Billard spielen – Die fehlende Anleitung

billard_spielen_fehlende_anleitungBillard spielen – Die fehlende Anleitung …20 Dinge, die jeder Billardspieler wissen sollte

Dies ist der Titel des kürzlich veröffentlichten Billardbuches von Patrick Baumann. Schon wieder ein neues Billardbuch werden sicherlich einige denken. Nein, vergesst diesen Gedanken 🙂 Dieses Buch ist anders, es ist schon aufgrund seines erfrischenden Schreibstils absolut lesenswert. Auch für Fortgeschrittene wird dieses Buch sicherlich das ein oder andere zu bieten haben und es macht halt Spaß zu lesen, mit wie viel Freude man die Dinge erklären kann. Das Buch ist für Anfänger wie auch Fortgeschrittene absolut zu empfehlen. Der Anfänger wird auf leicht verständliche Art an das Pool Billard Training herangeführt und der Fortgeschrittene bekommt einfach nur einen herrlich locker geschilderten Überblick über wichtige Trainingsinhalte. Ich möchte Patrick Baumann zu diesem wirklich tollen Buch gratulieren und würde mir wünschen das viele von Euch einen Blick riskieren. Weiter unten gibt es ein Probekapitel exklusiv hier zu lesen, das Kapitel hat den schönen Titel „BLEIB MAL LOCKER, ALTER“ 🙂 Des Weiteren findet Ihr am ende des Artikels eine Leseprobe, eine Beschreibung des Buches, alle wichtigen Links sowie eine Kurz-Biografie von Patrick Baumann. In einigen Wochen werde ich noch eine ausführliche Buchrezension verfassen, im Moment bleibt mir nur zu sagen:“ Ich habe es bereits gelesen, es lohnt sich“! Viel Spaß beim Lesen des Probekapitels und der Leseprobe.

Buchbeschreibung

Das eBook gibt dir in 20 Kapiteln die wichtigsten Regeln auf den Weg, um besser Billard zu spielen.
Es ist verfügbar für den Amazon Kindle, Smartphones, Tablets und ePub-kompatible Lesegeräte.

Die 20 Regeln beziehen sich auf Probleme, die auch bei geübten Billardspielern – und natürlich gerade bei Anfängern – immer wieder auftauchen. Jedes Kapitel enthält deshalb einen einfachen Merksatz am Anfang, damit du die Essenz jedes Kapitels einfach behalten und anwenden kannst.

Du erhältst das Buch unter www.playing-pool.com/buch.

Lerne mit dem Buch:

  •     wie du den richtigen Stand einnimmst und dieser dir beim Zielen hilft
  •     wie du immer den richtigen Treffpunkt am Objektball findest
  •     wie du die Weiße kontrollierst
  •     wie du deine Nerven in den Griff bekommst
  •     wie du richtig anstößt
  •     und 15 weitere Dinge, um besser Billard zu spielen.

Nicht nur, dass dieses Buch sehr konzentriert unglaublich wichtige Hinweise gibt, ist es gleichzeitig informativ und unterhaltsam geschrieben. Die Konzepte des Buches sind mit zahlreichen Fotos und Skizzen illustriert.

Das Buch ist ein eBook für eBook-Reader wie den Amazon Kindle oder den Sony Reader. Für alle Kindle-Geräte, Tablets und Smartphones wie das iPad oder iPhone findest du das Buch bei Amazon. Im Onlineshop www.billardpro.de erhältst du zusammen in einem Paket die Kindle-Version (mobi) und die ePub-Version für alle anderen gängigen eBook-Reader. Das Buch hat 68 Seiten und kostet auf beiden Plattformen 4,99 Euro. Alle Details zum Buch und wo du es bekommst auch unter www.playing-pool.com/buch.

Probekapitel (Kapitel 7)

BLEIB MAL LOCKER, ALTER

Merksatz: Das Handgelenk der hinteren Hand ist passiv und macht nichts. Nur zwei Finger halten das Queue. Nach hinten schwingen wir langsam.

Es ist schon komisch: Eigentlich wollen wir ja volle Kontrolle beim Billard. Immerhin ist Billard eine der anspruchsvollsten Präzisionssportarten, die es gibt. Und trotzdem werde ich dir jetzt erzählen, dass wir beim Billard schön locker bleiben sollten. Wir sollten locker bleiben und kontrolliert – na toll. Aber genau so meine ich es. Wie bei einem Pendel müssen wir uns in der Mitte zwischen den zwei Seiten „entspannt“ und „kontrolliert“ bewegen. Oder, wie es in der Mediation heißt:

„Not too tight, not too loose.“ („Nicht zu fest, nicht zu locker.“)

In diesem Kapitel geht es mir ganz konkret um die Lockerheit der hinteren Hand, des hinteren Arms und des Handgelenks an der hinteren Hand. Hier bringt uns Anspannung nämlich überhaupt nichts. Gehen wir der Reihe nach diese Körperteile durch:

Das Handgelenk

Das Handgelenk ist eine der häufigsten Fehlerquellen. Meist, weil die Spieler versuchen, mit dem Handgelenk aktiv etwas zu machen, Kontrolle auszuüben oder sogar den Stoß zu steuern. Leider haben wir mit unseren ganzen Gelenken im Körper zu viele Möglichkeiten, um Mist zu bauen. Das Handgelenk ist eine davon. Es gibt nur eine richtige Haltung des Handgelenks: Es hängt locker nach unten und macht nichts.

Zwei Finger halten das Queue fest, nämlich der Daumen und der Zeigefinger. Sie umschließen das Queue eng, aber nicht krampfhaft fest. Es soll keine Luft dazwischen passen, aber die Finger sollen nicht krampfen. Die anderen Finger liegen locker am Queue an. Dann kommt das Handgelenk: Es hängt wie gesagt entspannt nach unten. Auch während des Stoßes wird das Handgelenk nicht aktiv. Es wird zwar nicht immer gerade nach unten zeigen und es wird sich auch mitbewegen, aber eben nicht aktiv. Es schwingt nur mit. Wenn du das hinbekommst, bist du auf einem guten Weg zu einer guten Technik.

Der Arm

Der hintere Arm holt komplett nach hinten aus und schwingt beim Stoß komplett nach vorne durch. Das erreichst du, indem du den Oberarm ruhig hältst, den Unterarm am Ellbogengelenk beugst und um das Gelenk herum schwingst. Und wie machst du das am besten? Na klar, locker! Wir bremsen den Stoß nicht, wenn er nach vorne geht. Wir schieben den Arm nicht mit Gewalt nach vorne, auch nicht, wenn wir etwas mehr Schwung brauchen. Es geht um Beschleunigung. Und die erreichen wir nicht mit maximaler Kraft am Anfang, sondern, indem wir die Geschwindigkeit des Queues bis zum Ende des Stoßes steigern.

Versuche weniger, das Queue und die Weiße nach vorne zu „stoßen“, sondern stelle dir vor, das Queue nach vorne zu ziehen, als würdest du mit dem Queue ein schweres Gewicht nach vorne ziehen wollen. Denke auch mal an einen Wurf, zum Beispiel eines Balles oder einer Frisbee: Man wirft nicht ruckartig, sondern geschmeidig, langsam beginnend und mit maximalem Tempo am Ende der Bewegung, wenn man den Ball loslässt. Dieses Ende ist beim Billardstoß die Stelle, an der das Queue nicht mehr weiterkann, weil unser Arm voll durchgeschwungen ist – also dann, wenn die Weiße schon lange weg ist.

Slow down your backswing

Einer der wichtigsten Trainer in den USA, Jerry Briesath, hat in seiner Billardschule 5 Meter breit einen Spruch an der Wand stehen: „Slow down your backswing!“ Schwinge langsamer nach hinten! Er meint damit, dass wir langsam nach hinten schwingen sollen, damit wir dann schön nach vorne beschleunigen können. Niemand braucht Beschleunigung nach hinten. Wir wollen ja nach vorne stoßen. Die meisten Stöße werden „verrissen“, weil der Schwung nach hinten ruckartig war, nicht, weil nach vorne irgendwas nicht stimmte (oder zumindest stimmte der Stoß nach vorne nicht wegen des hektischen Rückschwungs).

 

Patrick Baumann
Patrick Baumann

Kurz-Biografie

Patrick Baumann, Jahrgang 1977, spielt seit 1992 Billard im Verein. Seit 2007 ist er lizensierter Billardtrainer mit C-Lizenz des Deutschen Olympischen Sportbundes. Patrick hat in Berlin etlichen Vereinsspielern und zahlreichen Freizeitspielern geholfen, besser Billard zu spielen. Von 2007-2012 war er Landestrainer Pool-Billard in Berlin. Er bloggt über Billard spielen auf www.playing-pool.com und über seine Erfahrungen als digitaler Nomade unter www.heldenleben.com. Patrick ist außerdem einer der Inhaber von billardpro.de.

 

Alle wichtigen Links

Website von Patrick Baumann, Direkt zum Buch über Patrick’s Website oder bei Amazon, Leseprobewww.heldenleben.com

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