Interview mit Ralf Souquet

Viel Spaß beim Lesen!

Drei Charaktereigenschaften von Dir, welche sind besonders hervorzuheben?

  • Ralf: zuverlässig, vertrauensvoll, ehrlich.

Viele fragen sich, wie schafft der Kerl es nur seit mehr als 20 Jahren dieses Niveau zu halten?

  • Ralf: Ich denke, dafür gibt es mehrere Gründe. 1.) Zum Einen habe ich schon als 6-jähriger angefangen zu spielen, das Lernen im Kindesalter ist intensiver und bleibt besser haften, 2) ungebrochener Ehrgeiz und Siegeswillen, 3) Ich bin realistisch und kann sowohl gute als auch schlechte Dinge beim Billard gut und richtig einschätzen, daher habe ich die Fähigkeit die Dinge wie von außen, also als Unbeteiligter zu beurteilen. Viele andere Spieler können das nicht und stehen sich daher selbst im Weg, auch wegen zu hoher Selbsteinschätzung. 4) Ein bisschen Talent habe ich auch mit auf dem Weg bekommen, 5) Harte Arbeit mit mehr als 5 Stunden Training über ein Jahrzehnt lang. 6) Glück, vor allen Dingen frühzeitig einen Sponsor gefunden zu haben, der es mir erst ermöglichte, Profi zu werden. 7) Ganz wichtig und nicht zu unterschätzen: Die Liebe zum Spiel und Sport, bei der allerdings auch das ein oder andere Private auf der Strecke geblieben ist.

Wie schaffst Du es Dich ständig neu zu motivieren?

  • Ralf: Ich bin sehr ehrgeizig und stecke mir immer wieder neue Ziele, die realistisch sind. Diese können kurzfristig, mittelfristig und teilweise auch langfristig sein, aber wichtig ist, dass sie greifbar sind und nicht utopisch.

Kannst Du in Stichworten einen Trainingstag im Leben des Ralf Souquet beschreiben?

  • Ralf: Morgens: Dehnübungen für den Rücken, Fahrrad fahren oder joggen
    Mittags: lockeres Aufwärmen mit 30 versenkten Kugeln, danach verschiedene Billard-Übungen, um die Konzentration auf Touren zu bringen, dann 9-Ball spielen oder auch mal 14-1 und im Anschluss Vorbandentraining sowie Breaktraining, Abends: manchmal spiele ich gegen Freunde, aber meistens sind dann Vorbereitungen für folgende Turniere zu machen.

Hat Ralf Souquet einen Trainer?

  • Ralf: Nein habe ich nie wirklich gehabt, als 14-jähriger war Horst Vondenhoff jemand, der mir den einen oder anderen Tipp gegeben hat, mit 20 Jahren habe ich einen 5 Tageskurs bei Jim Rempe in den USA gemacht, das war alles. Der Rest ist selbst abgeschaut und beigebracht.

Hätte der Ralf Souquet von 1990 eine Chance gegen den Ralf Souquet von 2008?

  • Ralf: Ich denke ja, weil der RS von 1990 unbekümmerter war und deshalb die Gefahren, die im Spiel und im Leben lauern, nur ansatzweise kannte. Auf der anderen Seite hat sich mein Spiel in der Zeit um ein vielfaches weiterentwickelt und die Erfahrung von heute ist unbezahlbar. Ich denke mal, dass es im 14-1 für den RS von 1990 einfacher wäre, aber in allen anderen Disziplinen hat der RS von 2008 die Nase vorn.

Wo siehst Du Dich in ca. 15 Jahren?

  • Ralf: Gute Frage, nächste Frage. Nein Spaß beiseite, ich könnte mir einen Posten als Trainer oder Manager im Bereich Billard vorstellen, aber vielleicht spiele ich auch noch aktiv. Dies ist sicherlich auch von der Gesundheit sowie den Augen abhängig. Den Posten als Funktionär sehe ich momentan nicht, vielleicht ändert sich das amateurhafte Denken und Handeln in Deutschland jedoch und dann will ich nichts ausschließen.

Gab es einen Moment in Deiner Karriere der Dich hat Zweifeln lassen an dem was Du tust und was war Dein schönster Sieg?

  • Ralf: Eigentlich hatte ich solch einen Moment noch nie. Natürlich gibt es Phasen wo man sich fragt, warum tue ich mir das an, aber das kommt eher selten vor und liegt oft an der fehlenden Professionalität im Sport generell.
    Der schönste Sieg war wohl bei der EM 1989 in Schaan, Liechtenstein, als ich zum ersten Mal den EM Titel bei den Herren im 8-Ball gewinnen konnte.

Der Sieg beim DCC 2008 war sicher sehr wichtig, was bedeutet Dir dieser Erfolg?

  • Ralf: Ich freue mich über jeden Turniersieg und die Tatsache, dass ich dieses Turnier zum dritten Mal gewinnen konnte, macht mich schon irgendwie stolz. Es ist ein Turnier, das sehr schwierig zu gewinnen ist, weil es sehr kurze Ausspielziele gibt und es keine gesetzten Spieler gibt. Zudem gibt es keinen normalen Turnier- und Zeitplan, was mir eigentlich nicht so entgegen kommt. Ich mag eigentlich lieber das gut organisierte und geplante Turniergeschehen, aber irgendwie klappt es dort auch im Chaos ganz gut.

Welche Ziele hast Du noch vor Augen, gibt es eine Veranstaltung die Du unbedingt mal gewinnen willst?

  • Ralf: Wie bereits vorher erwähnt, ich habe immer Ziele vor Augen und ich möchte definitiv noch einmal 9-Ball WM werden. Der WM Titel im 8-Ball steht genauso auf der Liste, wie der im 10-Ball, der dieses Jahr offiziell zum ersten Mal ausgetragen wird. Ein weiteres Highlight wäre die Teilnahme an Olympischen Spielen, sofern Billard jemals Olympische Disziplin werden sollte.

Welchen Stellenwert hat Pool Billard in Deinen Augen im Vergleich zu anderen Sportarten wie z.b. Golf vom Anspruch her? Sport oder Spiel?

  • Ralf: Billard ist definitiv Sport mit spielerischem Akzent. Fußball und Golf wird auch gespielt und nicht gesportet. Leider wird Billard oft in falschem Licht dargestellt und hat deshalb schlechte Vergleichswerte gegenüber anderen Sportarten, aber wer erfolgreich sein will, kann mit reinem Spielen nicht weit kommen. Man muss physisch und psychisch auf der Höhe sein.

Erzähl uns doch ein wenig über den Mosconi Cup, was macht diesen Event so interessant und warum sind die Amerikaner im Vergleich mit Europa oftmals der Sieger?

  • Ralf: Der Mosconi Cup ist die beste und emotionsgeladenste Veranstaltung im Jahr. Zum Einen spielt man für sein Land (Kontinent in unserem Fall) und zum Anderen ist es eine große Ehre dabei zu sein. Man versucht auch ein wenig das Publikum mit einzubeziehen und für sich zu gewinnen, das macht diesen Event so einzigartig.
    Ich denke, dass die Amerikaner ihre internen Probleme besser abschalten und vergessen können, um als Team zu fungieren. Bei Europa gibt es das Nationalitätenproblem, denn verschiedene Sprachen und Gewohnheiten sind bei der Teambildung nicht von Vorteil. Dies hat sich in den letzten beiden Jahren mit einem externen Trainer jedoch etwas gewandelt und dadurch ist die individuelle Qualität besser zum Tragen gekommen.

Die letzten beiden Pool Billard Weltmeisterschaften standen sehr im Zeichen des Soft Breaks, wie sehr wird dieses Thema diskutiert? Meiner Meinung nach verliert das Spiel dadurch an Spannung und Attraktivität. Wie siehst Du das?

  • Ralf: Es scheint so, dass sich fast jeder Spieler darüber aufregt, aber Keiner ändert was an der Tatsache. So lange es die Regeln erlauben, wird es den Softbreak auch weiterhin geben. Ich hasse es persönlich, aber kann mich darauf einstellen und versuche das Beste daraus zu machen. Vielleicht waren wir über die letzten 3 Jahrzehnte einfach nur dumm und haben alles verkehrt gemacht beim Anstoß. Hätten es vorher mehrere Spieler praktiziert, dann wäre es vielleicht gar nicht zu dieser Diskussion gekommen. Ich habe aufgehört mich über diese Dinge zu ärgern, weil man nur unnötig Energie verschwendet und eh nichts ändern kann.

Ist das das Ende des 9er Balls?

  • Ralf: Ich denke nicht, weil es immer genügend Turniere geben wird, um 9-Ball nicht aussterben zu lassen. Sollten die Veranstalter jedoch kein Geld mehr für 9-Ball locker machen, dann könnte es zumindest auf Profiebene schwierig werden.

Wird 10-Ball bald im Vordergrund stehen?

  • Ralf: Es kann schon sein, dass im Laufe der nächsten Jahre 10-Ball an Oberhand gewinnen wird, weil sich die Topspieler eine Disziplin wünschen, in der es wieder mehr auf das Spielen ankommt und nicht nur auf das Break. Meines Wissens nach wurde 10-Ball als offizielle Disziplin mit Ansage ins Sportprogramm aufgenommen, was die Sache natürlich grundlegend von 9-Ball unterscheiden würde. Die Qualität hat einfach so stark zugenommen in den letzten 5-10 Jahren, dass man mit dem Sport wachsen muss. In anderen Sportarten werden auch Dinge verändert, um die Spreu vom Weizen zu trennen.

Beim 10-Ball ist das Breaken weniger kalkulierbar und das Spiel wird ein wenig komplexer, ist das die Zukunft?

  • Ralf: Ich glaube schon, dass sich 10-Ball durchsetzen wird, aber es ist abhängig von den Promotern der Turniere. Sollten sie 9-Ball nach wie vor bevorzugen, dann könnte es noch viele Jahre dauern, bis 10-Ball zur Königsdisziplin aufsteigt.

Viele Junge Pool Billard Sportler spielen fast ausschließlich 9er Ball und können sich nicht erklären wieso es im 14/1 dann nicht mehr so gut funktioniert, kannst Du das erklären und hast Du das auch schon so erlebt?

  • Ralf: Im 14-1 braucht man einen soften Touch, weil viele Bälle nur leicht gespielt werden müssen und es überwiegend kurze Distanzen gibt. Klingt eigentlich leichter als 9-Ball, ist es aber nicht. Im 9-Ball muss man sich keine bzw. weniger Gedanken um den Ablauf machen, weil die Wege vorgegeben sind. Im 14-1 wie auch im 8-Ball muss man kreativer sein, denn es gibt viel mehr Wege und Möglichkeiten. Man benötigt mehr Energie und Konzentration und die Vielfalt der Möglichkeiten ist bereits das Problem der meisten Spieler. Ich selbst habe das 14-1 zwar nicht verlernt, aber ich ertappe mich immer wieder dabei, dass ich in den 9-Ball Rhythmus verfalle und die falschen Wege gehe. Für eine gute 9-Ball Leistung ist weniger Aufwand zu betreiben als für die anderen Disziplinen, natürlich auch weil der Glücksfaktor um einige Prozent höher ausfällt.

Wie beurteilst Du die Entwicklung im Materialbereich? 314er, 314/2, Z Shaft usw., als Sportler und Trainer bin ich der Meinung das es für Anfänger nicht Optimal ist gleich ein solches Oberteil zu Spielen, teilst Du diese Meinung?

  • Ralf: Ich habe mit einem normalen Oberteil angefangen zu spielen, so wie die meisten anderen Spieler ja auch. Ich denke, wenn alle Spieler mit dem Material von früher spielen müssten, dann wäre die Distanz zwischen der Elite und den guten Spielern viel größer. Aufgrund des neuen Materials ist es für den Durchschnittsspieler einfacher geworden an die Spitze zu kommen. Warum sollte ein Anfänger nicht mit einem Predator- oder OB1 Oberteil anfangen? Ich hätte damals auch nichts dagegen gehabt, denn wenn ich dort zielen kann wo ich auch treffen möchte, dann sehe ich das als Vorteil an. Muss ich allerdings rechts zielen, um dann in der Mitte zu treffen, dann ist das schon viel schwieriger.

Viele Kids wollen so spielen wie ein Efren Reyes oder ein Francisco Bustamante, ist es als Europäer möglich sich diese Technik anzutrainieren?

  • Ralf: In meinen Augen ist es fast unmöglich so zu spielen wie ein Philippino. Die Gene sind zu verschieden. Man sollte sowieso keinen Spieler versuchen zu kopieren, weil jeder Mensch Dinge anders sieht und empfindet. Man sollte sich seinen eigenen Cocktail zusammen stellen und von jedem Spieler das Beste herauspicken, um es dann in sein eigenes Spiel mit einzubauen.

Ein 10 Jähriger Junge der Snooker gespielt hat fragte mich mal ob Du auch hin und wieder am Snookertisch ein paar Stöße machst und ob Du es mit Ronnie O´Sullivan aufnehmen könntest?

  • Ralf: Ich spiele wirklich nur ganz selten Snooker und habe es vielleicht 20 Mal in meinem Leben probiert. Ich hätte auch absolut keine Chance, um gegen einen Weltklassespieler auch nur annähernd zu bestehen. Es ist für einen Snooker Profi möglich das Lager zu wechseln, aber umgekehrt hat es noch nie jemand geschafft.

Kannst Du den Unterschied zwischen Pool Billard und Snooker in Sachen Technik und Psychologie einmal aus Deiner Sicht beschreiben!

  • Ralf: Ich denke im Bereich der Psyche gibt es nicht so viele Unterschiede, weil sich die Arten sehr ähneln. Natürlich ist Snooker nach wie vor eher die defensivere Variante des Billardsports, schon auf Grund der Distanzen, die die Kugeln zurücklegen müssen. Die Taschen sind kleiner und anders geschnitten. Ein Snooker Spieler hat in der Regel die bessere Technik bzw. Queueführung, weil er genauer spielen muss und das Queue nicht so locker schwingen kann. Auf der anderen Seite ist dadurch die Kreativität etwas eingeschränkt. Die Wege im Snooker sind übersichtlicher, weil mehr Platz auf dem Tisch herrscht. Es ist zwar beides Billard, aber wirklich vergleichen kann man beide Spielarten nicht.

Wie siehst Du die Situation in der deutschen Pool Billard Bundesliga? 14/1 als Teamspiel, 8 Ball Doppel und im 9 Ball kurze Sätze bis 4. Die meisten sind von diesem System nicht überzeugt, würde es Dich reizen oder was müsste man ändern?

  • Ralf: Dies ist eine schwierige Frage, da ich schon seit vielen Jahren nicht mehr in der Bundesliga spiele. Ich glaube nicht, dass die kurzen Ausspielziele im Sinne der Sportler sind, aber in der Vergangenheit haben sich die Zuschauer auch nicht für lange Distanzen interessiert. Ich denke, dass dieser Weg ein Versuch war, um den Sport attraktiver zu machen und möchte es darum nicht sofort schlecht reden. Wäre das Interesse der Medien größer und damit deutlich mehr Geld vorhanden, dann wären wahrscheinlich auch noch kürzere Ausspielziele in Ordnung.

Ralf Souquet spielt in den nächsten Jahren wieder in der 1. Bundesliga, kannst Du Dir das vorstellen?

  • Ralf: Das ist sehr unwahrscheinlich. Ich lebe seit vielen Jahren vom Billard und müsste schon eine hohe Summe geboten bekommen, um wieder in der Bundesliga zu spielen. Das Problem in der Vergangenheit hat gezeigt, dass es zwar einige Vereine versucht und sogar versprochen hatten, aber letztendlich das Geld nicht bezahlen konnten oder wollten. Ich möchte einfach nicht mehr auf gut Glück, so wie bei den letzten 3 Engagements spielen, um dann am Ende wieder leer auszugehen.

Wo steht das deutsche Pool Billard im Vergleich zu anderen Ländern?

  • Ralf: Deutschland hält immer noch eine Position in den ersten 4 der Welt und das wird sich auch so schnell nicht ändern. Natürlich haben andere Länder aufgeschlossen und sind näher ran gekommen, allen voran die Asiaten, aber das ist noch kein Grund zur Beunruhigung. Von alleine geht es natürlich nicht weiter und man darf nicht die Weiterentwicklung verschlafen. Noch sind wir in der Lage jeden auf der Welt zu schlagen, aber das kann sich ändern, sobald der Sport richtig boomt. Dann könnten und werden wohl einige schlafende Talente aufwachen und ganz schnell in die Weltelite eindringen.

Wer wird einmal Leute wie Dich oder z.b. Oliver Ortmann beerben? Wem traust Du den Sprung in die Weltspitze zu?

  • Ralf: Ehrlich gesagt, bin ich im Moment nicht ganz up to date was unseren Nachwuchs angeht. Zum Einen bin ich immer seltener in Deutschland unterwegs und zum Anderen ist die Verbindung zwischen Junioren und Herren auf Grund fehlender Lehrgänge nicht gegeben. Zwei Spieler auf die man achten sollte sind sicherlich Nico Wehner und Manuel Ederer.

Wo liegt der Unterschied zwischen der Weltklasse und z.b. einem guten Bundesligaspieler?

  • Ralf: Den meistens guten Bundesligaspielern fehlt die internationale Erfahrung, die so immens wichtig ist. Wenn man bei einem großen Event vor TV Kameras spielen muss und dann auch noch unter Zeitdruck, weil es vielleicht eine Stoßzeitbegrenzung gibt, dann muss dies erst einmal gelernt sein. Auch wenn man es im Training simulieren könnte, ist es doch was anderes im Wettkampf zu stehen. Außerdem kommen dann noch die Reisestrapazen, das ewige Schlafen in anderen Betten und die Zeitumstellung hinzu. Nicht zu vergessen ist die Ernährung, die sich in vielen Ländern schwierig gestalten kann. Nur wer dies vereinen kann, hat eine Chance auf Weltklasseniveau zu kommen.

Ein Anfänger (Ben, 11 Jahre) hat mich gebeten Dir folgende Frage zu stellen:“ Warum spielen die Mädchen schlechter als wir „Männer““? 🙂

  • Ralf: Das hängt mit den Genen zusammen und der Tatsache, dass Mädchen anders denken und fühlen als Jungs. Mädchen haben nicht den Killerinstinkt, den man hier und da braucht, um gewisse Entscheidungen zu treffen. Wenn man mal sieht, welcher Typ Dame im Billard dominiert, dann stellt man schnell fest, dass es meistens der Typ mit einem höheren Anteil männlicher Hormone ist. Nicht von ungefähr fühlen sich viele Damen dem gleichen Geschlecht hingezogen, egal in welcher Sportart dieser Welt.

Was stört Dich am meisten in der Billardwelt?

  • Ralf: Es gibt keine klaren Linien und zu viele legere Regeln. Man kann es auch als fehlenden Professionalismus bezeichnen. Der Sport wird auf Verbandsebene zu klein gehalten, dabei wären die Voraussetzungen in Deutschland doch so gut. Klar wir haben durch Fußball und einigen anderen Sportarten mit einer nicht zu schlagenden Konkurrenz zu tun, aber bitte welches Land kann so viele Weltmeister wie Deutschland im Pool Billard stellen? Es müsste eine 180 Grad Wende vollzogen werden, damit man den Sport von Grund auf neu bzw. anders organisiert. Nur wenn der Nachwuchs sehen kann, dass es ein Licht am Horizont gibt, kann Billard zum Breitensport werden. Voraussetzung dafür ist, dass es Profis gibt, sowohl Sportler als auch Funktionäre.

Und zu guter letzt eine bitte, ein Statement zu sixpockets.de.

  • Ralf: Sixpockets.de ist eine informative Seite im Netz, die ich als sehr gelungen beurteile. Man findet dort immer was Interessantes wie das Angebot der Spielerbörse (Vermittlung), oder einfach nur Spielpläne und Regeln sowie die News von den weltweiten Turnieren.
    Alles in allem eine tolle Seite mit Verlinkung zur besten deutschen Spielerseite www.ralf-souquet.com 🙂

Danke für das Interview und viel Glück in Paris!