World Cup of Pool, Tag 4: Das Viertelfinale ist komplett!

Am vierten Tag wurden beim World Cup of Pool die sechs noch ausstehenden Achtelfinalpartien ausgetragen. Die Zuschauer in der Morningside Arena von Leicester bekamen dabei für ihr Eintrittsgeld das volle Programm geboten. Alle Matches waren spannend bis zum Schluss, fünfmal lautete der Endstand 7:5, Kanada und Estland brauchten sogar noch ein Rack mehr. Nach jeder Menge Drama stehen nun die acht Viertelfinalisten des größten Doppelstoßturniers der Welt fest.

Philippinen – Albanien 7:5

Im ersten Match des Tages durften die beiden philippinischen Vertreter Carlo Biado und Jeff de Luna gegen Albanien ran. Klenti Kaci und Besar Spahiu hatten in Runde eins das stark eingeschätzte russische Duo eliminiert und spielten auch in Runde zwei zunächst groß auf. Die Europäer gingen mit 3:1 in Führung, verloren dann allerdings den Faden und überließen Biado und de Luna ein Rack nach dem anderen. Erst als die Philippinen schon kurz vor dem Ziel standen, kämpften sich die Albaner nochmal auf 5:6 heran. Als de Luna dann eine schwierige sieben auf die Mitteltasche mit perfekter Stellung über drei Banden auf die acht auspackte, war da Comeback aber beendet und die Philippinen stehen wie im Vorjahr im Viertelfinale.

Kanada – Estland 7:6

Wenn das erste Match bereits äußerst spannend war, dann war das zweite Dramatik pur! Die beiden Esten Denis Grabe und Mark Magi, die schon in Runde eins das Team Deutschland mit 7:6 bezwungen hatten, hielten auch gegen das kanadische Topduo Alex Pagulayan und John Morra mehr als gut mit. Das europäische Paar stürmte zu einer 4:0-Führung und erreichte schließlich beim Stande von 6:4 als erstes Team den Hügel. Doch Kanada schlug zurück und erzwang einen Decider. Dort schienen die Esten erneut das bessere Ende für sich zu haben, bis die Nerven dem jungen Mark Magi einen Streich spielten. Eine einfache Position von der sechs auf die sieben misslang dem 19-Jährigen so sehr, dass die Weiße press an die Objektkugel lief und Grabe beim Rettungsversuch ein Foul produzierte. Der Rest war Formsache für Team Kanada.

Chinese Taipeh – Griechenland 5:7

Alex Kazakis und Nick Malai hatten schon im ersten Match einen sehr relaxten und guten Eindruck hinterlassen und konnten diesen auch im Duell mit den leicht favorisierten Brüdern Ko Pin-Yi und Ko Ping-Chung aus Taiwan bestätigen. Bis zum 5:5 ging es in einem hochklassigen Match hin und her, ehe die Hellenen das nächste Rack eintüteten und Kazakis zum Match breaken durfte. Nach einem Safety-Austausch war es letztlich ein Foul von Ko Ping-Chung bei einem Jumpversuch, der das Aus der Taiwanesen besiegelte. Griechenland zieht mit 7:5 ins Viertelfinale ein und ist in dieser Form hier auf jeden Fall ein Titelkandidat.

Hongkong – Österreich 5:7

Der Abend wurde in Leicester von den beiden 2017-Champions aus Österreich eröffnet. Albin Ouschan und Mario He legten los wie die Feuerwehr und stürmten gegen das Paar aus Hongkong zu einer 6:1-Führung. Aber die beiden asiatischen Youngsters konnten schließlich doch noch zeigen, warum sie hier zu Recht im Achtelfinale standen. Lo Ho Sum und Yip Kin Ling schnappten sich plötzlich Rack um Rack und kamen bis auf 5:6 heran. Als Österreich das Match letztlich mit einer sauberen Clearance doch beenden konnte, fiel Ouschan nach der finalen neun sichtlich ein großer Stein vom Herzen.

Spanien – Finnland 7:5

In Runde eins hatten David Alcaide und Francisco Sanchez-Ruiz einen langsamen Start erwischt, das sah diesmal anders aus. Schnell lagen die Spanier gegen die finnischen Champions von 2012 mit 4:1 in Front. Diesmal war es also an Mika Immonen und Petri Makkonen, ein Comeback hinzulegen. Und das gelang den Finnen auch. Mit vier Racks in Serie holten sich die Skandinavier die erste Führung. Anschließend wurde es ein ziemlicher Nervenkrieg mit einigen Fehlern auf beiden Seiten. Spanien konnte auf 6:5 stellen und nach vergebenen Chancen auf beiden Seiten kamen die Iberer als Sieger hervor. Nach einer furchtbaren Stellung Makkonens verfehlte Immonen die finale sieben entlang der Bande deutlich und die Spanier lochten die letzten drei Bälle zum Sieg sicher weg.

Großbritannien A – Polen 7:5

Zum Abschluss wurde es dann wieder laut in der Morningside Arena. Die britischen Fans wollten ihr letztes verbliebenes Duo aus Jayson Shaw und Chris Melling natürlich eine Runde weiter ziehen sehen und unterstützen die beiden lautstark. Und das war auch nötig. Konrad Juszczyszyn und Mateusz Sniegocki hatten andere Pläne. Die Polen gingen mit 4:1 in Führung, ehe sich einige kleine Fehler einschlichen und die beiden Briten immer sicherer wurden. Nach fünf Spielen in Serie waren Shaw und Melling zuerst auf dem Hügel und konnten wenig später zur Freude des Publikums das Viertelfinale buchen.

Heute geht es in der Morningside Arena mit den vier Viertelfinalpartien weiter:

14:30 Uhr, Viertelfinale:
China – Niederlande
Philippinen – Kanada

19:30 Uhr, Viertelfinale:
Griechenland – Österreich
Spanien – Großbritannien A

DAZN überträgt das komplette Event live!

Text: Sixpockets.de

Bilder: JP Parmentier/Matchroom Multi Sport

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