Der Pott bleibt in Amerika – Team USA gewinnt den Mosconi Cup mit 11:8!

Mit einem fulminanten vierten Tag ist der Mosconi Cup 2019 in Las Vegas zu Ende gegangen. Team USA schlägt Team Europe mit 11:8 und verteidigt damit nach dem überraschenden Erfolg im Vorjahr den Titel. Skyler Woodward holt im Einzel gegen Joshua Filler den entscheidenden Punkt und wird erneut zum MVP. Hier gibt es den Bericht zu Tag vier im Mandala Bay Resort and Casino.

 

Match 16: Billy Thorpe vs. Jayson Shaw 5:3

Jayson Shaw sollte für die Gäste, die mit einem 7:8-Rückstand in den letzten Tag gingen, den Ausgleich herbeischaffen. Allerdings war der sonst so coole und selbstbewusste Schotte an diesem Abend gar nicht so locker drauf, wie man ihn kennt. Shaw ließ gleich zwei machbare Kombis aus, unter anderem eine mit Ball-in-hand auf die neun. So wurde der zunächst selbst verunsicherte Billy Thorpe immer stärker und sicherte sich Rack um Rack. Als Shaw beim Stande von 3:3 eine gerade drei an die Kante drückte, war die Messe gelesen und Thorpe konnte dieses und das nächste Rack zum 5:3-Sieg verbuchen.

Match 17: Tyler Styer vs. Klenti Kaci 1:5

Beim Stande von 7:9 war Klenti Kaci auf europäischer Seite in diesem Match schon gewaltig unter Druck. Am Tisch bot sich allerdings ein anderes Bild. Zwar ließ auch der Albaner eine machbare neun aus, spielte ansonsten aber sehr selbstbewusst auf, während Tyler Styer gleich mehrere leichte Fehler einstreute. Es war eher der Amerikaner, der trotz Führung im Rücken dem Druck nicht standhielt. So hatte Kaci wenig Mühe, den Satz mit 5:1 nach Hause zu bringen und auf 8:9 zu verkürzen.

Match 18: Shane van Boening vs. Alex Kazakis 5:3

Die riskante europäische Aufstellung sah vor, dass nun zunächst Alex Kazakis erneut gegen Shane van Boening ran durfte. SVB legte furios los und stellte gleich auf 2:0, bevor der Grieche sich zurückkämpfte und zum Ausgleich kam. Im anschließenden Rack hatte Kazakis einmal Pech als ihm nach einem schwierigen Pot die Weiße abging, was van Boening wieder in Vorteil brachte. Ein Dry Break von Kazakis besiegelte letztlich das Match und das 10:8 für die Hausherren.

Match 19: Skyler Woodward vs. Joshua Filler 5:3

Nun war es also ein weiteres Mal an Joshua Filler, den Karren aus dem Dreck zu ziehen und den Traum von der Revanche für 2018 aufrechtzuerhalten. Der MVP von 2017 legte auch gleich mit einem An-Aus los, doch Skyler Woodward ließ sich nicht beeindrucken und zog immer wieder nach. Mitte des Satzes schlichen sich dann beim Weltmeister, der in den Einzeln bis dato fehlerfrei agiert hatte, die ersten Patzer ein. Nun schien es plötzlich so, als sollte der deutsche Youngster dem Druck, den er und seine Kollegen sich mit ihren Aussagen selbst auferlegt hatten, nicht gewachsen zu sein. Woodward nutzte das zur 4:3-Führung und bekam dann nach einem völlig verkotksten Safeversuch Fillers die entscheidende Chance. Mit einer 5-9-Kombi auf die Mitte besiegelte der 26-Jährige den Triumph und wurde zum zweiten Mal in Serie zum MVP.

Während bei Team Europe die eine oder andere Träne kullerte, feierten die Amerikaner ihre Titelverteidigung wie mittlerweile üblich ausgelassen mit einem Tänzchen auf dem Tisch. Die nächste Chance zur Revanche bietet sich den Europäern im kommenden Jahr dann wieder vor heimischem Publikum. Vom 01. bis 04. Dezember 2020 steigt der Mosconi Cup XXVII im Alexandra Palace von London.

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