World Cup of Pool, Tag 3: Alle Ex-Champions eine Runde weiter

Am dritten Tag waren gleich drei Duos gefordert, die den World Cup of Pool schon gewonnen haben. Sowohl Titelverteidiger China als auch Österreich und Finnland ließen sich dabei nicht aufhalten und zogen eine Runde weiter. Polen und Spanien konnten ihre Auftakthürde ebenfalls nehmen, während die Niederlande nach einem Erfolg über die USA bereits im Viertelfinale stehen.

Österreich – Kroatien 7:3

Im ersten Match des Tages waren gleich drei Akteure aus der deutschen Bundesliga im Einsatz. Für Österreich standen die beiden 2017-Champions Albin Ouschan und Mario He am Tisch, für Kroatien neben Roberto Bartol auch Philipp Stojanovic. Zunächst sah es so aus als könnten die beiden Kroaten dem Favoriten ein enges Match liefern, doch beim Stande von 3:3 schalteten Ouschan und He einen Gang hoch und gewannen die letzten vier Racks in Serie zum 7:3-Erfolg.

Finnland – Singapur 7:5

Auch im zweiten Match mussten mit Petri Makkonen und Mika Immonen zwei ehemalige Champions (2012) zum Auftaktmatch ran. Gegen Aloysius Yapp und Sharik Aslam Sayed aus Singapur gingen die beiden Finnen zunächst mit 4:2 in Führung, bevor die nächsten drei Racks an das asiatische Duo gingen. Doch die erfahrenen Skandinavier blieben cool, konterten umgehend und erreichten zuerst den Hügel. Dort sah es nach Immonens Break zuerst nicht unbedingt nach einem spielbaren Tisch aus, doch Makkonens Jump auf die eins und ein Banker vom „Iceman“ auf die zwei öffneten das Bild und der Rest war Formsache.

Polen – Italien 7:5

Zum Abschluss der ersten Session lieferten sich dann Polen und Italien im europäischen Duell eine echte Achterbahnfahrt. Konrad Juszczyszyn und Mateusz Sniegocki legten furios los und gingen mit 4:0 in Führung, als Fabio Petroni die Trickkiste griff. Der italienische Routinier versenkte einen Jump-Banker über den ganzen Tisch, bei dem er gleich zwei Verlängerungen benutzen musste. Mit diesem sensationellen Stoß wendete sich das Blatt und wenig später war die Partie wieder ausgeglichen. Es sah auch schon fast nach einem Hill-Hill aus, als Italien beim Stande von 6:5 für Polen nur noch drei Bälle auf dem Tisch hatte, doch Daniele Corrieri ging beim Lochen der sieben die Weiße ab und die Polen konnten einen 7:5-Sieg bejubeln.

Spanien – Australien 7:5

Der Abend in Leicester begann mit dem letzten ausstehenden Erstrundenmatch zwischen Spanien und Australien. Dabei leisteten sich die klar favorisierten David Alcaide und Francisco Sanchez-Ruiz zunächst einige Fehler und gerieten mit 1:4 in Rückstand. Justin Sajich und Danny Stone spielten stark auf und hatten auch das nötige Glück auf ihrer Seite. Das allerdings sollte sich bald ändern. Nachdem das spanische Duo sich auf 4:5 herangekämpft hatte, war es World-Pool-Masters-Champion Alcaide, der beim Versuch die sieben einzujumpen zufällig die neun zum Ausgleich lochte. Wenig später hatte das australische Duo dann noch die Chance, einen Decider zu erzwingen, doch beim Versenken einer ganz dünnen sieben flog Stone die Weiße nach wildem Flug über den Tisch in eine Tasche und Spanien durfte zum 7:5 ausmachen.

China – Chile 7:6

Damit war es Zeit für das Achtelfinale. Den Auftakt durfte Titelverteidiger China gegen das Überraschungsteam aus Chile machen. Und um ein Haar wäre Enrique Rojas und Alejandro Carvajal ein noch größerer Clou gelungen als in Runde eins gegen Großbritannien B. Die beiden Südamerikaner lagen gegen Wu Jiaqing und Liu Haitao bereits mit 5:3 in Front, ehe eine verschossene sieben die Wende brachte. Doch auch China blieb nicht fehlerlos. Kurz vor dem Ziel vermasselte erst Wu die Stellung auf die acht und dann Liu den Schuss auf die acht. Rächen sollte sich das aber nicht. Denn im Entscheidungsrack zeigten die beiden Chinesen ihre ganze Klasse und legten unter Druck ein blitzsauberes An-Aus hin.

Niederlande – USA 7:3

Zum Abschluss des dritten Tages stand das zweite Achtelfinale zwischen den Niederlanden und den USA auf dem Programm. Zur besten Sendezeit auf der anderen Seite des großen Teiches konnten Shane van Boening und Skyler Woodward ihren Fans allerdings keine Freude bereiten. Nach einer schnellen 2:0-Führung lief beim US-Duo kaum noch was und beide Akteure leisteten sich grobe Patzer. Die wiederum nutzte das holländische Duo aus Niels Feijen und Marc Bijsterbosch eiskalt und konsequent aus und gewann sieben der letzten acht Racks, um ins Viertelfinale einzuziehen.

Heute geht es in der Morningside Arena mit den sechs weiteren Achtelfinals weiter:

14:30 Uhr, Runde 1:
Philippinen – Albanien
Kanada – Estland
Chinese Taipeh – Griechenland

20 Uhr, Runde 1:
Hongkong – Österreich
Spanien – Finnland
Polen – Großbritannien A

DAZN überträgt das komplette Event live!

 

Text: Sixpockets.de

Bilder: JP Parmentier/Matchroom Multi Sport

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