag.<br />
Das ich versuchen werde dieses Turnier so hochkarätig wie möglich zu besetzen, da kannst du von ausgehen. Alle Planungen bzw. eventuelle Neuerungen kann ich hier und jetzt noch nicht verraten, aber ganz sicher……nur zum Wohle der Sportler <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p><strong>Und zu guter letzt bitte ein Statement zu Sixpockets.de!</strong></p>
<ul>
<li>Ingo: Ja, also Anfangs habe ich gedacht, dass deine Seite nur eine von vielen privaten HP´s wäre. Auch ich hatte da mal meinen Steckbrief hinterlegt. Eigentlich war alles ganz OK. Mittlerweile ist die Seite viel professioneller geworden und man sieht, durch die schnelle Verbreitung im Internet und den neuen rasend schnellen Foren wie Billard-Aktuell und Facebook, hat deine HP viel Zulauf und Anerkennung gefunden. Sie ist sehr aktuell und informiert über Weltweite Ereignisse in der Billardszene. Ganz sicher werde ich mich auch bei dir jetzt öfter informieren. Wenn ich der Meinung wäre, dass deine Seite kein Interesse in der Billardszene verdient hätte, glaube ich nicht, dass ich mir die Zeit für dieses ausführliche und Zeitraubende Interview genommen hätte.<br />
Zum Abschluß möchte ich mich noch bei dir bedanken, dass du mir die Möglichkeit gegeben hast in dieser Form einige meiner Gedankengänge der Billardszene hier mitteilen zu dürfen.</li>
</ul>
<p><strong>Danke für das Interview und weiterhin viel Erfolg!</strong></p>
<p>2 Turnierplakate des BC Alsdorf, eines vom letzten Brunswick Gold Crown V Cup und eines vom bevorstehenden BC Alsdorf 9 Ball Open 2011 vom 11.-13. Juni 2011!</p>
<p><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/2.Brunswick-Gold-Crown-V-Cup.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-medium wp-image-1387" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/2.Brunswick-Gold-Crown-V-Cup-207x300.jpg" alt="" width="207" height="300" /></a><a href="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/BCAlsdorf9Ballopen2011.jpg" class="liimagelink" rel='prettyPhoto[gallery1]'><img class="alignleft size-medium wp-image-1388" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2011/03/BCAlsdorf9Ballopen2011-209x300.jpg" alt="" width="209" height="300" /></a></p>
<p class="MsoListParagraph" style="text-indent: -18pt;">I</p>
<p class="MsoListParagraph" style="text-indent: -18pt;"><span><span><span style="font: 7pt &amp;amp;"><br />
</span></span></span><strong> </strong></p>
<p class="MsoListParagraph" style="text-indent: -18pt;"><strong><br />
</strong></p>
<p class="MsoListParagraph" style="text-indent: -18pt;"><strong><br />
</strong></p>
<p class="MsoListParagraph" style="text-indent: -18pt;"><strong><br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.sixpockets.de/2011/03/interview-mit-ingo-lamberti-landessportwart-des-blmr/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>6</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Interview mit Ralf Souquet</title>
		<link>http://www.sixpockets.de/2008/02/interview-mit-ralf-souquet/</link>
		<comments>http://www.sixpockets.de/2008/02/interview-mit-ralf-souquet/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 17 Feb 2008 23:47:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>F.Scholl</dc:creator>
				<category><![CDATA[Interviews]]></category>
		<category><![CDATA[Ralf Souquet]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.sixpockets.de/?p=290</guid>
		<description><![CDATA[Viel Spaß beim Lesen! Drei Charaktereigenschaften von Dir, welche sind besonders hervorzuheben? Ralf: zuverlässig, vertrauensvoll, ehrlich. Viele fragen sich, wie schafft der Kerl es nur seit mehr als 20 Jahren dieses Niveau zu halten? Ralf: Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. 1.) Zum Einen habe ich schon als 6-jähriger angefangen zu spielen, das Lernen<br /><span class="excerpt_more"><br /><a href="http://www.sixpockets.de/2008/02/interview-mit-ralf-souquet/">[weiterlesen ...]</a></span>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Viel Spaß beim Lesen!</p>
<p><strong>Drei Charaktereigenschaften       von Dir, welche sind besonders hervorzuheben?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: zuverlässig,  vertrauensvoll, ehrlich.</li>
</ul>
<p><strong>Viele fragen sich, wie       schafft der Kerl es nur seit mehr als 20 Jahren dieses Niveau zu halten?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. 1.) Zum  Einen habe ich  schon als 6-jähriger angefangen zu spielen, das Lernen im  Kindesalter  ist intensiver und bleibt besser haften, 2) ungebrochener Ehrgeiz  und  Siegeswillen, 3) Ich bin realistisch und kann sowohl gute als auch   schlechte Dinge beim Billard gut und richtig einschätzen, daher habe ich  die  Fähigkeit die Dinge wie von außen, also als Unbeteiligter zu  beurteilen. Viele  andere Spieler können das nicht und stehen sich daher  selbst im Weg, auch wegen  zu hoher Selbsteinschätzung. 4) Ein bisschen  Talent habe ich auch mit auf dem  Weg bekommen, 5) Harte Arbeit mit  mehr als 5 Stunden Training über ein  Jahrzehnt lang. 6) Glück, vor  allen Dingen frühzeitig einen Sponsor gefunden zu  haben, der es mir  erst ermöglichte, Profi zu werden. 7) Ganz wichtig und nicht  zu  unterschätzen: Die Liebe zum Spiel und Sport, bei der allerdings auch  das  ein oder andere Private auf der Strecke geblieben ist.</li>
</ul>
<p><strong>Wie  schaffst Du es Dich ständig neu zu motivieren?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Ich  bin sehr ehrgeizig und stecke mir immer wieder neue  Ziele, die realistisch  sind. Diese können kurzfristig, mittelfristig  und teilweise auch langfristig  sein, aber wichtig ist, dass sie  greifbar sind und nicht utopisch. <span id="more-290"></span></li>
</ul>
<p><strong>Kannst Du in Stichworten       einen Trainingstag im Leben des Ralf Souquet beschreiben?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  			    Morgens: Dehnübungen für den Rücken, Fahrrad  fahren oder joggen<br />
Mittags: lockeres Aufwärmen mit 30 versenkten  Kugeln, danach  verschiedene Billard-Übungen, um die Konzentration auf Touren zu   bringen, dann 9-Ball spielen oder auch mal 14-1 und im Anschluss   Vorbandentraining sowie Breaktraining, Abends: manchmal spiele ich   gegen Freunde, aber meistens sind dann Vorbereitungen für folgende  Turniere zu  machen.</li>
</ul>
<p><img class="size-full wp-image-1138 alignleft" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2008/02/IPT-Reno-2006-Ralf03-kl_small.jpg" alt="" width="300" height="200" /></p>
<p><strong>Hat Ralf Souquet einen       Trainer?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Nein  habe ich nie wirklich gehabt, als 14-jähriger war  Horst Vondenhoff jemand, der mir  den einen oder anderen Tipp gegeben  hat, mit 20 Jahren habe ich einen 5  Tageskurs bei Jim Rempe in den USA  gemacht, das war alles. Der Rest ist selbst  abgeschaut und beigebracht.</li>
</ul>
<p><strong>Hätte der Ralf Souquet von       1990 eine Chance gegen den Ralf Souquet von 2008?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Ich  denke ja, weil der RS von 1990 unbekümmerter war und  deshalb die Gefahren, die  im Spiel und im Leben lauern, nur  ansatzweise kannte. Auf der anderen Seite hat  sich mein Spiel in der  Zeit um ein vielfaches weiterentwickelt und die  Erfahrung von heute ist  unbezahlbar. Ich denke mal, dass es im 14-1 für den RS  von 1990  einfacher wäre, aber in allen anderen Disziplinen hat der RS von 2008   die Nase vorn.</li>
</ul>
<p><strong>Wo siehst Du Dich in ca. 15       Jahren?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Gute  Frage, nächste Frage. Nein Spaß beiseite, ich  könnte mir einen Posten als  Trainer oder Manager im Bereich Billard  vorstellen, aber vielleicht spiele ich  auch noch aktiv. Dies ist  sicherlich auch von der Gesundheit sowie den Augen  abhängig. Den Posten  als Funktionär sehe ich momentan nicht, vielleicht ändert  sich das  amateurhafte Denken und Handeln in Deutschland jedoch und dann will  ich  nichts ausschließen.</li>
</ul>
<p><strong>Gab es einen Moment in Deiner       Karriere der Dich hat  Zweifeln lassen an dem was Du tust und was war Dein       schönster  Sieg?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  			    Eigentlich hatte ich solch einen Moment noch  nie. Natürlich gibt  es Phasen wo man sich fragt, warum tue ich mir das an, aber  das kommt  eher selten vor und liegt oft an der fehlenden Professionalität im   Sport generell.<br />
Der schönste Sieg war wohl bei der EM 1989 in  Schaan,  Liechtenstein, als ich zum ersten Mal den EM Titel bei den Herren im   8-Ball gewinnen konnte.</li>
</ul>
<p><strong>Der Sieg beim DCC 2008 war       sicher sehr wichtig, was bedeutet Dir dieser Erfolg?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Ich  freue mich über jeden Turniersieg und die Tatsache,  dass ich dieses Turnier zum  dritten Mal gewinnen konnte, macht mich  schon irgendwie stolz. Es ist ein  Turnier, das sehr schwierig zu  gewinnen ist, weil es sehr kurze Ausspielziele  gibt und es keine  gesetzten Spieler gibt. Zudem gibt es keinen normalen  Turnier- und  Zeitplan, was mir eigentlich nicht so entgegen kommt. Ich mag   eigentlich lieber das gut organisierte und geplante Turniergeschehen,  aber  irgendwie klappt es dort auch im Chaos ganz gut.</li>
</ul>
<p><strong>Welche Ziele hast Du noch vor       Augen, gibt es eine Veranstaltung die Du unbedingt mal gewinnen willst?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  			    Wie bereits vorher erwähnt, ich habe immer Ziele  vor Augen und  ich möchte definitiv noch einmal 9-Ball WM werden. Der WM Titel  im  8-Ball steht genauso auf der Liste, wie der im 10-Ball, der dieses Jahr   offiziell zum ersten Mal ausgetragen wird. 		      Ein weiteres Highlight wäre die Teilnahme an  Olympischen  Spielen, sofern Billard jemals Olympische Disziplin werden sollte.</li>
</ul>
<p><strong>Welchen Stellenwert hat Pool       Billard in Deinen Augen  im Vergleich zu anderen Sportarten wie z.b. Golf       vom Anspruch  her? Sport oder Spiel?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Billard ist definitiv Sport mit spielerischem  Akzent. Fußball  und Golf wird auch gespielt und nicht gesportet. Leider wird  Billard  oft in falschem Licht dargestellt und hat deshalb schlechte   Vergleichswerte gegenüber anderen Sportarten, aber wer erfolgreich sein  will,  kann mit reinem Spielen nicht weit kommen. Man muss physisch und  psychisch auf  der Höhe sein.</li>
</ul>
<p><strong>Erzähl uns doch ein wenig       über den Mosconi Cup, was  macht diesen Event so interessant und warum sind       die Amerikaner im  Vergleich mit Europa oftmals der Sieger?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Der Mosconi Cup ist die beste und  emotionsgeladenste  Veranstaltung im Jahr. Zum Einen spielt man für sein Land  (Kontinent in  unserem Fall) und zum Anderen ist es eine große Ehre dabei zu  sein.  Man versucht auch ein wenig das Publikum mit einzubeziehen und für sich   zu gewinnen, das macht diesen Event so einzigartig.<br />
Ich denke, dass die Amerikaner ihre internen  Probleme besser  abschalten und vergessen können, um als Team zu fungieren. Bei  Europa  gibt es das Nationalitätenproblem, denn verschiedene Sprachen und  Gewohnheiten  sind bei der Teambildung nicht von Vorteil. Dies hat sich  in den letzten beiden  Jahren mit einem externen Trainer jedoch etwas  gewandelt und dadurch ist die  individuelle Qualität besser zum Tragen  gekommen.</li>
</ul>
<p><strong>Die letzten beiden Pool       Billard Weltmeisterschaften  standen sehr im Zeichen des Soft Breaks, wie       sehr wird dieses  Thema diskutiert? Meiner Meinung nach verliert das Spiel dadurch        an Spannung und Attraktivität. Wie siehst Du das?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Es scheint so, dass sich fast jeder Spieler  darüber aufregt,  aber Keiner ändert was an der Tatsache. So lange es die Regeln   erlauben, wird es den Softbreak auch weiterhin geben. Ich hasse es  persönlich,  aber kann mich darauf einstellen und versuche das Beste  daraus zu machen.  Vielleicht waren wir über die letzten 3 Jahrzehnte  einfach nur dumm und haben  alles verkehrt gemacht beim Anstoß. Hätten  es vorher mehrere Spieler  praktiziert, dann wäre es vielleicht gar  nicht zu dieser Diskussion gekommen.  Ich habe aufgehört mich über diese  Dinge zu ärgern, weil man nur unnötig Energie  verschwendet und eh  nichts ändern kann.</li>
</ul>
<p><strong>Ist das das Ende des 9er       Balls? </strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Ich denke nicht, weil es immer genügend Turniere  geben  wird, um 9-Ball nicht aussterben zu lassen. Sollten die Veranstalter   jedoch kein Geld mehr für 9-Ball locker machen, dann könnte es zumindest  auf  Profiebene schwierig werden.</li>
</ul>
<p><strong>Wird 10-Ball bald im       Vordergrund stehen?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Es kann schon sein, dass im Laufe der nächsten  Jahre  10-Ball an Oberhand gewinnen wird, weil sich die Topspieler eine   Disziplin wünschen, in der es wieder mehr auf das Spielen ankommt und  nicht nur  auf das Break. Meines Wissens nach wurde 10-Ball als  offizielle Disziplin mit  Ansage ins Sportprogramm aufgenommen, was die  Sache natürlich grundlegend von  9-Ball unterscheiden würde. Die  Qualität hat einfach so stark zugenommen in den  letzten 5-10 Jahren,  dass man mit dem Sport wachsen muss. In anderen Sportarten  werden auch  Dinge verändert, um die Spreu vom Weizen zu trennen.</li>
</ul>
<p><strong>Beim 10-Ball ist das Breaken       weniger kalkulierbar und das Spiel wird ein wenig komplexer, ist das die       Zukunft?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Ich glaube schon, dass sich 10-Ball durchsetzen  wird, aber es  ist abhängig von den Promotern der Turniere. Sollten sie 9-Ball  nach  wie vor bevorzugen, dann könnte es noch viele Jahre dauern, bis 10-Ball   zur Königsdisziplin aufsteigt.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1139" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2008/02/WM-14-1-2007-Ralf10-kl_small.jpg" alt="" width="300" height="200" /><strong>Viele Junge Pool Billard       Sportler  spielen fast ausschließlich 9er Ball und können sich nicht        erklären wieso es im 14/1 dann nicht mehr so gut funktioniert, kannst Du        das erklären und hast Du das auch schon so erlebt?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Im 14-1 braucht man einen soften Touch, weil  viele Bälle nur  leicht gespielt werden müssen und es überwiegend kurze  Distanzen gibt.  Klingt eigentlich leichter als 9-Ball, ist es aber nicht. Im  9-Ball  muss man sich keine bzw. weniger Gedanken um den Ablauf machen, weil die   Wege vorgegeben sind. Im 14-1 wie auch im 8-Ball muss man kreativer  sein, denn  es gibt viel mehr Wege und Möglichkeiten. Man benötigt mehr  Energie und  Konzentration und die Vielfalt der Möglichkeiten ist  bereits das Problem der  meisten Spieler. Ich selbst habe das 14-1 zwar  nicht verlernt, aber ich ertappe  mich immer wieder dabei, dass ich in  den 9-Ball Rhythmus verfalle und die  falschen Wege gehe. Für eine gute  9-Ball Leistung ist weniger Aufwand zu  betreiben als für die anderen  Disziplinen, natürlich auch weil der Glücksfaktor  um einige Prozent  höher ausfällt.</li>
</ul>
<p><strong>Wie beurteilst Du die       Entwicklung im  Materialbereich? 314er, 314/2, Z Shaft usw., als Sportler       und  Trainer bin ich der Meinung das es für Anfänger nicht Optimal ist        gleich ein solches Oberteil zu Spielen, teilst Du diese Meinung?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Ich habe mit einem normalen Oberteil angefangen  zu spielen, so  wie die meisten anderen Spieler ja auch. Ich denke, wenn alle  Spieler  mit dem Material von früher spielen müssten, dann wäre die Distanz   zwischen der Elite und den guten Spielern viel größer. Aufgrund des  neuen  Materials ist es für den Durchschnittsspieler einfacher geworden  an die Spitze  zu kommen. Warum sollte ein Anfänger nicht mit einem  Predator- oder OB1  Oberteil anfangen? Ich hätte damals auch nichts  dagegen gehabt, denn wenn ich dort  zielen kann wo ich auch treffen  möchte, dann sehe ich das als Vorteil an. Muss  ich allerdings rechts  zielen, um dann in der Mitte zu treffen, dann ist das  schon viel  schwieriger.</li>
</ul>
<p><strong>Viele Kids wollen so spielen       wie ein Efren Reyes  oder ein Francisco Bustamante, ist es als Europäer       möglich sich  diese Technik anzutrainieren?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      In meinen Augen ist es fast unmöglich so zu  spielen wie ein  Philippino. Die Gene sind zu verschieden. Man sollte sowieso  keinen  Spieler versuchen zu kopieren, weil jeder Mensch Dinge anders sieht und   empfindet. Man sollte sich seinen eigenen Cocktail zusammen stellen und  von  jedem Spieler das Beste herauspicken, um es dann in sein eigenes  Spiel mit  einzubauen.</li>
</ul>
<p><strong>Ein 10 Jähriger Junge der       Snooker gespielt hat  fragte mich mal ob Du auch hin und wieder am       Snookertisch ein paar  Stöße machst und ob Du es mit Ronnie O´Sullivan       aufnehmen  könntest?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Ich spiele wirklich nur ganz selten Snooker und  habe es  vielleicht 20 Mal in meinem Leben probiert. Ich hätte auch absolut   keine Chance, um gegen einen Weltklassespieler auch nur annähernd zu  bestehen.  Es ist für einen Snooker Profi möglich das Lager zu wechseln,  aber umgekehrt  hat es noch nie jemand geschafft.</li>
</ul>
<p><strong>Kannst Du den Unterschied       zwischen Pool Billard und  Snooker in Sachen Technik und Psychologie einmal       aus Deiner Sicht  beschreiben!</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Ich denke im Bereich der Psyche gibt es nicht so  viele  Unterschiede, weil sich die Arten sehr ähneln. Natürlich ist Snooker  nach  wie vor eher die defensivere Variante des Billardsports, schon auf  Grund der  Distanzen, die die Kugeln zurücklegen müssen. Die Taschen  sind kleiner und  anders geschnitten. Ein Snooker Spieler hat in der  Regel die bessere Technik  bzw. Queueführung, weil er genauer spielen  muss und das Queue nicht so locker  schwingen kann. Auf der anderen  Seite ist dadurch die Kreativität etwas  eingeschränkt. Die Wege im  Snooker sind übersichtlicher, weil mehr Platz auf  dem Tisch herrscht.  Es ist zwar beides Billard, aber wirklich vergleichen kann  man beide  Spielarten nicht.</li>
</ul>
<p><strong>Wie siehst Du die Situation       in der deutschen Pool  Billard Bundesliga? 14/1 als Teamspiel, 8 Ball       Doppel und im 9  Ball kurze Sätze bis 4. Die meisten sind von diesem System       nicht  überzeugt, würde es Dich reizen oder was müsste man ändern?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Dies ist eine schwierige Frage, da ich schon  seit vielen Jahren  nicht mehr in der Bundesliga spiele. Ich glaube nicht, dass  die kurzen  Ausspielziele im Sinne der Sportler sind, aber in der Vergangenheit   haben sich die Zuschauer auch nicht für lange Distanzen interessiert.  Ich  denke, dass dieser Weg ein Versuch war, um den Sport attraktiver zu  machen und  möchte es darum nicht sofort schlecht reden. Wäre das  Interesse der Medien  größer und damit deutlich mehr Geld vorhanden,  dann wären wahrscheinlich auch  noch kürzere Ausspielziele in Ordnung.</li>
</ul>
<p><strong>Ralf Souquet spielt in den       nächsten Jahren wieder in der 1. Bundesliga, kannst Du Dir das vorstellen?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Das ist sehr unwahrscheinlich. Ich lebe seit  vielen Jahren vom  Billard und müsste schon eine hohe Summe geboten bekommen, um  wieder in  der Bundesliga zu spielen. Das Problem in der Vergangenheit hat   gezeigt, dass es zwar einige Vereine versucht und sogar versprochen  hatten,  aber letztendlich das Geld nicht bezahlen konnten oder wollten.  Ich möchte  einfach nicht mehr auf gut Glück, so wie bei den letzten 3  Engagements spielen,  um dann am Ende wieder leer auszugehen.</li>
</ul>
<p><strong>Wo steht das deutsche Pool       Billard im Vergleich zu anderen Ländern?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Deutschland hält immer noch eine Position in den  ersten 4 der  Welt und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Natürlich  haben  andere Länder aufgeschlossen und sind näher ran gekommen, allen voran  die  Asiaten, aber das ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Von alleine  geht es  natürlich nicht weiter und man darf nicht die  Weiterentwicklung verschlafen.  Noch sind wir in der Lage jeden auf der  Welt zu schlagen, aber das kann sich  ändern, sobald der Sport richtig  boomt. Dann könnten und werden wohl einige  schlafende Talente aufwachen  und ganz schnell in die Weltelite eindringen.</li>
</ul>
<p><img class="alignleft size-full wp-image-1141" src="http://www.sixpockets.de/wp-content/uploads/2008/02/DCC-2008-Ralf02-kl_small1.jpg" alt="" width="300" height="199" /></p>
<p><strong>Wer wird einmal Leute wie Dich       oder z.b. Oliver Ortmann beerben? Wem traust Du den Sprung in die       Weltspitze zu?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Ehrlich gesagt, bin ich im Moment nicht ganz up  to date  was unseren Nachwuchs angeht. Zum Einen bin ich immer seltener in   Deutschland unterwegs und zum Anderen ist die Verbindung zwischen  Junioren und  Herren auf Grund fehlender Lehrgänge nicht gegeben. Zwei  Spieler auf die man  achten sollte sind sicherlich Nico Wehner und  Manuel Ederer.</li>
</ul>
<p><strong>Wo liegt der Unterschied       zwischen der Weltklasse und z.b. einem guten Bundesligaspieler?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf: Den  meistens guten Bundesligaspielern fehlt die  internationale Erfahrung, die so  immens wichtig ist. Wenn man bei einem  großen Event vor TV Kameras spielen muss  und dann auch noch unter  Zeitdruck, weil es vielleicht eine Stoßzeitbegrenzung  gibt, dann muss  dies erst einmal gelernt sein. Auch wenn man es im Training  simulieren  könnte, ist es doch was anderes im Wettkampf zu stehen. Außerdem  kommen  dann noch die Reisestrapazen, das ewige Schlafen in anderen Betten und   die Zeitumstellung hinzu. Nicht zu vergessen ist die Ernährung, die  sich in  vielen Ländern schwierig gestalten kann. Nur wer dies vereinen  kann, hat eine  Chance auf Weltklasseniveau zu kommen.</li>
</ul>
<p><strong>Ein Anfänger  (Ben,       11 Jahre) hat mich gebeten Dir  folgende Frage zu stellen:“ Warum spielen       die Mädchen schlechter  als wir &#8220;Männer&#8221;"? </strong> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Das hängt mit den Genen zusammen und der  Tatsache, dass Mädchen  anders denken und fühlen als Jungs. Mädchen haben nicht  den  Killerinstinkt, den man hier und da braucht, um gewisse Entscheidungen  zu  treffen. Wenn man mal sieht, welcher Typ Dame im Billard dominiert,  dann stellt  man schnell fest, dass es meistens der Typ mit einem  höheren Anteil männlicher  Hormone ist. Nicht von ungefähr fühlen sich  viele Damen dem gleichen Geschlecht  hingezogen, egal in welcher  Sportart dieser Welt.</li>
</ul>
<p><strong>Was stört Dich am meisten in       der Billardwelt?</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  		      Es gibt keine klaren Linien und zu viele legere  Regeln. Man  kann es auch als fehlenden Professionalismus bezeichnen. Der Sport  wird  auf Verbandsebene zu klein gehalten, dabei wären die Voraussetzungen in   Deutschland doch so gut. Klar wir haben durch Fußball und einigen  anderen  Sportarten mit einer nicht zu schlagenden Konkurrenz zu tun,  aber bitte welches  Land kann so viele Weltmeister wie Deutschland im  Pool Billard stellen? Es  müsste eine 180 Grad Wende vollzogen werden,  damit man den Sport von Grund auf  neu bzw. anders organisiert. Nur wenn  der Nachwuchs sehen kann, dass es ein  Licht am Horizont gibt, kann  Billard zum Breitensport werden. Voraussetzung  dafür ist, dass es  Profis gibt, sowohl Sportler als auch Funktionäre.</li>
</ul>
<p><strong>Und zu guter letzt eine       bitte, ein Statement zu sixpockets.de.</strong></p>
<ul>
<li>Ralf:  			    Sixpockets.de ist eine informative Seite im  Netz, die ich als  sehr gelungen beurteile. Man findet dort immer was  Interessantes wie  das Angebot der Spielerbörse (Vermittlung), oder einfach nur  Spielpläne  und Regeln sowie die News von den weltweiten Turnieren.<br />
Alles in allem eine tolle Seite mit Verlinkung  zur besten deutschen Spielerseite <a href="http://www.ralf-souquet.com/" target="_blank" class="liexternal">www.ralf-souquet.com</a> <img src='http://www.sixpockets.de/wp-includes/images/smilies/icon_smile.gif' alt=':-)' class='wp-smiley' /> </li>
</ul>
<p>Danke für das Interview und viel Glück in Paris!</p>
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