Aloysius Yapp hat ein weiteres Kapitel Poolbillard-Geschichte geschrieben. Im Finale der US Open 9-Ball besiegte der Singapurer den Weltranglistenersten Fedor Gorst mit 13:11 durfte sich so erstmals das berühmte Grüne Jackett überstreifen. Damit wurde der 29-Jährige zum ersten Spieler, der drei Matchroom-Majors in Folge gewinnen konnte, nachdem Yapp zuvor schon bei den UK und Florida Open triumphiert hatte. Dritte wurden Johann Chua und Ko Pin-Yi, bester Deutscher war Joshua Filler (8:10 gegen Yapp) auf Rang fünf.
Yapp: „Das ist ein wahr gewordener Traum – ich kann gar nicht beschreiben, wie ich mich jetzt fühle. Ich wollte diesen Titel schon seit so vielen Jahren, und es gab Zeiten, in denen ich mich fragte, ob es jemals passieren würde. Endlich die US Open zu gewinnen, ist unglaublich. Der Druck da draußen war immens – meine Hände haben die ganze Zeit gezittert. Fedor ist ein so harter Gegner, einer der besten, und ich habe so viel Respekt vor ihm. Wir haben beide Fehler gemacht, aber es war ein episches Finale und ich bin stolz darauf, wie ich mich durchgebissen habe.“
Beide Spieler begannen das Finale nervös und leisteten sich einige Fehler, sodass sich zunächst niemand absetzen konnte. Yapp fand dann zuerst seinen Rhythmus und zog dank präzisen Lochspiels und solides Safeties auf 10:5 davon. Ein Dry Break des Singapurers brachte Gorst dann aber nochmal ins Spiel und der Führende der Nineball-Weltrangliste ließ sich nicht lange bitten. Nach fünf Spielgewinnen in Folge war das Match wieder völlig offen.
In der Schlussphase lagen die Nerven dann blank und beide Spieler leisteten sich einige ungewohnte Fehler. Beim Stand von 11:11 war es dann Aloysius Yapp, der ein Foul von Gorst ausnutzte, um die Führung zurückzuerobern und den Hügel zu erreichen. Nach einem erfolgreichen Break setzte Yapp dann aber eine offene Zwei daneben und ließ Gorst nochmal ran, doch auch der konnte seine Chance nicht nutzen und setzte einen riskanten Schuss auf die Drei deutlich daneben. Yapp räumte daraufhin den Tisch ab und erfüllte sich so seinen US-Open-Traum.
Text: Sixpockets
Fotos: Matchroom Pool
