Vier Titel im 9-Ball vergeben

Am Freitag wurden die Titel im Pool-Billard in der Disziplin 9-Ball vergeben. Dabei stand bei den Ladies erneut Manuela Barke vom BC Schalke im Finale und traf dort auf Petra Braun vom BC Ludwigsburg. Barke, die im 8-Ball noch im Finale den Kürzeren gezogen hat, war diesmal zu jeder Zeit am Drücker und spielte ein blitzsauberes Finale. Binnen 45 Minuten hatte sie die Partie bereits mit 5:0 für sich entschieden und kürte sich damit zur neuen Deutschen Ladies Meisterin. Birgit Heidorn von der BSG Hannover und Nicole Kaldewey (BPG Linde-Mariendorf) sicherten sich derweil mit ihrem Halbfinaleinzug die Bronzemedaillen.

Das Senioren-Finale zwischen dem Berrenrather Reiner Wirsbitzki und Ralf Wack vom PBC Joker Altstadt gestaltete sich hingegen knapper. Zwar konnte sich Wirsbitzki früh eine 4:1-Führung erspielen, doch der Saarländer Wack schlug stets zurück und gab sich nicht geschlagen. Aber auch der vor wenigen Tagen gekürte 8-Ball-Champion sammelte Punkt um Punkt und zeigte Präsenz am Billardtisch. So entwickelte sich ein Spiel auf hohem Niveau, welches letztlich Wirsbitzki mit 8:5 für sich entschied. Platz drei teilten sich Jürgen Ritter vom PBC Ludwigshafen und der Pinneberger Thomas Lindloff.

Zweifache Deutsche Meisterin ist nunmehr Vivien Schade bei den Damen. Nach ihrem Titel im 14/1-endlos konnte die Hamburgerin auch den 9-Ball-Wettbewerb für sich entscheiden. Dafür musste sie gegen Ina Kaplan (BC Siegtal) aber erstmal einen 0:3-Rückstand wettmachen und später bei 6:6 auch Fortuna konsultieren, als sie aus einem guten Savespiel Kaplans heraus eine Kugel versenkte und problemlos Stellung auf die nächste Kugel bekam. Kaplan war im Folgenden gar nicht mehr am Tisch, so dass sie Vivien Schade letztlich nur noch zum 8:6-Sieg gratulieren konnte. Der dritte Platz ging an Veronika Ivanovskaia (Fortuna Berlin) und an die Mönchengladbacherin Chantal Manske, die wiederum ihrerseits nur mit 7:8 im Halbfinale an Kaplan gescheitert war.

Last not least war das Herren-Finale wohl kaum an Dramatik zu überbieten. André Lackner vom PBC Wedding erarbeitete sich gegen den Überraschungsfinalisten Patrick Bund (BC Siegtal) eine kleine Führung, die er bis zum 7:5-Zwischenstand konstant transportieren konnte. Erst dann schlug der Bundesligaspieler aus Siegen zurück, glich aus und hatte gar die Führung auf dem Queue. Etwas zittrig setzte er die drittletzte Kugel daneben und musste das 7:8 quittieren. Anschließend gelang es Bund, sich aber wieder zu sammeln und tatsächlich den Ausgleich zu erzielen. Die Entscheidung fiel also im letzten Spiel und quasi auf die vorletzte Kugel. Lackner spielte auf die Acht, die sich mehr als einmal überlegte, ob sie denn fallen solle. Schließlich tat sie es, so dass es dem Berliner anschließend gelang, sich mit versenkter Neun zum neuen Deutschen Meister im 9-Ball zu lochen.

Im Snooker der Herren kristallisieren sich die ersten Teilnehmer des Achtelfinals heraus. Zur Stunde hat ausgerechnet Titelverteidiger Richard Wienold von der TSG Heilbronn seine drei Gruppenmatches als einziger absolviert und allesamt gewinnen können. Damit hat er seinen Platz unter den TOP 16 natürlich schon gebucht. Ebenfalls gute Chancen haben eine ganze Reihe von Spielern, die derzeit mit einer Bilanz von 2:0-Siegen dastehen. Unter ohne befinden sich mit Roman Dietzel, Jan Eisenstein (beide SC 147 Essen) sowie Umut Dervis Dikme vom BC Stuttgart auch einige der Mitfavoriten.

Im Dreiband der Herren auf dem Matchbillard ist ohne Zweifel Martin Horn von BC International Berlin der erklärte Favorit. Der frisch gebackene Weltcupsieger und DM-Titelverteidiger konnte heute auch sein zweites Gruppenmatch gegen Nachwuchsspieler Lukas Stamm (BA Berlin) mit 30:16 nach nur 12 Aufnahmen gewinnen. Ansonsten haben eine Vielzahl an Spielern erst ein Match bestritten, woraus sich noch keine Tendenz ableiten lässt. Mitfavorit Dustin Jäschke vom Bergisch-Gladbacher BC konnte seine erste Partie gewinnen und befindet sich auf einem guten Weg in die K.O.-Phase.

Thomas Hähne vom Langener BC ist Titelverteidiger im 5-Kegel und sozusagen auf einer Mission. Natürlich möchte er auch in diesem Jahr Bad Wildungen mit der Goldmedaille verlassen, doch die Konkurrenz ist groß. In zwei Gruppenspielen konnte sich der Hesse jeweils durchsetzen, so dass er tatsächlich bereits jetzt schon Richtung Viertelfinale marschiert. Eine gute Bilanz weisen aber genauso auch Marco Berner und Max Gabel (beide Friesacker BC) sowie einige andere Akteure auf. Die Entscheidungen im Dreiband und im 5-Kegel fallen dann am Sonntag.

Gestartet wurde heute auch der 10-Ball-Wettbewerb auf den Pool-Billard-Tischen. Die vier Turniere in den bekannten Klassen befinden sich allerdings noch in der Anfangsphase. Gleiches gilt für das Dreiband-Turnier auf dem kleineren Turnierbillard.

Die Deutschen Meisterschaften dauern noch bis zum 11.11.2018. Via www.billardarea.de kann man die kompletten Ergebnisse einsehen. Insgesamt drei Livestreams gibt es unter www.sportdeutschland.tv und der DM-Media-Seite www.germantour.net. In der dortigen Mediathek finden sich zudem tagesaktuelle Bilder und weitere Informationen wie das offizielle DM-Programmheft.

(Quelle: Billardmagazin Touch)

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